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Bürgermeister Dag Wehner, Prof. Dr. Karim Khakzar, Tarek Al-Wazir, Martin Heun, Thomas Lang (Geschäftsführer der RhönEnergie Bus GmbH) und MdL Markus Meysner bestaunten den E-Bus, bevor es auf zur Jungfernfahrt ging. Fotos: Torsten Goßmann

Hessens erster E-Bus fährt in Fulda

am 09.10.2018

Jungfernfahrt des Sileo S 18 auf der Linie 6 mit Staatsminister Tarek Al-Wazir

FULDA. Hessens erster Elektro-Bus rollt durch die Barockstadt Fulda:Mit einem edlen Look und in sattem Grün bedient der moderne Sileo S 18 der RhönEnergie Fulda ab sofort die Linie 6 vom Busbahnhof am Stadtschloss zur Hochschule.

„Das ist ein großer Tag, denn wir stehen hier vor dem ersten E-Bus, über den nicht nur geredet wird, sondern der auch wirklich fährt“, sagte Tarek Al-Wazir, Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister vor der Jungfernfahrt des Busses. Wir befänden uns, so der Minister weiter, im Klimawandel und deswegen müsse nicht nur die Energie-, sondern auch die Verkehrswende her. Für Fulda freute sich der Grünen-Politiker noch einmal besonders:„Andere Städte wären froh, wenn sie einen solchen Bus schon hätten.“
„Als zukunftsgerichteter Energieversorger stehen wir dem Thema Elektromobilität sehr offen gegenüber – nicht nur indem wir Lade-Infrastruktur aufbauen, sondern nun auch wegbereitend im ÖPNV“, betonte Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie. 2017 bot das Land Hessen die Förderung zur Anschaffung eines Elektrobusses an, die der regionale Versorger gern angenommen hatte (MKberichtete). Ein solches Fahrzeug ist, wie Heun schilderte, etwa doppelt so teuer wie sein dieselbetriebenes Gegenstück. „Ich bin mir aber sehr, sehr sicher, dass sie weitaus billiger werden, wenn sie erst einmal inMassen produziert werden“, meinte Tarek Al-Wazir.

Wissenschaftliche Analyse

In knapp zehn Minuten beförderte der erstaunlich leis, ja fast geräuschlose Bus seine Fahrgäste zum Campus der Hochschule Fulda. Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar ließ es sich dabei natürlich auch nicht nehmen, zusammen mit weiteren Ehrengästen an der Jungfernfahrt teilzunehmen.
Denn:Die Hochschule begleitet den Einsatz des E-Busses auf wissenschaftlicher Ebene. Es werden dazu vergleichende Messungen in dem Strom-Fahrzeug sowie in Diesel-Bussen ausgeführt. Damit will die Hochschule Einsatzfähigkeit, Ökologie und Wirtschaftlichkeit dieses neuen Busses anlaysieren.

Antrieb ohne Emissionen

Ausnahmslos durch elektrische Energie läuft der Antrieb des Gelenkbusses, der   mit Hochvoltbatterien ausgestattet ist. Sein Energieverbrauch beläuft sich auf 1,1 bis 1,3 kWh/km. Die Fahrt vom 240 Kilometer entfernten Salzgitter, wo das Hersteller-Unternehmen Sileo seinen Sitz hat, hat der Bus bereits gemeistert, ohne noch einmal an die Steckdose zu müssen, seine eigentliche Reichweite beträgt aber bis zu 400 Kilometer. Seine Höchstgeschwindigkeit hat er bei 80 km/h erreicht. Er verfügt über 44 Sitz- und 66 Stehplätzen, seine Länge beträgt 18,3 Meter, seine Breite 2,55.
Weil es keineEmissionen verursacht, leistet das Fahrzeug einen Beitrag zur Luftreinhaltung. „Hessen hat den Anspruch, Vorreiter auf dem Weg in die gleichzeitig klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft zu sein“, betonte Tarek Al-Wazir. Deswegen beteiligte sich das Land mit 228 000 Euro an den Anschaffungskosten. 

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