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Aus Orange wird Grün: Der Locomore-Zug erhält in naher Zukunft eine neue Flixtrain-Folierung. Foto: Flix Moblity

Bereits über 150 000 Tickets verkauft

am 07.03.2018

Flixbus startet ab April tägliche Fernzug-Fahrten von Fulda nach Berlin oder Stuttgart

FULDA (mag/MK). Für Bahnreisende gibt es auf zwei Strecken nun auch wieder dauerhaft eine Alternative zu Intercity und ICE der Deutschen Bahn. Der Fernbus-Anbieter Flixbus vermarktet nach einer Testphase auf Dauer Fahrkarten für die Verbindung zwischen Hamburg und Köln. Besonders interessant für die Osthessen ist aber die Strecke von Stuttgart nach Berlin, denn dieser Zug hält auch in Fulda.

Diese Fernzüge fahren unter der Marke „Flixtrain“, wie am Dienstag angekündigt wurde. Fahrgäste sollen zahlreiche Umsteigemöglichkeiten in Fernbusse erhalten.
Auf der Strecke Berlin-Stuttgart über Hannover und Frankfurt fährt Flixbus allerdings nicht selbst. Das Bus-Unternehmen hatte die Zugverbindung im August wiederbelebt, nachdem der Betreiber Locomore sie im Mai wegen Insolvenz eingestellt hatte (MK berichtete). Betreiber ist seither das tschechische Unternehmen Leo Express. Gefahren wird  Donnerstag bis Montag.
Ab Mitte April soll der Zug täglich unterwegs sein, wie Flixbus-Gründer AndréSchwämmlein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte. „Mit dem Zug sind wir plötzlich für Kunden relevant, für die wir bisher nicht interessant waren. Davon profitiert auch unser Fernbusangebot.“
Die Nachfrage scheint laut Aussage von Flixtrain gut zu sein:„Wir haben bereits 150 000 Tickets auf dieser Strecke verkauft und viele Neukunden gewonnen“, führte Flixbus-Pressesprecher David Krebs auf MK-Anfrage aus. Konkurrenz für das eigene Busangebot habe der Einstieg ins Bahngeschäft nicht bereitet, vielmehr würden sich beide Dienstleistungen gegenseitig gut ergänzen.
Vom 24. März an soll der Zug außerdem täglich außer mittwochs im Regelbetrieb zwischen Hamburg und Köln pendeln. Flixbus hatte zuletzt zur Weihnachtszeit für zwei Wochen den früheren HKX (Hamburg-Köln-Express) fahren lassen. „Von Düsseldorf, Essen oder Köln ist man per Flixtrain ohne Umstieg genauso schnell in Hamburg wie mit dem ICE“, versprach Schwämmlein.
Mit Sparpreisen von knapp zehn Euro wird die Deutsche Bahn unterboten – jedoch bleibt zunächst offen, wie groß das Sparpreis-Kontingent sein wird. Die Züge stellt und betreibt wie beim HKX das Nürnberger Unternehmen BahnTouristikExpress, Flixbus übernimmt wie beim Bus nur den Vertrieb.
Der Regelbetrieb auf der Strecke Berlin-Stuttgart hatte sich abgezeichnet, denn Flixbus stimmte sein Busangebot nach und nach stärker auf den Zug ab. „Unser Ziel sind eine halbe Million Passagiere in diesem Jahr“, sagte Schwämmlein der „Wirtschaftswoche“. „Wir fahren bis Sommer drei Züge.

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