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Rieke Trittin und Malin Krieg. Foto: Mirko Luis

Dialog mit Verbrauchern immer wichtiger

am 15.09.2019

REGIOFarm (5. Teil): Direktvermarkter mit breiter Produktpalette / Fachdienst Landwirtschaft Ansprechpartner

FULDA (mlu). Vor dem Hintergrund des zunehmenden Bewusstseins für gesunde Ernährung bietet die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte Bauern der Region gute Zukunftsperspektiven. „Vor allem Betriebe, die einen neuen Betriebszweig oder ein neues Einkommen schaffen wollen, können profitieren. Allerdings braucht man dafür schon ein gutes Händchen und ein Gespür, was Verbraucher wollen“, sagt Malin Krieg, Pressesprecherin des Kreisbauernverbandes Fulda-Hünfeld.

Krieg zufolge gibt es beim Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), einer staatliche Bildungs- und Beratungseinrichtung des Bundeslandes Hessen, ein spezielles Beraterteam für alle, die bei ihrem Antrag für eine einzelbetriebliche Investitionsförderung – etwa für ein Hofcafé mit Direktverkauf – Unterstützung benötigen. Aber nicht nur für Unternehmer, auch für Verbraucher wird viel getan. Wichtiger Ansprechpartner ist der Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises Fulda. Dort betreut die Mosbacherin Rieke Trittin (35), eine ausgebildete Agrarwissenschaftlerin, den „Erzeuger-Verbraucher-Dialog“. Einerseits würden sich immer mehr Verbraucher erkundigen, was es denn an Direktvermarkter-Angeboten überhaupt im Landkreis Fulda gebe, andererseits kämen immer wieder konkrete Anfragen zu Produkten. „Sehr häufig bekomme ich beispielsweise von Anrufern die Frage gestellt, wo diese Rhönschafsfleisch bekommen“, verrät sie. Sie verweist dann auf eine wichtige Informationsbroschüre des Landkreises Fulda und der beiden Regionalforen, den „Erlebnisführer Regionale Lebensmittel“. Dieser – bereits in dritter Auflage – listet aktuell 57 Direktvermarkter der Region und gibt einen umfassenden Überblick über regionale Produzenten und Genusserlebnisse. Landrat Bernd Woide (CDU) macht in der Broschüre deutlich, dass regionale Produkte für die Lebensqualität eine große Rolle spiele. Im Zuge des Hessentages soll 2020 eine neue Auflage erscheinen, kündigte Rieke Trittin an. Die Broschüre, die unter anderem eine Übersichtskarte der Anbieter enthält (siehe Grafik unten), sei beim Landratsamt in der Wörthstraße Fulda oder als PDF-Download auf der Website des Landkreises erhältlich. Direktvermarkter zu sein bedeute für die Anbieter in jedem Fall einen enormen Arbeitsaufwand, sie unterliegen jeder Menge wiederkehrender Kontrollen, schildern Trittin und Krieg im Interview mit unserer Zeitung. Die Bandbreite reiche von Etikettierungsvorschriften über Vorgaben, wie die Küche aussehen muss, bis hin zu extra Lagerräumen, die vorgehalten werden müssen. Deshalb sei auch nicht jeder Betrieb geeignet. „Egal ob drei oder 40.000 Schweine in der Woche geschlachtet werden, die Vorschriften sind annähernd die gleichen.“ Verbraucher wollten heutzutage sehen, woher die Lebensmittel stammen. „Anbieter müssen bereit sein zu sagen: Jawoll, kein Problem, dann lade ich Sie mal in unseren Betrieb ein“, schildern die beiden Agar-Expertinnen die Erwartungshaltung von Verbrauchern. Nicht zuletzt informieren Kreisbauernverband und der Fachdienst Landwirtschaft gemeinsam auf Aktionsständen – zum Beispiel beim „Tag der Regionen“, auf der Kreistierschau oder auf Hoffesten wie zum Beispiel von antonius Netzwerk Mensch.

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