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139 Aussteller werden ab morgen auf der Bildungsmesse 2019 im Esperanto über 161 Ausbildungsberufe informieren. Von rechts: Landrat Bernd Woide, Stephan Schmitt (Schulamt Fulda), IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt, Waldemar Dombrowski (Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda), Dr. Herbert Büttner (Kreishandwerkerschaft) und Fuldas Bürgermeister Dag Wehner nach der Pressekonferenz. Foto: Mirko Luis

Hessenweiter Leuchtturm

am 14.06.2019

Landrat Bernd Woide: „Bildungsmesse ist zugleich eine Chancenmesse“

FULDA (mlu). In Vorbereitung der 13. Bildungsmesse im Kongresszentrum Esperanto wurde eifrig gebohrt und gehämmert. Morgen und am Montag – bei freiem Eintritt – werden 139 Aussteller auf 4.300 Quadratmetern über insgesamt 161 Ausbildungsberufe sowie zahlreiche Weiterbildungs- und Studienangebote informieren.

„Aus meiner Sicht ist die Wahl der Berufsausbildung die wichtigste Entscheidung im Leben eines jungen Menschen. Es gibt, wie ich glaube, nichts Wichtigeres. Selbst die Partnerwahl ist dem nachgeordnet, denn wenn ich beruflich nicht zufrieden bin, dann kann ich auch kein glückliches Leben führen“, sagte Dr. Christian Gebhardt, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda auf der gemeinsamen Pressekonferenz der Veranstalter (IHK Fulda, Landkreis Fulda, Kreishandwerkerschaft Fulda, Stadt Fulda, Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda) im Vorfeld des Events, zu dem Tausende Besucher aus nah und fern erwartet werden. Eine ganz wichtige Herausforderung bestehe darin, jungen Menschen Hilfestellung zu geben, um zu vermeiden, dass sie ihren Beruf erst auf Umwegen finden, ergänzte Gebhardt. Ihm zufolge ist die Bildungsmesse ein klares Bekenntnis der Ausbildungsbetriebe, den Nachwuchs im eigenen Unternehmen zu qualifizieren, denn nur so lasse sich die Wettbewerbsfähigkeit erhalten. „Die Bildungsmesse wirkt auf mich wie der Leuchtkegel eines Leuchtturms, der eigentlich in ganz Hessen gesehen werden müsste“, so Gebhardt.
Für Landrat Bernd Woide (CDU) ist die bevorstehende Veranstaltung nicht nur eine Bildungsmesse, sondern eine „Chancenmesse“. Die Berufswahl sei eine wichtige Entscheidung, die familiär vorbereitet werden sollte. Und in diesem Sinne brächten sicher viele Schulabgänger, die noch auf der Suche nach der passenden Ausbildung sind, Vater, Mutter und vielleicht sogar die Großeltern mit, von denen vielleicht einer der Partner in einem der ausstellenden Unternehmen gearbeitet habe und dort noch jemand kenne.
Allein das Handwerk biete eine Bandbreite von 130 Ausbildungsberufen, wies Dr. Herbert Büttner, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fulda, auf die Vielfalt der Möglichkeiten hin. Allerdings würden sich 90 Prozent der Jugendlichen davon nur für zehn populäre Berufe entscheiden, während die restlichen 120 Berufe nahezu unbekannt seien. Genau diese Wissenslücke könne mit der Bildungsmesse beseitigt werden.
„In keiner anderen Region Hessens sind die Ausbildungsmöglichkeiten so gut wie im Landkreis Fulda“, betonte Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. 1.250 Bewerber der Region Fulda hätten sich seit Oktober 2018 bei seiner Agentur gemeldet, zeitgleich seien 2.600 offene Stellen rekrutiert worden.
Fuldas Bürgermeister Dag Wehner wies auf den Fachkräftemangel in erzieherischen Berufen sowie in Pflegeberufen hin, den die Stadt spüren. „Wir steuern in diesen Berufsgruppen in eine Situation hinein, die bedenklich ist“, ergänzte er mit Blick auf die Bemühungen, geeignetes Personal zu finden. Zumal es in den genannten Berufen seitens des Gesetzgebers klare personelle Vorgaben gebe. Wehner zufolge richte die Stadt bei der Personalsuche den Blick längst bis ins europäische Ausland hinaus.
Stephan Schmitt, Leitender Regierungsdirektor des Staatlichen Schulamts Fulda, rechnet damit, dass die meisten Schüler gezielt auf die Stände zugehen. So seien deren beruflichen Grundinteressen sowie Stärken und Schwächen im Rahmen von Potenzialanalysen ermittelt worden.

Info

Die Bildungsmesse 2019 ist am Sonntag von 10.30 bis 17 Uhr und am Montag von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

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