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Das ist die Antwort der Kreishandwerkerschaft Fulda auf den Fuldaer Rucksack, den prominente Gäste oft mit auf den Weg nach Hause bekommen:ein handwerklicher Werkzeugkoffer, gefüllt mit Bestem aus der Region. Er wurde Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (rechts) vom Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dr. Herbert Büttner (li.) und Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt überreicht. Foto: Mirko Luis

Kreishandwerkerschaft in Fulda in Hessen oft das Maß der Dinge

am 11.09.2018

Who is Who der Region feiert 100. Geburtstag / Tarek Al-Wazir Festredner

FULDA (mlu). Ein Jahrhundert alt, aber so stark und so selbstbewusst wie noch nie: Mit einem Galabend der Extraklasse feierten am Samstag 700 Gäste – darunter das Who ist Who der regionalen Wirtschaft und Politik – 100 Jahre Kreishandwerkerschaft Fulda. Der hessische  Wirtschaftsminister und Festredner Tarek Al-Festredner  Tarek Al-Wazir (Grüne) würdigte das Handwerk als einen wirtschaftlichen Motor und Stabilitätsfaktor, prägenden Faktor unserer Kultur und zentrales Element der Lebensqualität in Hessen. Es stehe für Heimatverbundenheit, wohnortnahe fachmännische  Diensleistungen, individuelle Produkte, regionale Wertschöpfung und Wohlstand.

Den Glückwünschen des Ministers schlossen sich – unterbrochen von musikalischen Darbietungen von „Songs for 2“, der Sandmalerin Ella Winter und dem Comedian Sebastian Reich mit seiner Puppe „Amanda“ – zahlreiche Grußwort-Redner an – unter ihnen Rolph Limbacher, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften Hessen. Gäbe es Kreishandwerkerschaften nicht, müsste man sie erfinden. Ob jährliche Bildungsmesse in der Esperantohalle oder die trendmesse Fulda mit über 30000 Besuchern an vier Tagen: Die Kreishandwerkerschaft Fulda sei in Hessen oftmals das Maß der Dinge. Limbacher zeigte sich der festen Überzeugung, dass die extrem niedrigen Arbeitslosenzahlen im Landkreis Fulda in direktem Zusammenhang mit dem Handwerk stehen. Landkreis, Kommunen, Städte und Gemeinden könnten nur prosperieren, wenn die selbstständigen Unternehmer des Handwerks für Beschäftigung sorgen, getreu dem Motto: Das Handwerk, die Wirtschaftsmacht von nebenan. „Wir, die Kreishandwerkerschaften, sind mit den angeschlossenen Innungen oft seit Generationen vor Ort verwurzelt, bilden junge Menschen aus, bieten Perspektiven für das ganze Leben und achten auf die Wirtschaftskreisläufe vor Ort“, betonte er. Im Anschluss an seine Rede zeichnete Limbacher Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt für dessen Engagement mit der Silbernen Ehrennadel der Arbeitsgemeinschaften der Kreishandwerkerschaft in der Bundesrepublik Deutschland aus. Der langjährige Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Fulda und Moderator des Abends,  Dietmar Weidenbörner, verwies während seiner spannenden Zeitreise durch 100 Jahre Handwerksgeschichte auf die Tatsache, dass Fuldaer Junghandwerker bei Landes- und Bundeswettbewerben, ja sogar Europa- und Weltmeisterschaften stets hervorragende Ergebnisse erzielen. Beispiel hierfür sei Georg Weißmüller aus Hünfeld, der das klassische Beispiel sei. „Er hat – Kompliment an die Lehrbauhalle – eine klassische Ausbildung gemacht, einen tollen Betrieb gehabt und mit seinem Europameistertitel gezeigt, dass er wirkliche handwerkliche Spitzenleistungen vollbringen kann – zuletzt habe er  – inzwischen  selbstständiger Fliesenlegermeister – an der Berufsweltmeisterschaft in Abu Dhabi  teilgenommen.
Landrat Bernd Woide (CDU) regte an, nicht nur immer über die vermeintlich zu niedrige Akademikerquote in Fulda zu reden. So gebe es seines Wissens keine Erhebung, die ermittle, wie hoch die Quote qualifizierter Handwerkerinnen und Handwerker sei. Genau das sei nämlich ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine Region mit einem prosperierenden Oberzentrum, aber auch mit einem vom Boom proftierenden ländlichen Raum. Mit „Gott schütze das ehrbare Handwerk“ verabschiedete sich der Landrat von der Bühne. Zuvor traf er den Nagel auf den Kopf: Das Handwerk, so Woide, verstehe nicht nur gut zu arbeiten, sondern auch zu feiern. Und genau das stellten die Gäste unter Beweis.

Blick in die Zukunft

Die Kreishandwerkerschaft ist Geschäftsstelle für die 18 Handwerkerinnungen in Stadt und Landkreis Fulda. Gegründet wurde sie im September 1918 als „Handwerksamt Fulda“.
Die Interessensvertretung geht auf eine andere erfolgreiche Organisationsform zurück: das mittelalterliche Zunftwesen. Moderne Nachfolger sind  Innungen.
Bereits 1898 wurde in Fulda ein Gewerbeverein eingerichtet – unter anderem, weil die Industrie zu einer ersten Gefahr für das Handwerk geworden war. Die ersten Jahrzehnte waren schwierig: Ab 1925 ging es mit dem Handwerk bergab, Innungen lösten sich auf, nach den Kriegen war es die Aufgabe der Kreishandwerkerschaft das Handwerk wieder auf die Beine zu bringen. Das gelang.
Handwerk hat goldenen Boden: Dieses Sprichwort gilt heute eigentlich mehr denn je. Die Auftragsbücher sind voll, die Geschäfte laufen, Berufseinsteigern winken gute Arbeitsbedingungen. Andererseits müssen die Betriebe in der osthessischen Region   auch Herausforderungen meistern.

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