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Der Städtische Konzertchor Winfridia gratuliert auf musikalische Weise. Foto: Veranstalter

Winfridia gratuliert zum Fuldaer Stadtjubiläum

am 13.03.2019

„Fuldensie I – Musik für die Lebenden“

FULDA. Der Städtische Konzertchor Winfridia gibt am Samstag, 6. April, um 19.30 Uhr ein Konzert in der Orangerie in Fulda.

Wenn Fulda Geburtstag feiert, ist es für den Städtischen Konzertchor eine Selbstverständlichkeit, auf musikalische Weise zu gratulieren. So gestaltet die Winfridia im Lauf des Jahres zwei  Konzerte, die programmatisch einen Bezug zu Fulda besitzen. Das erste Konzert findet unter dem Motto „Fuldensie I – Musik für die Lebenden“ am Samstag, 6. April, in der Orangerie statt. Der Konzertchor präsentiert unter der Leitung von Chordirektor Carsten Rupp (BDC) gemeinsam mit den Solisten Tina Bier (Sopran), Cornelia Sander (Alt), Bavo Orroi (Bariton) sowie der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms, die weniger bekannte Ouvertüre zu der Oper „Arria“ von Hugo Staehle und das „Requiem Ebraico“ von Erich Zeisl.
Der Begriff „Fuldensie“ im Programmtitel ist bewusst gewählt. Steht die Bezeichnung „Fuldensien“ im ursprünglichen Sinne für (Heimat-) Literatur aus bzw. über Fulda, möchte die Winfridia mit ihren beiden Konzerten zeigen, dass Fulda auch auf dem Gebiet der klassischen Musik Besonderes zu bieten hat und sich verschiedene Verknüpfungen mit der Stadt und seinen Bewohnern herstellen lassen.
Ganz offensichtlich ist der Bezug zu Fulda bei Hugo Staehle, denn der Komponist wurde 1826 in Fulda geboren. Seine Oper „Arria“ geriet allerdings nach erfolgreicher Uraufführung in Kassel in Vergessenheit. Dem Städtischen Konzertchor ist es gerade im Jubiläumsjahr der Stadt Fulda ein besonderes Anliegen, das Werk dieses Komponisten wieder in Erinnerung zu rufen. Während in dem Frühjahrskonzert mit der Ouvertüre zu der Oper „Arria“ lediglich ein kleiner Ausschnitt seines Schaffens auf dem Programm steht, wird das Herbstkonzert im September insgesamt dem Komponisten Hugo Staehle gewidmet sein.
In Fulda quasi „zu Hause“ ist das „Deutsche Requiem“ von Johannes Brahms, war es in der Domstadt doch schon des Öfteren zu hören. Dagegen zählt „Ebraico“ von Erich Zeisl vermutlich zu den unbekannten Werken. Die Verbindung zu Fulda zeigt sich beim Blick auf seine Biografie: Als in Wien geborener Jude erhielt er in der Zeit des Nationalsozialismus Arbeitsverbot und musste schließlich emigrieren. Auch in Fulda, weithin als katholisch geprägte Stadt bekannt, gab es eine starke jüdische Gemeinschaft. Die Lebensläufe zahlreicher Fuldaer Juden weisen Parallelen zu dem Schicksal Zeisls auf, worin auch die Verknüpfung zu den „Fuldensien“ zu sehen ist.
Der im Motto enthaltene Leitgedanke „Musik für die Lebenden“ scheint auf den ersten Blick im Widerspruch zu den ausgewählten Werken zu stehen. Doch sowohl Brahms als auch Zeisl wollten ihr Requiem ausdrücklich nicht als Trauermusik, sondern eher als Trost, Hoffnung und Lichtblick verstanden wissen, also im besten Sinne als „Musik für die Lebenden“.

Tickets

Tickets für die Veranstaltung des Städtischen Konzertchors Winfridia am 6. April zum Stadtjubiläum gibt es unter anderem in allen Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung: Peterstor 18, Frankfurter Straße 8, Kiosk im Klinikum Pacelliallee 4; Hünfelder Zeitung: Fuldaer Berg 46; Kinzigtal Nachrichten: Schlüchtern, Obertorstraße 16 sowie beim  Schlitzer Bote: Schlitz, Ringmauer 7.

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