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Hellauf begeistert von der Bürgermeister-Wette sind die Vorschulkinder aus dem Kindergarten Schneckenhaus Künzell-Bachrain, die schon fleißig Mitras mit Leiterin Nadine Neidert-Nebel (Hintergrund links) und Erzieherin Sonja Kraus basteln. Sollte der Bürgermeister seine Wette gewinnen, müssen die Bachrainer Nikoläuse – als Bischof Nikolaus – allen Kindern Lebkuchen und Mandarinen bringen. Foto: Mirko Luis

„Wir zeigen, dass wir Mannskerle sind“

am 30.11.2018

Der mit 83 Jahren älteste Bachrainer Nikolaus, Rudolf Schleichert, gibt sich siegessicher

FULDA (mlu). „Der hat ja keine Ahnung. Es wird uns ein Vergnügen sein, Herrn Zentgraf zu zeigen, dass wir noch echte Mannskerle sind. Wette angenommen! Das Ding gewinnen wir ...“ Rudolf Schleichert (83), der älteste Aktive der Niko-lausaktion Bachrain, strahlt, als ihm Künzells charmante Pressesprecherin  Sabine Räth die Wettherausforderung von Bürgermeister Timo Zentgraf im Detail erklärt.

Seit 20 Jahren ist der stolze Vater von drei Töchtern und einem Sohn, Großvater von acht Enkeln und Urgroßvater von einem Urenkel mit den Gruppen der Nikolaus-Aktion Bachrain unterwegs – mittlerweile 17 an der Zahl. Sie bestehen aus dem Nikolaus, Knecht Ruprecht und einem Fahrer. Wobei der Ruhestandsbeamte, der auf der Direktion der Deutschen Bundesbahn in der Mainmetropole Frankfurt tätig war, lieber selbst das Steuer in der Hand hält. Er fühlt sich noch einigermaßen fit. „Immer wieder werde ich gefragt, wie lange ich das noch machen will“, steckt er dem Reporter. Spätestens nach einer halben Stunde, in der er von der Faszination erzählt, „strahlenden Kinderäugelchen“ gegenüber zu sitzen, weiß man die Antwort auch ohne dass Schleichert eine konkrete Jahreszahl genannt hätte. Solange ihn die Gesundheit trägt, wird er den wohl schönsten Job der Welt mit Leidenschaft und Liebe erledigen. Viel habe er erlebt – Menschen, die den Besuch des Nikolauses in Anwesenheit der eigenen Kinder ignorierten und den Fernseher lautstellten genauso wie eine Familie, die fein angezogen war und in der alle Kinder festlich musizierten, Klavier und Geige spielten. „Alle saßen drumherum und lauschten, das war eine super Stimmung“, erzählt Schleichert, dem sich jetzt noch die Haare aufstellen und die Tränen kullern, wenn er an solche emotionalen Herzensmomente denkt. Die Nikolaus-Aktion Bachrain hat in den 50 Jahren ihres Bestehens rund eine halbe Million Euro an Spenden gesammelt, welche sie vom ersten Tag ihres Bestehens an für behinderte Menschen gesammelt hat.
Vom 5. bis 12. Dezember ist es soweit, dann schwärmen die weit über die Landkreis-Grenzen hinaus bekannten Nikoläuse um Ober-Nikolaus Bernd Hendler wieder aus. Trotz des damit verbundenen Zeitaufwands glaubt Rudolf Schleichert, dass sich Timo Zentgraf irrt. „Klar bekommen wir die geforderten Nikoläuse zusammen“, sagt er. Andernfalls, also wenn Timo Zentgraf gewinnen sollte, müssen die Bachrainer Nikoläuse allen Kindern in den gemeindeeigenen Kindergärten Lebkuchen und Mandarinen bringen. Eigentlich auch keine schlechte Sache. Wir sind gespannt, wie die Wette ausgehen wird. Und berichten natürlich vom Event. Die Kinder sind jedenfalls aus dem Häuschen. Sie haben sich bereiterklärt, bei der Zählung der Nikoläuse zu helfen – ebenso wie beim Legen der großen Kerze. Egal, wie die Wette ausgeht, schon jetzt gehören alle Beteiligten zu den Gewinnern. „Ich finde die Idee total cool, weil es für alle Kulturen von immenser Bedeutung ist, in der Vorweihnachtszeit Gutes tun zu können“, lobt Kita-Chefin Nadine Neidert-Nebel.

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