Was hält die Welt zusammen?
Prägendes Symbol für die Wiedervereinigung und die überwundene Teilung ist die Gedenkstätte Point Alpha zwischen Rasdorf und Geisa. Die Point Alpha Stiftung lädt am Freitag und Samstag, 2. und 3. Oktober, zu den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit ins US Camp ein.
„Wir wollen eine Brücke schlagen von der Friedlichen Revolution, der Grenzöffnung und der daraus resultierenden Deutschen Einheit in die herausfordernde Gegenwart“, so der Point-Alpha-Vorstand mit Benedikt Stock und Philipp Metzler.
2. Oktober, Festakt mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer
Zum 36. Jahrestag der Wiedervereinigung ist man am 2. Oktober gespannt auf die Ausführungen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland hält ab 16.30 Uhr die Festrede in der Fahrzeughalle. Für Thüringen spricht Beate Meißner, Ministerin für Justiz, Migration und Verbraucherschutz. Hessen wird durch den Chef der Staatskanzlei Staatssekretär Benedikt Kuhn vertreten und die United States Army Europe and Africa von Colonel J. Brad Fausnaugh. Zudem spielt das Blechbläserensemble „Brass 6’tett“ des Heeresmusikkorps Kassel. Zuvor findet um 16.10 Uhr unter Mitwirkung der Kyffhäuser- und Reservistenkameradschaft Grüsselbach sowie der Soldatenkameradschaft 1888 Fulda eine Kranzniederlegung am Denkmal der deutschen Teilung und Wiedervereinigung statt. Der Eintritt zum Festakt ist frei, Anmeldung per E-Mail an veranstaltungen@pointalpha.com oder Telefon (0 66 51) 91 90 30.
3. Oktober, Familientag & Ökumenischer Gottesdienst
Zum 36. Tag der Deutschen Einheit findet ein Ökumenischer Gottesdienst statt, dessen Festpredigt Dr. Nikodemus C. Schnabel OSB von der Dormitio-Abtei in Jerusalem um 10 Uhr hält. Seit mehr als 20 Jahren lebt der deutsche Benediktiner im Heiligen Land. Dort leitet er zwei Klöster, die Dormitio-Abtei auf dem Berg Zion in Jerusalem und das Priorat in Tabgha am See Genezareth. Das Kloster, in dem Schnabel lebt, ist im geographischen Niemandsland zwischen Israel und Palästina.
Ihm zur Seite stehen als Konzelebranten Superintendent Christoph Ernst (Ev.-luth. Kirchenkreis Bad Salzungen-Dermbach), Dechant Markus Günther (Kath. Pastoralverbund Hessisches Kegelspiel), Dekan Dr. Thorsten Waap (Ev. Kirchenkreis Fulda), Pfarrer Roland Jourdan (Ev. Kirche Vacha und Geisa) sowie Pfarrer Harald Krüger (Ev. Kirche Hohenroda). Das Thema lautet „Was unsere Welt zusammenhält“. Für Musik sorgt die Stadtkapelle Geisa.
Im Anschluss öffnen im US Camp die Buden und Stände für den Familientag. Für Speisen und Getränke ist gesorgt, die musikalische Unterhaltung übernehmen die Stadtkapelle Geisa und der Motzlarer Musikverein. Für die Kinder ist bei den Spielen mit dem Cirkus Ikarus jede Menge Spaß garantiert. Rundflüge mit dem Hubschrauber bieten den Passagieren die Möglichkeit, das Ausmaß der Grenze einmal aus der Luft zu erfahren. Der Eintritt ins US Camp ist nur zum Gottesdienst frei.
Grenzwanderung und Führungen
Bereits um 10 Uhr startet eine Wanderung entlang des Grenzlehrpfades. Ein Gästeführer vermittelt auf der Strecke die geschichtlichen Hintergründe der Teilung, informiert über das Biosphärenreservat Rhön am Grünen Band.
Die klassischen, musealen Angebote im Haus auf der Grenze, im US Camp, auf dem „Weg der Hoffnung“ und an den Grenzsperranlagen des Eisernen Vorhangs können besichtigt werden und es gibt offene Museumsführungen von 11 bis 15 Uhr zu jeder vollen Stunde. Anmeldung zu Führungen und Wanderung per Mail an service@pointalpha.com oder Telefon (0 66 51) 91 90 30.