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Schulleiterin Nadja Prüfer (1. Reihe, 3. von rechts) hat Schüler und Lehrkräfte in die Erarbeitung eines Konzepts für die pädagogische Nachmittagsbetreuung an der Vogelsbergschule eingebunden. Foto: Marzena Seidel

Mit vereinten Kräften zur ganztägigen Schule

am 24.05.2019

Breite Unterstützung für Projekt der Vogelsbergschule

HOSENFELD (was). Die Vogelsbergschule Hosenfeld hat sich auf den Weg zur ganztägig arbeitenden Schule begeben und will in diesen Prozess nicht nur Schüler, Lehrer und Eltern einbinden, sondern auch die Gemeinde mit den ortsansässigen Vereinen und Institutionen.

Ab dem Schuljahr 2020/21 soll eine kostenfreie pädagogische Nachmittagsbetreuung angeboten werden. Im Moment befindet man sich in der Phase der Erarbeitung eines Konzepts auf der Grundlage des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder von 0 bis 10 Jahren. Bis zum Jahresende soll die Zustimmung der zu beteiligenden Gremien vorliegen. Die Vorbereitungen für den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit Partnern, die an einer Mitwirkung interessiert sind, laufen. Begonnen hatte der Prozess im letzten Herbst, als deutlich wurde, dass der Förderverein der Schule die bislang von ihm organisierte Nachmittagsbetreuung nicht mehr leisten kann. Auch künftig soll es ein solchen Angebot an allen Nachmittagen in der Woche geben, jetzt aber unter Regie der Schule und mit einer gezielten pädagogischen Ausrichtung.
Rund 100 Mädchen und Jungen besuchen die Vogelsbergschule, die von acht Lehrkräften unterrichtet werden. Schon seit einigen Jahren steigen die Schülerzahlen konstant an. Auch in diesem Jahr sollen aller Voraussicht nach zwei erste Klassen eingeschult werden. Auch geht der Schulentwicklungsplan für den Landkreis Fulda von einer stabilen Zweizügigkeit aus. Als Konsequenz aus dieser durchaus erfreulichen Entwicklung ist die räumliche Situation an der Hosenfelder Grundschule angespannt. So nutzt die Vogelsbergschule bereits frühere Kursräume der Volkshochschule des Landkreises Fulda, die in das leerstehende Schulgebäude nach Blankenau ausgelagert wurden. Zudem mussten zwei bisherige Betreuungsräume in Klassenräume umgewandelt werden. Ein zusätzlicher Raumbedarf ergibt sich durch das Ganztagsangebot.
Nadja Prüfer, die die Vogelsbergschule seit viereinhalb Jahren leitet, wird auf dem Weg zur ganztägig arbeitenden Schule von einem engagierten Lehrerkollegium, dem Ganztagsschulkoordinator des Staatlichen Schulamts, Holger Uthe, sowie der Leiterin des Fachdienstes Schulen beim Landkreis, Melanie Doran, unterstützt. Auch Bürgermeister Peter Malolepszy steht hinter dem Vorhaben und hatte die Hosenfelder Vereine zu einem Forum eingeladen, auf dem die Schule ihr Konzept vorstellte und um Mitarbeit warb. Bereits heute nimmt ein Drittel der Schülerinnen und Schüler an den bestehenden Betreuungsangeboten teil. Hieran sind unter anderem der Turnverein und der Volleyballverein beteiligt. Ebenfalls auf große Zustimmung ist das Projekt bei einem gut besuchten interaktiven Elterninformationsabend gestoßen.
Ganz wichtig für ein Gelingen der pädagogischen Nachmittagsbetreuung an der Vogelsbergschule ist der 41-jährigen Schulleiterin die kooperative Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort. Schule, Kindergarten, Gemeindeverwaltung und Vereine pflegten einen intensiven Austausch. Die gebürtige Frankfurterin, die in Schlüchtern wohnt und über berufliche Stationen in Gießen, Offenbach und Tann nach Hosenfeld gekommen ist, zitiert ein afrikanisches Sprichwort: „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen.“ Mit vereinten Kräften werde man die neuen Herausforderungen meistern, vor denen eine ganztägig arbeitende Schule stehe. „Die Kinder kommen gerne zu uns. Darauf können wir aufbauen, um noch kindgerechter und zukunftsfähiger zu werden.“