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In Fuldas Westen gibt es eine steigende Nachfrage nach Kinderbetreuung. Fotos: Stadt Fulda

Spatenstich in Sickels

am 05.06.2019

Neubau für Kita „Pippi Langstrumpf“ / 3,6 Millionen Euro Investitionsvolumen

FULDA. Spatenstich für ein 3,6-Millionen-Euro-Projekt: Bei einem gemeinsamen Termin mit Planern, Bauleuten und künftigen Nutzern haben Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Bürgermeister Dag Wehner und Stadtbaurat Daniel Schreiner  kürzlich den symbolischen Startschuss für ein wichtiges Infrastrukturvorhaben in Fuldas Westen gegeben: den Neubau der Kin-dertagesstätte „Pippi Langstrumpf“ in Sickels.

Seit Kurzem rollen die Bagger auf dem gut 6000 Quadratmeter großen Grund-stück neben der ehemaligen Sickelser Schule. Hier entsteht – direkt gegenüber dem bisher als Kindergarten genutzten früheren Schulgebäude – ein komplett neues Kita-Gebäude in eingeschossiger Bauweise, das künftig die Betreuung von bis zu 102 Kindern in fünf Gruppen ermöglichen soll. Bislang bot die Kita „Pippi Langstumpf“ 62 Plätze, aufgeteilt auf zwei Ü3-Gruppen (à 25 Kinder) plus eine U3-Gruppe (mit zwölf Plätzen). Nach der geplanten Fertigstellung der neuen Kita im Sommer 2020 wird es dann drei Ü3-Gruppen (à 25 Kinder), eine U3-Gruppe (zwölf Plätze) sowie eine altersgemischte Gruppe (15 Plätze) geben. Theoretisch kann sogar noch eine sechste Gruppe im neuen Gebäude Platz finden, erläuterten Bürgermeister Wehner und Christof Jürissen, Abteilungsleiter im Amt für Jugend, Familie und Senioren.
Hintergrund für den barrierefreien Neubau, der sich künftig im Bereich eines ge-planten kleineren Neubaugebiets befinden wird, ist die steigende Nachfrage nach Kinderbetreuung in Fuldas Westen.

Steigender Bedarf an Plätzen

Vor allem durch das seit zwei Jahren entstehende größere Neubaugebiet „Am Pröbelsfeld“ zwischen Sickels und Neuenberg, in dem viele junge Familien gebaut haben, sowie durch das kleinere Neubaugebiet am Westrand des Stadtteils wird der Bedarf an Kita-Plätzen weiter steigen. Die Räume der bisherigen Kita sollen nach dem Umzug der „Pippi Langstrumpf“ zunächst als mögliches Ausweichquartier im Falle von Sanierungen anderer Kitas oder städtischer Einrichtungen erhalten bleiben.
Eine Besonderheit beim Neubau ist die Tatsache, dass sowohl die Entwurfsplanung als auch die Tragwerksplanung und die EnEV-Prüfung (Energieausweis) hausintern durch Fachleute im Gebäudemanagement der Stadt Fulda ausgeführt wurden. Die Ausschreibung und die Bauleitung hat dann das Architekturbüro Reich + Kratz aus Fulda, die Freiflächenplanung kommt vom Büro Elmar Herget aus Eichenzell. Das Gebäude erhält ein begrüntes Flachdach, das auch die Installation einer Photovoltaik-Anlage ermöglicht. Im Außenbereich sind zwei verschiedene Spielbereiche geplant – einer für die Unter-3-Jährigen und einer für die älteren Kinder, jeweils mit überdachter Spielterrasse, damit die Kinder auch bei schlechtem Wetter an die frische Luft gehen können.

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