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Kriminaloberrat Daniel Muth (von links), Polizeipräsident Günther Voß und Polizei-Pressesprecher Dominik Möller stellten die Kriminalstatistik 2019 vor. Foto: Mirko Luis

„Leben in Osthessen ist sehr sicher“

am 13.03.2019

Kriminalstatistik 2018 vorgestellt / „Senioren auf Zack“ etabliert

FULDA (jh). Mit 67,7 Prozent ist die Aufklärungsquote des Polizeipräsidiums Osthessen  die beste Quote seit dessen Bestehen – also seit 2001. Es ist eine von vielen erfreulichen Zahlen der Kriminalstatistik 2018.

„Die Zahlen sind gut, sehr gut“, sagte Polizeipräsident Günther Voß bei der Pressekonferenz am Montag zur polizeilichen Kriminalstatistik 2018. „Es sind Zahlen, die für unsere Arbeit sprechen“, betonte er. „Anders formuliert: Wir leben in Osthessen sehr sicher.“
Aber nicht nur die Aufklärungsquote sei auf einem historischen Spitzenplatz, sondern auch die Fall- und Häufigkeitszahl. „Die Kriminalitätsbelastung bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau“, so Daniel Muth, Leiter der Kriminaldirektion. Pro 100.000 Einwohner hat die Landespolizei Osthessen 4.017 Straftaten registriert. Im Vergleich: Die Kriminalitätsbelastung des gesamten Bundeslandes Hessen liegt bei 5.971 Straftaten. „Die Zahlen belegen erneut, dass das Polizeipräsidium Osthessen – wie bereits in den vergangenen Jahren – eine erfolgreiche Arbeit geleistet hat und eine der sichersten Regionen in Hessen ist“, betonte Polizeipräsident Voß.
Wohnungseinbruchsdiebstähle habe die osthessische Polizei 2018 insgesamt 281 Fälle verzeichnet – ebenfalls ein historischer Tiefstand. Im Vergleich zum Vorjahr ist es eine Abnahme von 4,7 Prozent. „Die 300-Marke ist erneut unterschritten. Dennoch ist jeder Einbruch einer zu viel, weil immer in die Privatsphäre eines Menschen eingegriffen wird“, sagte Kriminaloberrat Daniel Muth. Doch er sei froh, berichten zu können, dass die Fallzahl im Vergleich zu 2016 sogar um 30 Prozent gesunken ist. „Der starke Rückgang dürfte mit dem Kontrolldruck zusammenhängen. Wir versuchen jeden Fall aufzuklären.“ Die Aufklärungsquote der Wohnungseinbruchsdiebstähle liegt übrigens bei 19,2 Prozent.
Weniger erfreulich sei allerdings, dass die Gewalt gegen Polizeibedienstete zunehme, wie Polizeipräsident Voß berichtete. Im Jahr 2018 wurden 312 Beamte als Opfer registriert, 2017 waren es 251. „Deswegen haben wir sofort gehandelt und in neue Schutzausstattung investiert“, berichtet Voß. Die ballistischen Schussschutzwesten sind nun zusätzlich mit Stichschutz ausgestattet. Zusätzlich schützt die Beamten ein Schnittschutzschal, ein neuer Helm und Body-Cams. „Wie viel und welche Ausrüstung wir tragen, richtet sich je nach Einsatz. Aber auf Streife tragen wir ab jetzt immer die neuen Westen“, berichtet Streifenpolizist Kilian Klimek. Die moderne Ausstattung sei sowohl zum Schutz, als auch zur Abschreckung. „Wenn die Täter sehen, dass wir Kameras an uns tragen, die ihr Verhalten aufzeichnen, leisten sie meistens keinen Widerstand mehr.“
Zur Bekämpfung der Kriminalität sind im vergangenen Jahr zwei „Meilensteine“ im osthessischen Polizeipräsidium eingerichtet worden, die Voß vorstellte. Zum einen das zentrale Analyse- und Auswertezentrum, in dem sich fünf Beamte ausschließlich mit der Auswertung einer Tat beschäftigen. Die Arbeit der Polizisten sei effektiver, Tat-, Täter- und Objektzusammenhänge würden sich besser erkennen lassen. Zum anderen wurde ein Kriminaldauerdienst eingerichtet, in dem 13 Beamte tätig sind. „Durch den Kriminaldauerdienst verfügen wir rund um die Uhr über Fachkompetenz“, erklärte Voß. „Die Rufbereitschaft wurde abgeschafft. Die Beamten sind entlastet, weil sie nicht mehr aus dem Schlaf gerissen werden.“
Um die Generation ab dem Alter 65+ zu sensibilisieren, wurde die Präventionskampagne „Senioren sind auf Zack“ im vergangenem Jahr ins Leben gerufen. „Unser Ziel ist es, Seniorinnen und Senioren vor Betrügern und Einbrechern zu schützen, ihnen Tipps und Ratschläge zu geben, um auch noch im hohen Alter mobil und unabhängig zu sein, aber auch zu erkennen, wenn es Zeit ist die Finger vom Steuer zu lassen“, betonte Günther Voß. Deswegen solle die Kampagne auf jeden Fall für die Zukunft etabliert bleiben.

Zahlen des Landkreises Fulda

- 4.008 Straftaten pro 100.000 Einwohner: Die Häufigkeitszahl des Landkreises Fulda liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt (5.971 Straftaten pro 100.000 Einwohner)
- die Aufklärungsquote liegt bei 69,2%
- 4.473 Tatverdächtige wurden ermittelt
- 20 Straftaten gegen das Leben wurden registriert
- 120 Straftaten gegendie  sexuelle Selbstbestimmung
- 1.379 Rohheitsdelikte
- 1.015 Körperverletzungen
- 1.573 Einfache Diebstähle
- 880 Schwerere Diebstähle
- 66 Umweltkriminalitäten
- 2.140 Vermögens- und Fälschungsdelike
- 1 Mord
- 16 Totschlags-Straftaten
- 3 fahrlässige Tötungen
- 567 Rauschgiftdelikte
- 1.319 Taten der Straßen-kriminalität

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