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Ministerin Eva Kühne-Hörmann mit dem „Fuldaer-H!lfe“-Team Katja Wagner, Carolin Drott, Petra Hohmann und Carsten Fischer (vorne, von links). Foto: wf

„Fuldaer H!lfe“ für Opfer und Zeugen

am 16.04.2018

Neuer Verein als Partner und Anlaufstelle für Betroffene aus der Region

FULDA (wf/MK). Auch viele Ost-hessen werden zu Opfern von Kriminalität, wie Einbruch, Betrug oder Gewalt. Sie werden um Hab und Gut gebracht oder erleiden körperliche Schmerzen. Doch oft ist das nicht einmal das Schlimmste – die Opfer werden nicht richtig ernst genommen, die Folgen der Straftat schnell vergessen. Während das öffentliche Interesse eher dem Täter gilt – seiner Biografie, seiner Verfolgung und Verurteilung – geraten die Folgen für das Opfer aus dem Fokus.

Dies zu ändern, ist Ziel und Aufgabe des neuen Vereins Opfer- und Zeugenhilfe Fulda (kurz: „Fuldaer H!ilfe“), der jetzt seine Anlaufstelle für Betroffene im Gerloser Weg 20 (Zentrum Vital) eröffnet hat. „Das Schweigen der Opfer darf nicht zur Waffe der Täter im Strafverfahren werden“, gab Justizministerin Eva Kühne-Hörmann vor einer Vielzahl von Einweihungsgästen aus Justiz, Politik, Polizei und Hilfsgruppen und Weißer Ring als Motto vor.
Information, Beratung und Begleitung sind die drei Standbeine, mit denen die Sozialpädagogen Carolin Drott, Petra Hohmann, Carsten Fischer sowie Verwaltungskraft Katja Wagner Mädchen, Jungen, Frauen und Männern oder deren Familien zur Seite stehen wollen. In vielfältiger Form unterstützt das Team bei der Verarbeitung des Erlebten und der Aufarbeitung von Ängsten, um wieder zu einem normalen Alltag zurückzufinden.
Zeugen werden bei Gerichtsverhandlungen begleitet, denn auch die Konfrontation mit dem Täter kann sehr belastend sein. Tipps zu Rechten im Strafverfahren, finanzielle Hilfen oder die Vermittlung an einen Experten runden das Angebot der „Fuldaer H!lfe“ ab.
Die Beratung ist nach Auskunft von Polizeipräsident und Vorstandsmitglied Günther Voß vertraulich, kostenfrei und auf Wunsch auch anonym.
Den Schutz der Opfer und Zeugen von Straftaten sieht die Justizministerin als eine der wichtigsten Aufgaben an. Opfer oder Zeuge einer Straftat zu werden ist ein einschneidendes Erlebnis. Man stellt sich die Frage: „Warum ist das gerade mir passiert?“ oder „Was habe ich falsch gemacht?“. Die Opferhilfevereine bieten in solchen Situationen professionelle Unterstützung an.“ Opfer und Zeugen von Straftaten sind aber auch bei der Tataufarbeitung besonders wichtig. „Wir müssen eine Atmosphäre schaffen, bei denen sich Opfer und Zeugen von Straftaten auch getrauen, gegen die Straftäter auszusagen. Nur wenn die Justiz verwertbare Aussagen im Strafverfahren erhält, können die Täter auch zur Rechenschaft gezogen werden“, gibt sich Kühne-Hörmann diesbezüglich optimistisch.

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