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Bernd Gottschalk ist stellvertretender Leiter der Feuerwache Fulda. Foto: tg

Für die Zukunft fit bleiben

am 14.05.2018

Feuerwache wird umgebaut und erweitert / Fertigstellung bis Mai 2020

FULDA (chh). Ohne Zweifel, durch Fuldas Straßen fährt es sich aktuell nicht besonders entspannt. Das liegt vor allem daran, dass momentan an allen Ecken und Enden der Domstadt gebaut wird. Als wohl bedeutendste Baustelle derzeit kann man sicher mit gutem Gewissen Umbau und Erweiterung der Feuerwache Fulda bezeichnen – eine Operation am offenen Herzen sozusagen, ist sie doch zentraler Bestandteil des städtischen Lebens.

Fast täglich gehen in der Fuldaer Leitstelle mehr als 100 Anrufe ein. Über das Jahr gesehen sind das rund 35 000 Einsätze für den Rettungsdienst und etwa 3000 für die Feuerwehren. Hinzu kommen die Notarzteinsätze. „Auch der Rettungshubschrauber wird von hier aus disponiert“, verrät Bernd Gottschalk, stellvertretender Leiter der Feuerwache Fulda. Bundesweit steigen die Notfallzahlen – auch in Fulda hat sich der Trend verfestigt. Entsprechend soll die Feuerwache samt Leitstelle fit für die Zukunft gemacht werden, was Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld während des Medientreffens vor Ort in Neuenberg erzählt.
Einiges ist bereits an der Feuerwache passiert, doch noch viel mehr wird folgen. Bis Mai 2020 sollen die Baumaßnahmen dann beendet sein. Mitten auf dem großen Hof klafft bereits ein großes Loch, das für die Klimaanlage des neuen Rechenzentrums gebaggert wird. Hinter dem Schlauchturm, der heute lediglich als Lager dient, wurde Platz geschaffen. Etwa 750 Quadratmeter sind hier durch die Umgestaltung der Kreuzung Bardostraße/Sickelser Straße entstanden. „Ein entscheidender Zugewinn“ und „ein Glücksfall“, wie Wingenfeld betont. Denn dadurch ist es überhaupt erst möglich geworden, dass sich die Feuerwache vergrößern kann, um sich den wachsenden Herausforderungen zu stellen.
Die Leitstelle, also das Büro, in dem sämtliche Notrufe eingehen und von wo aus alles koordiniert wird, umfasst derzeit noch etwa 40 Quadratmeter Fläche, bald sollen es schon knapp 150 werden. Doch was wahrscheinlich auch von Weitem ab September eindrucksvoll zu beobachten sein wird, ist der Abriss einer der großen Hallen. Dort soll dann ein neues Gebäude entstehen.
Die Räumlichkeiten sind nicht nur zu klein geworden, sondern teilweise in die Jahre gekommen – so beispielsweise die Umkleiden. „Mittlerweile gibt es auch Frauen bei der Feuerwehr“, erklärt Bernd Gottschalk. Entsprechend müssten zwei getrennte Umkleiden geschaffen werden.
Insgesamt 72 hauptamtliche Feuerwehrkräfte arbeiten in der Leitstelle Fulda. Sie werden von etwa 450 Freiwilligen Feuerwehrmännern und -frauen tatkräftig bei den täglichen Einsätzen unterstützt. 24-Stunden-Dienste werden hier gefahren. Muss gerade kein Notruf versorgt werden, haben sie Zeit für Büroarbeiten, Reparaturen und Wartungen. „Wir haben eigene Kfz-Mechaniker, um selbst Inspektionen und Ausbesserungsarbeiten zu machen, so sind wir flexibler“, weiß Gottschalk. Besondere Pflege benötigen aber nicht nur das technische Gerät, sondern auch die Schläuche. Diese werden in der hauseigenen Waschanlage gereinigt, damit sie nicht schimmeln und dann nicht eventuell im Ernstfall platzen. Sogar die Einsatzkleidung wird hier selbst gewaschen, um flexibel und unabhängig zu bleiben.
Schon während des kurzen Besuchs klingelt erneut der Notruf. Nun muss es wieder ganz schnell gehen. Die Feuerwehrleute rücken aus. Mit Blaulicht und Sirene jagen sie in Richtung Stadt.

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