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Die Ausstellungsmacher (von links): Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter und das Kuratorenteam Johannes Peter, Dr. Cornelia Halm und Laura Wagner.

Viele lokalhistorische Schätze

am 14.02.2019

Aufbauarbeiten zur Jubiläumsausstellung „Fulda handelt – Fulda prägt“ sind in vollem Gange

FULDA (jo). In einem Monat ist es soweit: Die Ausstellung „Fulda handelt – Fulda prägt“ aus Anlass des Stadtjubiläums wird am 12. März im Vonderau-Museum eröffnet. Die Aufbauarbeiten sind in vollem Gange.

In den Räumen der Wechselausstellungen herrscht emsiges Treiben: Vitrinen werden gerückt und Kulissen gebaut, Exponate platziert und Erläuterungstexte verfasst. Die Ausstellungsmacher um Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter, Kuratorin Dr. Cornelia Halm, den Münzexperten Johannes Peter und die Archäologin Laura Wagner haben alle Hände voll zu tun, um die Jubiläumsausstellung für die Besucherinnen und Besucher zum Erlebnis werden zu lassen.
Im Mittelpunkt der Schau steht die Wirtschaftsgeschichte Fuldas, schließlich wurde dem Abt des Klosters Fulda vor genau 1000 Jahren das Markt-, Münz- und Zollrecht für die Siedlung neben dem Kloster verliehen – ein wichtiger Schritt zur Stadtwerdung. Die Ausstellung widmet sich auf drei Etagen diversen Aspekten dieser Geschichte: angefangen von den „Exportschlagern“ der mittelalterlichen Mal- und Schreibschule des Klosters über das Handwerker- und Zunftwesen der Bürgerstadt bis zur modernen Industriegeschichte.  
Ein „Hingucker“ sind die rekonstruierten Fleischbänke, die einst am Platz Unterm Heilig Kreuz (heute steht dort das Hotel „Platzhirsch“) eine frühe Form der Preis- und Hygienekontrolle für Lebensmittel bildeten. Aufwendig ist auch die Rekonstruktion der Fundstelle eines reichen Münzschatzes, der Ende des 19. Jahrhunderts in der Krypta der Michaelskirche bei Bauarbeiten zufällig entdeckt wurde.
Wahre Schätze aus privaten und Unternehmensarchiven werden für Ausstellung  zugänglich gemacht: So dürfen sich die Besucher auf zahlreiche Erinnerungsstücke mit hohem lokalhistorischem Wert freuen – alte Firmenschilder, Werkzeug, Speisekarten, Produkte aus Fuldaer Produktion und vieles mehr. Die Museumshandwerker Daniel Bley und Helmuth von Hünefeld bringen die Exponate derzeit auf Hochglanz.
Die Ausstellung soll auch in die Stadt hinein ausstrahlen: Ladeninhaber der Innenstadt können sich beteiligen, indem sie historische Ansichten ihres Geschäfts in einen einheitlichen Rahmen in ihren Schaufenstern platzieren.