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Fregattenkapitän Martin Schwarz (war bis Donnerstag Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders), Flotillenadmiral Christian Bock (Kommandeur Einsatzflotille 1) und Christian Meister (Neuer Kommandeur 3. Minensuchgeschwader) bei der Kommandoübergabe. Foto: Bundeswehr

„Wieder da, wo der Wind weht“

am 28.01.2019

Kommandowechsel bei der Marine: Fuldaer Christian Meister übernimmt Geschwader

FULDA/KIEL (MK). Der Kommandeur der Kieler Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock (49), hat am Donnerstag das Kommando über das 3. Minensuchgeschwader in Kiel übergeben. Neuer Kommandeur ist der 41-jährige Fregattenkapitän und gebürtige Fuldaer Christian Meister. Das berichtet die Deutsche Marine in einer Pressemitteilung.

Der Fregattenkapitän, der in Bad Salzschlirf aufgewachsen ist, wechselt aus dem Verteidigungsministerium zurück ins 3. Minensuchgeschwader. Dort hat er schon als Wachoffizier, Kommandant und stellvertretender Geschwaderkommandeur diente. Zu seinem neuen Dienstort sagt der vorherige Personalführer des Spitzenpersonals der Marine und Nachrichtendienste: „Endlich bin ich wieder da, wo der Wind weht. Seefahrt und die Kameradschaft unter Marinesoldaten - darauf freue ich mich. Denn hier komme ich her.“
Der scheidende Kommandeur Fregattenkapitän Martin Schwarz (47) sagte nach seiner rund zweieinhalbjährigen Zeit an der Spitze der deutschen „Mineure“: „Kommandowechsel in der Marine sind Routine – solange es nicht der eigene ist.“ Er trägt schon das NATO-Emblem an der Uniform. Vor zwei Wochen hat er nämlich das Kommando über den Ständigen Minenabwehrverband der Allianz „Standing NATO Mine Countermeasures Group 2“ übernommen – ist also weiterhin Kommandeur. Ab Mitte Februar wird er von seinem Flagg- und Führungsschiff Tender „Werra“ aus den international besetzten Marineverband im Mittelmeer und im Schwarzen Meer führen. 
An die etwa 800 Soldaten des Geschwaders gewandt, forderte Flottillenkommandeur Bock auf, „angesichts des Umbruchs an der Geschwaderspitze nicht Schwarz zu sehen. Und dem Neuen zu gestatten, sein Geschwader kennenzulernen. Denn es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ Letzterer Fregattenkapitän Meister kehrt als Kommandeur dorthin zurück, wo er in der Marine herkommt, wo er seiner Erfahrungen sammeln konnte, wo er als junger Offizier und als Kommandant geprägt wurde. Und machte auch gleich klar, worum es ihm geht: „Herzblut und Können bestimmen die Qualität unseres Handwerks. Zusammen mit den Minentauchern des Seebataillons bilden wir die Fähigkeit zur Minenkriegführung in der Deutschen Marine ab. Um es auf den Punkt zu bringen: Es gibt nur uns.“
Infos zum Geschwader
Im Kieler 3. Minensuchgeschwader mit dem prägnanten Elchkopf als Wappen dienen etwa 800 Soldaten. Zum Geschwader gehören Minenjagdboote, die Unterwasserminen mit ferngelenkten Drohnen bekämpfen können. Von Bord der Minentauchereinsatzboote des Verbands können Minentaucherteams operieren, die Minen und Munition auch an schwer zugänglichen Stellen wie Hafenanlagen, an Strandabschnitten oder auch an Land unschädlich machen.
Außerdem setzt das Geschwader Minenräumgeräte ein, die unbemannt und von Bord eines Minensuchers ferngelenkt in verminten Seegebieten eingesetzt werden können. Das Geschwader stellt dauernd und zuverlässig Boote für die beiden Ständigen NATO-Minenabwehrverbände in den Gewässern rund um Europa. Die nächste Geschwaderübung wird mehrere der Kieler Boote zusammen mit Einheiten aus verbündeten Ostseemarinen im März ins Baltikum führen. Von dort stammt übrigens auch der Elchkopf. Er war nämlich einmal das Wappen der 3. Räumbootsflottille im heutigen Baltijsk (Russische Föderation).

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