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Polizeihauptkommissar Mario Döring erklärt hier die Funktionsweise des „Enforcement Trailer“. Foto: M. Luis

Licht und Schatten im Verkehr

am 04.04.2019

27 Verkehrstote auf Osthessens Straßen 2018 / Gesamtunfallzahlen 2018 rückläufig

FULDA (mlu). 27 Menschen haben im vergangenen Jahr bei Unfällen auf Osthessens  Straßen ihr Leben verloren. Trotz der Tragik eines  jeden Einzelfalles sieht Polizeipräsident Günther Voß aber auch Silberstreifen am Horizont.

Erstmals seit dem Jahr 2014 seien die Gesamtunfallzahlen wieder rückläufig, gab er auf der Pressekonferenz anlässlich der offiziellen Verkehrsunfallstatistik 2018 bekannt. Dies sei faktisch eine ebenso gute Nachricht wie die erfreuliche Tatsache, dass sich das fünfte Jahr in Folge kein getötetes Kind und keine Person unter 18 Jahren  unter den Unfallopfern befanden. Darüber hinaus hätten Verkehrsunfallfluchten und Wildunfälle abgenommen.
Hatte die Zahl der Gesamtverkehrsunfälle im Jahr 2017 mit 11.899 den bisherigen Höchststand erreicht, sank diese Zahl im vergangenen Jahr auf 11.213 – ein Rückgang von 5,4 Prozent. Den bei den Unfällen verursachten Gesamtsachschaden bezifferte der Polizeipräsident auf 43 Millionen Euro. Als eine der Hauptunfallursachen – wenig überraschend – führte Polizeioberkommissarin Nadja Döring von der für Verkehr zuständigen Abteilung Einsatz nicht angepasste Geschwindigkeit an. Weit oben in der Statistik rangieren Vorfahrtsfehler, zu geringer Abstand zum Vorausfahrenden sowie Abbiegefehler. Im vergangenen Jahr hätten sich aber „deutlich weniger Unfälle“ aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit ereignet – 853 Unfälle aufgrund zu schnellen Fahrens bedeuteten Döring zufolge einen Rückgang um 239 Fälle (Tiefststand der Fallzahlen seit 2014).
Von den 27 Unfalltoten kam über die Hälfte (51,9 Prozent) bei Unfällen außerhalb geschlossener Ortschaften ums Leben. Insgesamt 239 Menschen starben 2018 auf Hessens Straßen – Osthessen hatte somit einen Anteil an den Verkehrstoten in Höhe von 11 Prozent. Unterdessen wuchs in der Region die Zahl der Schwerverletzten um 66 auf 578  Personen an.
„Verkehrsunfälle, bei denen  Menschen verletzt werden oder gar zu Tode kommen, führen neben der akuten oft schrecklichen Situation nicht selten zu Spätfolgen oder bleibenden traumatischen Störungen, gab Günther Voß zu bedenken. Mit Verkehrskontrollen und Unfallbekämpfungskonzepten würden Osthessens Polizeibeamte tagtäglich daran arbeiten, Unfallursachen zu bekämpfen. Voß verwies in diesem Zusammenhang auf den Einsatz modernster Technik zur Geschwindigkeitsüberwachung. Dazu gehöre unter anderem ein sogenannter Geschwindigkeitsmessanhänger – der sogenannte „Enforcement Trailer“. Diese mobile Geschwindigkeitsanlage werde auf einem Pkw-Anhänger installiert und wie eine stationäre Messeinrichtung betrieben. Unter  8,5 Millionen gemessenen Fahrzeugen hätten sich 241.000 Verkehrssünder gegeben, denen eine Anzeige ins Haus geflattert sei. In Folge der zum Teil schwerwiegenden Verstöße seien 11.500 Fahrverbote erteilt worden. Neben dem „Enforcement Trailer“ steht dem Polizeipräsidium Ost-hessen seit Juli 2018 eine Motorrad-Videostreife – die sogenannte „Videostreife-Krad“ zur Verfügung. Diese Motorräder sind mit moderner Mess- und Aufnahmetechnik ausgestattet.

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