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Mit Enkelin Hanna versteht er sich prima. Foto: Harald Staab

Rente brachte Zeit für Kunst

am 10.05.2019

Werner Henschel aus Schlüchtern fertigt Kunstwerke aus Metallresten

SCHLÜCHTERN (hst). Mit einem gehörigen Schuss Kreativität und in jahrzehntelanger Tätigkeit erworbenem handwerklichem Geschick verwandelt ein Schlüchterner Produktionsreste aus dem Metallbau und andere Stoffe in Kunstobjekte.

Der 69-jährige Werner Henschel lässt aus Schrauben, Muttern, Nägeln, Drahtgeflecht und bunten Stoffstückchen kleine Figuren entstehen, die meist eine Alltagsszene widerspiegeln. Sie regen die Fantasie des Betrachters an, so dass gedanklich quasi Bewegung in die Figuren kommt. Es entsteht ein Wechselspiel zwischen den einzelnen Figuren, die so  lautlos eine Geschichte erzählen. Henschel greift in seiner künstlerischen Arbeit – je nach Lust und Laune – aber auch auf Holz, Stoffe, oder Papier zurück.
Alles begann vor über einem Jahrzehnt, als er in Rente ging. Der bis dato als Metallschlosser und Hausmeister tätige Unruheständler fand nun die Zeit und die Muße, sich auch mit der kreativen Seite des Bearbeitens von Metall und anderer Materialien zu befassen. Sein zweites Hobby, das gemeinsame Wandern mit einer Gruppe von Freunden, nutzt Werner Henschel als Inspirationsquelle. „Es fing damit an, dass ich meinen Freunden zu Geburtstagen oder Jubiläen speziell für diesen Anlass erstellte Werke schenkte“, erinnert sich Henschel. Diese seien stets auf große Begeisterung gestoßen. Das war für ihn Ansporn genug, sich weiterer kreativer Themenfelder anzunehmen. So fertigte er eine eigene Variante des umstrittenen Schlüchterner Weitzel-Denkmals von Künstler Dr. Ulrich Barnickel. Oder ein Modell des Lauterschen Schlösschens, das sich auf einer Holzscheibe drehen lässt. Bürgermeister Matthias Möller schenkte er ein Objekt, das ihn bei der Arbeit am Schreibtisch (mit Laptop) zeigt.
Enkelin Hanna Schmitt unterstützt ihn gerne, beispielsweise beim Vorbereiten der Ausstellung in Elm oder beim Gespräch mit der Zeitung oder wenn er sich im Bergwinkel-Museum mit Museumsleiterin Birgit Schwarzer trifft, um sich anzuschauen, wie seine Objekte im Eingangsbereich des Schlösschens positioniert wurden und um sich in der ersten Etage umzusehen und eine mögliche größere Ausstellung dort zu besprechen.
Als gebürtiger Elmer ist es für ihn eine Ehre, an der Elmer Kulturwoche Ende Mai teilzunehmen. Wer sich Henschels Werke anschauen möchte, kann das dann in der Brückenstraße tun. Wo genau, werden wir in der nächsten Ausgabe der Kinzigtal Woche mitteilen, zusammen mit einer Übersicht über die Veranstaltungen der Elmer Kulturwoche.

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