feed_ipster | Zirkus Charles Knie gastiert vom 8. bis 12. Oktober in Fulda

Wenn Wasser zur Show wird

FULDA. Mehr als eine Million Menschen haben sie bereits gesehen – nun kommt die gefeierte Show „100.000 Liter Emotionen“ des Zirkus Charles Knie nach Fulda. Vom 8. bis 12. Oktober verwandelt sich das Messegelände Fulda Galerie in eine spektakuläre Bühne voller Artistik, Musik, Tanz, Comedy – und einer beeindruckenden Wassermanege.

Seit zweieinhalb Jahren tourt die moderne Zirkusproduktion durch Deutschland. Das Erfolgsrezept: ein Zusammenspiel aus atemberaubender Akrobatik, modernem Entertainment und einzigartiger Bühnenwelt aus Wasser, Licht und Farbe.

Rund 100.000 Liter Wasser, die bis zu 15 Meter hoch unter die Zirkuskuppel schießen, bilden das Herzstück der Inszenierung. „Es geht uns um Emotionen, um unvergessliche Momente gemeinsam mit unseren großen und kleinen Besucherinnen und Besuchern“, erklärt Sascha Melnjak, Inhaber und Geschäftsführer des Zirkus Charles Knie.

 

 

Stars aus dem chinesischen Nationalzirkus

Für die Tournee 2025 hat das Ensemble, bestehend aus fast 100 Mitwirkenden, erneut Zuwachs bekommen: Die renommierte Dezhou Acrobatic Troupe aus China bereichert das Programm mit spektakulären Reifensprüngen und meisterhafter Diabolo-Kunst. Ein Engagement, das jahrelange Verhandlungen erforderte – denn Artisten aus dem chinesischen Nationalzirkus treten nur selten für internationale Tourneen auf.

Hinter den Kulissen bedeutet die Show eine logistische Meisterleistung: Über 40 Sattelauflieger transportieren das Zelt mit 1260 Sitzplätzen, die Sound- und Lichttechnik sowie die gigantische Wassermanege mit 300 Pumpen und 500 Lichteffekten von Stadt zu Stadt. „Wer traumhafte Welten entstehen lassen will, muss groß denken. Klotzen statt kleckern – das ist unser Motto“, sagt Melnjak.

 

Von Europäischer Union ausgezeichnet

Die Qualität der Produktion blieb auch international nicht unbemerkt: Seit Dezember trägt der Zirkus Charles Knie das von der Europäischen Union verliehene „Big-Top-Label“ – eine Auszeichnung, die nur wenige Zirkusunternehmen in Europa erhalten. Vergleichbar mit dem Michelin-Stern in der Gastronomie, steht das Siegel für höchste Qualität und beste Familienunterhaltung. Die Veranstaltungen finden vom 8. bis 12. Oktober jeweils um 16 und 19.30 Uhr statt.

 

„Letzte Bastion intergenerativer Familienunterhaltung“

Drei Fragen an den Direktor des Zirkus Charles Knie, Sascha Melnjak, der ab 8. Oktober in Fulda gastiert

 

Unterhaltung heißt inzwischen für viele: Hauptsache was mit Bildschirm. Ist das Thema Zirkus heute noch zeitgemäß?

Melnjak: Ich glaube, gerade darin liegt unsere Chance. Wir stellen fest, dass unsere Gäste wieder Lust auf authentische Live-Unterhaltung haben. Konservenkonsum ist auf Dauer doch langweilig. Mit vielen Menschen und noch mehr Popcorn gemeinsam etwas Tolles erleben, das hat doch was. Ob Zirkus zeitgemäß ist oder war kann man gar nicht beantworten.Es ist auch nicht so wichtig, er ist auf jeden Fall zeitlos und eine letzte Bastion intergenerativer Familienunterhaltung. Darauf kommt es an.

Auf was dürfen sich die Besucher in Fulda in diesem Jahr besonders freuen?

Die aktuelle Produktion ist ganz neu und erst seit Juni auf Tournee. Wir haben uns sehr konsequent an unserem im Vorfeld entwickelten Konzept orientiert. Ein Experiment. Unsere erste Produktion auf einer Bühne, die mit 100.000 Litern Wasser und 300 Pumpen ausgestattet ist. Ein wahrer Rausch aus starken Bildern und perfekter Illumination. Letztlich haben wir immer das eine Ziel: Wir wollen eine Show, die einfach Spaß macht, die ein positives lebensbejahendes Gefühl vermittelt, in der man im besten Fall so eins wird mit dem Geschehen, dass man aus dem eigenen Sein ausbricht und sich völlig in dieser Welt befindet. Kindern gelingt das ja immer, sie sind immer mitspielende Protagonisten. Aber wir sind so nah dran wie nie zuvor, dass auch unsere erwachsenen Besucher alles um sich herum vergessen. Unser Experiment ist also gelungen.

In der Selbstdarstellung ist auch vom „Zirkus der Zukunft” die Rede. Wie sollte der Ihrer Ansicht nach aussehen?

Kenne deine Kernkompetenzen, kenne deine Zielgruppe. Experimente ja, sie dürfen aber nicht im krassen Gegensatz zu dem stehen, was sich unsere Kunden wünschen, also sehen wollen. Wir wollen ganz klar Zirkus sein, und als ein solcher auch erkennbar sein. Wenn sich dieses Grundbekenntnis paart mit dem Anspruch „auf der Höhe der Zeit“ auch im technischen Bereich, bei Licht und Sound zu inszenieren, dann sollte eine gute Show gelingen, die auch einen deutlichen Fingerzeig in Richtung Zukunft vermittelt.