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Christian Wehner ist Business Development Manager Digital bei der Fuldaer Agentur heldenzeit. Foto: Michael Eloy Werthmüller

„Online- und Offline-Handel ergänzen sich“

am 02.01.2019

Interview mit Web-Experte Christian Wehner von der Fuldaer Agentur heldenzeit / Kostenloser Infoabend

FULDA (MK). Onlineshopping boomt und immer mehr Einzelhändler überlegen, ob sie neben ihrem Ladengeschäft auch einen Webshop führen sollen. Wertvolles Grundlagenwissen für diese Entscheidung können Geschäftsleute am 16. Januar sammeln. Dann nämlich lädt Christian Wehner zu einem kostenlosen Informationsabend ein (siehe Infokasten).

Als Business Development Manager Digital bei der Fuldaer Agentur heldenzeit ist der 39-Jährige ein echter Web-Experte, der seit vielen Jahren heimische Unternehmen erfolgreich auf den Weg ins Online-Geschäft begleitet. Im MK-Interview gewährte er uns einen kleinen Einblick in das komplexe Thema.

Das meiste Geld im Weihnachtsgeschäft wurde – allen Unkenrufen zum Trotz – nicht online sondern in den Einkaufsstraßen unserer Innenstädte ausgegeben. Sieht der Einzelhandel die Zukunft vielleicht ein bisschen zu schwarz?
Wehner: Nein, aber man darf sich immer eines Besseren belehren lassen: Vor über zwanzig Jahren waren viele Menschen der Meinung, das Internet setzt sich nicht durch. Heute hat nicht nur jedes Unternehmen, sondern auch Organisationen und Vereine eigene Websites und oft auch die zugehörigen Social-Media-Kanäle. Der stationäre Handel hat also guten Grund, das Thema Onlineshopping ernst zu nehmen.

Die permanent steigende Zahl an Webshops und die Allmacht von Online-Riesen wie Amazon sind also auch langfristig eine ernstzunehmende Konkurrenz oder gar Bedrohung für den Einzelhandel?
Wehner: Hier hat mittlerweile tatsächlich ein Umdenken eingesetzt: Immer mehr Geschäftsleute tragen sich mit dem Gedanken, ihre Waren nicht nur analog im Laden sondern auch digital im Internet zu verkaufen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und wesentlich sinnvoller, als verängstigt vor der vermeintlichen digitalen Übermacht zu kapitulieren.

Sie raten dem lokalen Handel also zu eigenen Webshops – wie steigen Unternehmer da üblicherweise ein und was wäre Ihrer Meinung nach der richtige Weg?
Wehner:  Die meisten unter uns haben – zumindest im Privatleben – schon einmal etwas bei eBay verkauft. Der lokale Handel liebäugelt auch oft mit digitalen Shops bei Internetplattformen wie Amazon. Man kann allerdings auch auf seiner eigenen Website einen eigenen Onlineshop eröffnen – wenn man das Thema digitaler Handel nicht als Experiment, sondern als neuen Geschäftszweig begreift, muss man sich sehr gründlich mit dem Themenbereich auseinandersetzen.

Wie findet jetzt der einzelne Unternehmer heraus, welcher für ihn der richtige Weg ist?
Wehner: Hier möchte ich mit dem Infoabend einen Kompass an die Hand geben. Ich stelle die verschiedenen Wege vor und erläutere, wie man sie gut vorbereitet gehen kann. Amazon und eBay bieten ihren Verkäufern ein gemachtes Nest: Hier sind viele Dinge vorbereitet, die die Abläufe für den Händler vereinfachen – das lassen sich die Unternehmen dann aber auch entsprechend bezahlen. Baut man sich einen eigenen Onlinehandel auf, hat man zwar eine größere Anfangsinvestition, dann aber auch wesentlich mehr Rendite und bleibt unabhängig. Außerdem bietet der eigene Webshop dem Einzelhändler einen Mehrwert, der unterm Strich bedeutet: Diese Lösung ist meist die bessere – im Vergleich zum Beispiel mit Amazon.

Eine bessere Lösung als Amazon. Das klingt verlockend, aber auch ein wenig dick aufgetragen, oder?
Wehner: Beim Informationsabend will ich veranschaulichen, welche Vorteile diese Form des Onlinehandels bringt: Absatzpotenziale abschöpfen, die sonst bei anderen Anbietern landen, dann die Funktion als Kundenbindungsinstrument – Stichwort Click & Collect – oder die Ansprache neuer, überregionaler Kunden. Das ist aber noch nicht alles. Wenn man das Projekt gründlich aufsetzt, profitiert das Unternehmen auch in Bereichen davon, die man zunächst gar nicht im Blick hatte.

Wie ist das zu verstehen? Freuen sich dann vielleicht die Buchhaltung oder die Lagerlogistik über weniger Arbeit? 
Wehner: So ähnlich. Verkürzt lässt sich vielleicht sagen: Jeder Händler sollte größtes Interesse haben, dass sein analoger und sein digitaler Laden auf ein gemeinsames Warenwirtschaftssystem zugreifen können. Idealerweise sind auch das Kassen- und Zahlungssystem angebunden, so dass Gutscheine online eingekauft und im Laden eingelöst werden können. Durch diese Anbindungen ergeben sich echte Synergie-Effekte, denn hinter den Kulissen des Unternehmens werden damit viele Prozesse schlanker und reibungsloser. Geschäftsleute haben dabei jederzeit einen transparenten Blick auf ihren Bestand und die Geschäftsentwicklung und können vor dem Hintergrund der Auswertungen und Kennzahlen des Systems leichter unternehmerische Entscheidungen treffen.

Heldenabend für Einzelhändler

Welche Chancen bringt ein der Onlinehandel für mein Ladengeschäft? Reicht es aus, bei Amazon und eBay zu handeln, oder brauche ich einen eigenen Webshop? Und wenn ja: Wie koordiniere ich die Online-Welt mit dem Offline-Angebot? Antworten auf diese Fragen hat der Web-Experte Christian Wehner von der Agentur heldenzeit, der am Mittwoch, 16. Januar 2019, um 19.30 Uhr zu einem kostenlosen Infoabend in das Medienzentrum Parzeller, Frankfurter Straße 8, 36043 Fulda einlädt. Die Teilnehmerzahl für diesen Heldenabend ist limitiert, damit auch Fragen aus dem Publikum beantwortet werden können.

Deshalb ist eine Anmeldung unter Telefon (0661) 280684 oder unter www.heldenzeit.marketing/heldenabend unverzichtbar.

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