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Fulda | COVID-Diagnostik-Zentrum am Klinikum erfolgreich gestartet

Klinikum-Chef Menzel: „Sind auf alle Eventualitäten vorbereitet“

Das Klinikum Fulda und das MVZ Osthessen haben zum Jahreswechsel das Corona-Kompetenz-Zentrum der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) übernommen. An gleicher Stelle wurde nun das neue „COVID-Diagnostik-Zentrum“ am Klinikum Fulda eröffnet. Dort besteht eine gebündelte Anlaufstelle für Bürgertestungen sowie PCR-Tests asymptomatischer und symptomatischer Personen.

Unterhalb des Hubschrauber-Hangars am Klinikum Fulda werden ab sofort verschiedene Corona-Tests angeboten: alle symptomfreien Bürgerinnen und Bürger können sich über einen Antigen-Schnelltest kostenlos auf das Coronavirus testen lassen oder einen PCR-Test machen lassen. Personen mit Symptomen (z.B. Husten, Schnupfen, Geschmacksverlust) erhalten dort einen kostenfreien PCR-Test. „Mit dem COVID-Diagnostik-Zentrum werden alle Testaktivitäten am Klinikum Fulda gebündelt“, erläuterte Burkhard Bingel, Vorstand Administration des Klinikums Fulda, am Montagnachmittag auf der Pressekonferenz anlässlich des erfolgreichen Start des COVID-Testzentrums. Bingel weiter: „Den Bürgerinnen und Bürgern der Region bieten wir damit ein umfassendes und komfortables Test-Angebot mit erweiterten Öffnungszeiten.“ In das neue COVID-Diagnostik-Zentrum (CDZ) ist auch das Bürgertest-Zentrum am Klinikum Fulda umgezogen. Damit entfällt die bisherige Anlaufstelle vor dem Haupteingang des Klinikums Fulda. Eine umfangreiche und gut sichtbare Beschilderung auf dem Campus führt die Besucher zum CDZ. Aufgrund begrenzter Parkmöglichkeiten am Hubschrauber-Hangar bittet das Klinikum, die Parkflächen vor dem Klinikum Fulda zu nutzen.

„Wir hoffen, dass wir der steigenden Nachfrage damit gerecht werden“, erklärte Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums Fulda. „Es ist nach wie vor so, dass viele Bürgerinnen und Bürger die Testangebote nutzen und es immer wieder zu gewissen Wartezeiten kommt“, gestand Klinikum-Chef Thomas Menzel ein. Das hohe Test-Pensum untermauerte die Direktorin des Instituts für Laboratoriumsmedizin am Klinikum Fulda, Priv.-Doz. Dr. med. Heike Weißer. Seit Bestehen des Bürgertest-Zentrums seien über 57.000 Corona-Tests und über 5.000 PCR-Test durchgeführt worden. Ihren Angaben zufolge kooperiere das COVID-Diagnostik-Zentrum mit allen Testzentren des Landkreises. Hierbei handele es sich neben eigenen Außenstellen in Gersfeld und Dipperz überwiegend um DRK Testzentren. Von diesen kämen genauso Proben wie von Kindertagesstätten , Landkreis und Kommunen – wie der Stadt Fulda, Bad Orb, Schlüchtern und Wächtersbach. „Wir merken die hohe Nachfrage von Arbeitgeber-Seite. Aber auch die Kindertagesstätten-Testungen von über 80 Einrichtungen verlangen dem Team um Dr. Weißer einiges ab“, so Burkhard Bingel.

Mit Blick auf die Omikron-Variante gibt sich Dr. Menzel keinen Illusionen hin. „Wir gehen davon aus, dass wir spätestens Ende dieses Monats die komplette Omikron-Dominanz habe werden“, prognostizierte der Mediziner. Zwar läge momentan eine überschaubare Anzahl von 5 Patienten auf Intensiv- und 10 Patienten auf Normalstation.Jedoch sei man sich nicht ganz sicher, in welche Richtung es in den nächsten Tagen gehe. Menzel: „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.“ Die gute Nachricht dabei: Nach derzeitiger Datenlage geht Menzel davon aus, dass man am Klinikum Fulda weniger schwere Verläufe als in Vergangenheit haben werde und somit die Intensivstationen nicht mehr so stark in Anspruch genommen würden. Allerdings sei das Klinikum Fulda – wie alle Krankenhäuser in Deutschland – dennoch in erhöhter Alarmbereitschaft. Denn wenn die im Vergleich zur Delta-Variante viel ansteckendere Omikron-Variante zu mehr Ansteckungen führe, werde vermutlich auch der Anteil der Patienten, die ein Krankenhausbett in Anspruch nehmen müssen, steigen. Da das Krankenhauspersonal ebenso wie Zweifach- oder Dreifachgeimpfte nicht vor einer Ansteckung gefight sei, könne möglicherweise das Klinikpersonal knapp werden.

„Wir gehen davon aus, dass wir spätestens Ende dieses Monats die komplette Omikron-Dominanz habe werden.“ Dr. Thomas Menzel, Vorstand des Klinikums Fulda

„Neben den regulären Öffnungszeiten führen wir zudem Testungen für Kita-Kinder, ambulante Patienten des MVZ Osthessen und des Klinikums Fulda sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch. Wir werden aber dennoch die Nachfrage an Testungen der Bevölkerung beobachten, um zu prüfen, ob die Öffnungszeiten entsprechend angepasst werden müssen“, erklärte unterdessen Simone Del Duca, die kaufmännische Leitung des MVZ Osthessen.

Im Zuge des Umzuges des ehemaligen Bürgertest-Zentrums und der Übernahme des Corona-Kompetenz-Zentrum der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) wurden auch die Kapazitäten mit der Eröffnung des neuen COVID-Diagnostik-Zentrums erweitert: Es stehen aktuell vier Registrierungs-Plätze und fünf Abstrich-Plätze für die Testungen zur Verfügung. „Die Eröffnung des COVID-Diagnostik-Zentrums in der Kürze der Zeit und im laufenden Betrieb war für alle Beteiligten eine Herausforderung“, berichtet Bingel. „Unser Dank gilt neben den Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung insbesondere dem Team des MVZ Osthessen, dem Institut für Laboratoriumsmedizin rund um Priv.-Doz. Dr. Heike Weisser sowie Katja Rupscheit-Kuschke und ihrem Team“, so Bingel.


Öffnungszeiten:

Personen ohne Symptome (asymptomatisch) erhalten Antigen-Schnelltests sowie PCR-Tests Montag bis Freitag zwischen 11.00 und 18.00 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an den Feiertagen zwischen 11.00 und 17.00 Uhr.

Personen mit Symptomen (z.B. Husten, Schnupfen, Fieber) können einen PCR-Test an folgenden Tagen erhalten: Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 09:00 und 16:00 Uhr, sowie Mittwoch und Freitag zwischen 11:00 und 13:00 Uhr. Samstags, sonntags und an den Feiertagen werden derzeit keine PCR-Testungen für symptomatische Personen angeboten.