Menü Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Neuer Stern am Medicus-Himmel: Sascha Kurth als Rob Cole Foto: Michael Eloy Werthmüller

Für viele war’s das vierte Mal

am 17.07.2019

Fulda im Musical-Fieber: Nach der „Päpstin“ feierte jetzt „Der Medicus“ Premiere

FULDA (cle). Haben Sie den „Medicus“ schon mal gesehen? Die Frage bei der Premiere des Musicals am Samstagabend im Schlosstheater war wohl eher eine rhetorische. Denn viele Gäste kannten ihn schon.  Und wie sich herausstellte, war es für manch einen sogar schon das vierte Mal. 

Ob das erste, zweite, dritte oder vierte Mal – eins steht fest: Das spotlight-Musical „Der Medicus“ nach dem Weltbestseller von Noah Gordon ist immer wieder sehens-, ja erlebenswert. Erstklassige Künstler, berührende Liedtexte, extravagante Kostüme und ein opulentes Bühnenbild. Das alles ließ das Publikum bei der Premiere nicht nur jubeln, es gab Dauerapplaus. Und so waren selbst die, die das Musical schon kannten, völlig aus dem Häuschen. Darunter Mick Knauff, Börsenexperte und TV-Finanzjournalist. Er hat den Medicus nun das zweite Mal gesehen und bekannte sich als regelrechter Spotlight-Musical-Fan: „Würden Sie es sich auch ein drittes Mal anschauen?“ „Na klar! Aber als Nächstes steht die Premiere von ‚Bonifatius‘ auf dem Domplatz an“, sagte er. Der Frankfurter liebt die Musicals in Fulda.
Bereits bei der Uraufführung 2016 wurde das Top-Niveau des spotlight-Musicals gelobt. Und weil das Niveau so hoch bleiben sollte, hatten die Macher von spotlight bereits für 2017 mit Verbesserungen und Ergänzungen noch mal eins draufgelegt. Denn eine Kopie von den vergangenen Jahren kam für spotlight-Musical nicht in Frage. In diesem Jahr gibt es ein neues Gesicht:  Sascha Kurth in der Rolle des Rob Cole. Er hatte den Medicus Rob Cole zuvor bereits alternierend gespielt und steht 2019 mit der Hauptrolle im Mittelpunkt. Er spielt den jungen Engländer Rob Cole, der im London des frühen Mittelalters aufwächst und die Geheimnisse der Medizin erlernen will. Der Schauspieler schaffte eine totale Identifikation mit seiner Bühnenfigur. Durchweg begeisterte er in seiner Rolle. Die Liebste von Rob Cole verkörpert Johanna Zett als Mary Cullen. Viele kennen sie schon aus der Spielzeit 2017. Das Publikum war von ihrer schauspielerischen und gesanglichen Leistung  sowie ihrer schönen, warmen Stimme begeistert.
Brilliant war auch Christian Schöne, der den Schah Karim spielt und dessen opulente und extravagante Lebensweise überzeugend darstellte. Ihn kennen viele aus dem „Medicus“ 2017 und aus „Die Päpstin“ in diesem Jahr. Man merkte, dass er sich wohlfühlt auf der Bühne im Schlosstheater: „Ich spiele gerne in Fulda.“ In der Vergangenheit wurde er bundesweit durch seine Teilnahme bei „Deutschland sucht den Superstar“ populär. Im Schlosstheater Fulda scheint er sich allerdings zuhause zu fühlen.
Neu dabei (im Vergleich zu 2017) ist Ethan Freeman als als Heiler und väterlicher Lehrmeister Ibn Sina.  Herausragend war auch die Leistung des spielfreudigen Ensembles mit seinen Choreographien. Man sah den Tänzern an, mit wie viel Leidenschaft sie dabei sind.
Ebenso eroberten die Kinder die Herzen des Publikums im Sturm. Das gesamte Ensemble schaffte es, Emotionen durch die Lieder zu transportieren.
Komponist Dennis Martin wiederum gelang es zusätzlich, einen Teil der Handlung durch seine Lieder dem Publikum nahezubringen. Eine wahre Meister-Leistung, schließlich ist es gar nicht so einfach, ein 600 Seiten starkes Werk für die Bühne zu adaptieren. Und somit können sich die Musical-Macher sicher sein: Der ein oder andere wird sich das Musical auch noch ein weiteres Mal ansehen – und sei es das fünfte Mal. Zumindest lassen das die Standing Ovations der knapp 700 Gäste vermuten. Anschließend gab es auch wieder die Premierenparty mit tollem Essen und Getränken. Dabei plaudeten  die Gäste mit den Darstellern. 

Social Button Facebook Social Button Facebook - Wide
Social Button Google+ Social Button Google+ - Wide
Social Button Twitter Social Button Twitter - Wide