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Das Beschützer-Trio – Aleska R., Silke Gramatzki Wiecorek und Ellis Besitzerin – freut sich über die geglückte Aktion zu später Stunde. Foto: privat

In 366 Tage von Großenlüder nach Fulda

am 19.06.2017

Elli nach über einem Jahr von aufmerksamen Tierfreunden am Bahnhof gesichtet und gerettet

FULDA (MK/skr). Wunder gibt es immer wieder, heißt es. Und es stimmt. Eine couragierte Bürgerin, eine aufopferungsvolle Tierschützerin und eine überglückliche Besitzerin halten nach einem Jahr und einem Tag die vermisste Elli wieder in den Armen.

„Solche Geschichten belohnen meine Arbeit am meisten und lesen sich wie ein Krimi mit Happy End“, sagt Silke Gramatzki Wieczorek, Vorsitzende des Tierschutzvereins Verantwortung Leben in Hosenfeld. Doch ohne das Zutun einer aufmerksamen Tierfreundin wäre Katze Elli sicherlich nicht gerettet worden und ihre Besitzerin würde immernoch nach ihr suchen.
Eine Suchanzeige für den schwarz-weißen Kater Nemo im sozialen Netzwerk erreichte auch die junge Fuldaerin Aleska, die am Hauptbahnhof glaubte, den Kater gesichtet zu haben. Aleska sendete ein Foto von dem zutraulichen Tier, das ihr auf der Petersberger Straße in Richtung Güterbahnhof begegnet ist. Es stellte sich jedoch heraus, dass Nemo eine andere Fellzeichnung hat. „Irgendwie ging mir die Katze, deren Bild mir Aleska sendete, aber auch nicht aus dem Kopf, und ich dachte: Die hast du schon mal irgendwo gesehen“, erinnert sich Silke Gramatzki-Wiecorek.
Da ist sie!
Sie recherchierte und fand tatsächlich eine Suchanzeige auf der eigenen Vereinshompage, in der nach Elli gesucht wurde. Die siebenjährige Samtpfote verschwand am 13. Juni 2016 in Großenlüder spurlos. Nun klemmte sich Gramatzki-Wiecorek ans Telefon, um der Fuldaerin ihre Erkenntnis zu übermitteln. „Ich bat sie darum, noch einmal nach draußen zu gehen, um nach der Katze zu suchen, obwohl es schonsehr spät am Abend war. Gleichzeitig versuchte ich Ellis Besitzerin zu informieren. Über Umwege gelang mir dies auch, und ich holte sie von einer Geburtstagsparty ab, um die vermisste Elli am Bahnof von Fulda zu suchen“, berichtet die Tierfreundin. Mit Aleska hielt sie unterdessen ständig Telefonkontakt.
„Plötzlich rief sie durch den Hörer: Da ist sie! Ich wies sie an, Elli in einen Keller zu locken und sie dort zu halten, bis wir eintreffen.“ Am Bahnhof angekommen, zeigte Aleska ihnen den Keller – mit Taschenlampe ausgestattet, fanden sie die vertsörte Elli. Ein Jahr auf der Straße hatte das Tier gezeichnet. Sie war sehr scheu und ließ sich nicht anfassen. Beim Versuch sie hochzunehmen, strullerte Elli vor Angst. All dies war jedoch kein Hindernis für die couargierten Tierschützer, denen es spät in der Nacht gelang, Elli in die Transportbox zu setzen und zurück nach Hause zu bringen.
„Die Besitzerin, Aleska und ich waren super glücklich, die Katze endlich in Sicherheit zu wissen. Das war eine aufregende Aktion, die ohne Aleska niemals möglich gewesen wäre“, dankt Silke Gramatzki Wiecorek ihrer Unterstützerin. „Gut, dass es unsere Internetseite gibt, auf der die vermissten Tiere eingestellt werden können.
Nach genau einem Jahr und einem Tag war Elli wieder Zuhause angekommen. Wie die Katze von Großenlüder nach Fulda zum Bahnhof gekommen ist, werden wir wohl nie erfahren Alles gute, liebe Elli!

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