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Markenzeichen vom mag.lab:Die „Elektro-Verteiler-und-Bespaßungskiste“, die der Verein bei Reisen zu Kongressen mitnimmt. Neben bunter Beleuchtung liefert diese Kiste dank großer Batterien und Steckdosen Strom. Außerdem können über ihre Monitore sich Mitglieder virtuell zu Vereinssitzungen hinzuschalten. Foto: tg

Informatik verstehen und selbst anwenden

am 16.05.2018

Hackerspace Fulda bietet offene Werkstatt für alle Technikinteressierten

FULDA (tg). Schon das Betreten ist wie ein Abtauchen in die Welt der Technik: Sven Reißmann hält sein Smartphone an eine an der Tür befestige Schließanlage. Eine kleine Leuchte springt von Rot auf Grün. Die verschlossene Tür öffnet sich. Damit steht der Weg ins Zuhause des Vereins „Magrathea Laboratories“, dem Hackerspace Fulda in der Buttlarstraße 1A, offen.

„Hackerspaces“ gibt es in ganz Deutschland. Es sind Orte, wo Hacker und Technikinteressierte zusammenkommen, um sich auszutauschen, zu basteln, zu reparieren, zu programmieren und an Projekten zu arbeiten. Besucher sind zu ihren Treffen willkommen. Denn: Moderne Technik ist überall und ist längst ein untrennbarer Teil unseres Lebens geworden. Aber:Verstehen wir sie auch?
Genau da kommt der Hackerspace ins Spiel:„Wir vermitteln Wissen, um Menschen den Weg in technische Selbstständigkeit zu zeigen, unser Vereinsraum ist also eine in Kooperation geteilte Werkstatt“, erklärt Dustin Frisch, Mitglied in Magrathea Laboratories, auch bekannt als mag.lab.

Wie es mit mag.lab begann

Seit 2008 gab es einen stets wechselnden Personenkreis, der unter jenem Namen jährlich am Chaos Communication Congress teilnahm, einem mehrtägigen Treffen der internationalen Hacker-Szene in Deutschland. Anschließend  fanden auch unregelmäßige Treffen für Technikaffine aus dem Raum Fulda statt. „Anfangs haben wir uns regelmäßig im Café Chaos getroffen“, erzählt Sven Reißmann. Schnell entstand die Idee, die unregelmäßigen Treffen zu einer festen Veranstaltungsreihe zu etablieren. Seit 2014 ist mag.lab ein eingetragener Verein mit rund 30 Mitgliedern, der in der Buttlarstraße 1A zuhause ist. Das mag.lab kommt wie genau die nerdige Informatiker-Werkstatt rüber, die man wohl erwartet:Überall finden sich Kabel, Drähte, Werkzeuge, Batterien, Adapter, Platinen und sogar ein 3D-Drucker. Und eben Menschen, die vor dem PCarbeiten. „Davon darf man sich aber nicht abschrecken lassen“, kommentiert Janine Zeidler vom mag.lab lachend.

Aufgezwungene Technik

Heutzutage werden Menschen regelrecht dazu gezwungen, sich mit moderner Technologie auseinanderzusetzen. „Wer jetzt zum Beispiel kein Whatsapp nutzt,wird in manchen Bekanntenkreisen ausgegrenzt“, gibt Sven Reißmann als Beispiel an. Andere Beispiele sind das Umstellen des Fernsehens von analog auf digital oder die Telefonie über IP-Technik statt über Kabel. Hier haben Menschen ebenfalls oft keine andere Wahl, als auf eine neue Technologie umzusteigen, um im wahrsten Sinne des Wortes nicht  den Anschluss zu verlieren. Und noch größer könnte die Tragweite sein, sollte wirklich einmal das Bargeld abgeschafft werden.
Deswegen ist es mag.lab wichtig, Menschen in Sachen IT aufzuklären und zwar aus neutraler Sicht auf die Technik. Sie stellen zum Beispiel dar, welche Macht Google hat, welche Gefahrenquellen es in den Weiten der Computerwelt gibt – sei es Phishing oder Trojaner – aber auch die Möglichkeiten. „Einmal pro Monat veranstalten wir ein ,Show and tell‘“, erklärt Dustin Frisch. An solchen Tagen stellen Mitglieder ihre Projektarbeiten vor. Diese reichen von Flugdrohnen  bis zu einem Scrabbel-Spiel, das aus Buchstaben-Tasten einer Computer-Tastatur bestehht,.
Überhaupt gibt es im Hackerspace einiges zu lernen: Von verschiedensten Reparaturen über das Anpassen von Telefonkabeln bis hin zum Installieren des Betriebssystems „Linux“ auf dem PC.

Offene Tür

Das mag.lab steht Neueinsteigern und Besuchern an jedem ersten Freitag im Monat ab 20 Uhr offen. Weitere Informationen zum Verein gibt es auch im Internet unter https://maglab.space

Namensgeber

Der Name „Magrathea Laboratories“leitet sich ab von einem Planeten in Douglas Adams berühmten Roman „Per Anhalter durch die Galaxis“ ab. Die Bewohner des alten Planeten Magrathea konstruierten für ihre Kunden komplette Planeten als Luxusgüter. Angelehnt an das Erschaffen neuer Welten kam so der Name des Vereins zustande.

 

 

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