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Bürgermeister Dag Wehner (Dritter von rechts) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung im Bürgerhaus am Aschenberg sowie die Seminarleiterin Prof. Dr. Edith Bauer (Zweite von rechts). Foto: Johannes Heller

„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

am 11.04.2018

Fortbildung im Rahmen des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ für Fachkräfte aus städtischen Betreuungseinrichtungen

FULDA(jü/jo). Um die Qualität zu steigern und ein tiefergehendes Wissen im Bereich der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung auszubauen, hat vor Kurzem eine viertägige Fortbildung für die zusätzlichen Fachkräfte des Bundesprogramms „Sprach-Kita: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist” stattgefunden.

Die Weiterbildungsveranstaltung, die unter der Leitung  von Prof. Dr. Edith Bauer vom Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Fulda stand, hatte die Vermittlung und den Ausbau zentraler Fähigkeiten für eine alltagsintegrierte und inklusive sprachpädagogische Praxis in Krippe und Kita zum Ziel.  Des Weiteren sollte die Weiterbildung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sensibilisieren für die Bedeutung von Sprache als  „Schlüssel zur Welt“ und als wichtigste Voraussetzung für Bildungs- und Teilhabechancen, die zugleich Integrationschancen sind. Bürgermeister Dag Wehner begrüßte am ersten Tag der Fortbildung die Leiterin und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und lobte deren Einsatz an einer „anspruchsvollen und zugleich ungemein wichtigen Schaltstelle unseres frühkindlichen Bildungssystems“.
Hintergrund des Bundesprogramms „Sprach-Kitas“ ist der Gedanke:Alle Kinder sollen von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren. Denn Sprache ist der Schlüssel: Durch sie erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Dies gilt besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund.
Mit dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist” stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. Im Januar 2016 ist das Bundesprogramm „Sprach-Kitas” gestartet. Der Bund stellt  für das Programm im Zeitraum zwischen 2016 und 2020 Mittel im Umfang von bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung.
Die Kita-Teams werden durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Zusätzlich finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt. Sie qualifiziert die Fachkräfte innerhalb eines Verbundes von 10 bis15 Sprach-Kitas.
In Fulda bilden insgesamt elf städtische Kindertagesstätten einen eigenen  Verbund mit einer zusätzlichen Fachberatungskraft. Vier Einrichtungen waren bereits 2016 mit der ersten Förderwelle des Bundes gestartet (Kita Edelzell, Kita Fulda-Galerie, Kita Weltentdecker und Kita Fulda-Aue), sieben kamen im Herbst 2017 dazu.  In jeder Einrichtung wurde eine zusätzliche Fachkraft eingestellt, die das Kita-Team unterstützt.