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Gäste und Gastgeber (von links): Christoffer Müller, Jan Veenma, OB Dr. Heiko Wingenfeld, Volker Elm, Alexander Demchenko, Carolin Zuspann und Alfredo Cajal. Foto Stadt Fulda

Freundschaft geht durch den Magen

am 13.08.2019

Köche aus drei europäischen Partnerstädten bereicherten das Fuldaer Genussfestival

FULDA (mkf). Nicht nur Liebe, auch Freundschaft geht durch den Magen, und so ist es nur folgerichtig, dass zum Genussfestival im Jubiläumsjahr „1275 Jahre Fulda“ auch Köche aus den Fuldaer Partnerstädten eingeladen waren. Jan Veenma aus Dokkum, Alexander Demchenko aus Sergiew Posad und Alfredo Cajal aus der Petersberger Partnerstadt Sabiñánigo waren der Einladung der Stadt Fulda gefolgt, gemeinsam mit den Fuldaer Köchen das ohnehin reichhaltige Genussspektrum um Spezialitäten aus ihren Heimatländern zu erweitern.

Jeder von ihnen war bei einem Kollegen zu Gast, der dafür sorgte, dass für den Gastkoch die benötigten Zutaten, Gerätschaften und notwendigen Räumlichkeiten zum Verkauf bereitstanden. Unkomplizierte Hilfe unter Kollegen war dabei natürlich Ehrensache: Alexander Demchenko etwa war eigentlich zu Gast bei Volker Elm, weil aber dessen Pavillon zu klein war, verkaufte er seine traditionellen russischen Blinis, kleine Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen, am Stand von Sven Nelles.
Der 33-jährige Demchenko arbeitet als Küchenchef in einem großen Hotel in Fuldas Partnerstadt Sergiew Posad und war zum ersten Mal in Deutschland. Obwohl er nur Russisch spricht gab es keine Sprachbarrieren: „Kochen funktioniert überall gleich“, sagt er. Das Thema regionale Küche sei auch in Russland durchaus aktuell, wenn auch oft aus der Not geboren: Bedingt durch Sanktionen gebe es manchmal Schwierigkeiten, bestimmte Produkte zu bekommen, erzählt der Koch. Aus Fulda werde er sich auf jeden Fall ein paar Anregungen für neue Gerichte mitnehmen.
Regionale Küche ist auch ein Thema für Jan Veenma aus Dokkum. Der 43-Jährige hat ein eigenes Cateringunternehmen und war bereits zum zweiten Mal in Fulda. „Ich liebe Abenteuer, lerne gerne neue Menschen kennen“, sagt er. Gekocht hat er bei Bankett Sinnreich mit Christoffer Müller, der ganz begeistert war von seinem Gastkoch: „Die Zusammenarbeit hat super funktioniert.“ So gut, dass Jan Veenma nach der Vorbereitung seines eigenen Gerichts auch noch kräftig mit bei Bankett Sinnreich anpackte. Zu essen gab es Kroketten mit Black Angus Beef, das Veenma von einem befreundeten Bauer bezieht, dazu Risotto mit altem Dokkumer Käse und einem lokalen Bier. „Ich kaufe gerne lokal direkt beim Produzenten ein“, erzählt der Dokkumer Koch. Sehr interessant und neu für ihn war die Tatsache, dass bei Christoffer Müller ausschließlich Bio-Produkte verarbeitet werden. 
Der dritte Koch im Bunde war Alfredo Cajal (46) aus der Petersberger Partnerstadt Sabiñánigo in den spanischen Pyrenäen. Mitgebracht hatte er zwei riesige Paella-Pfannen für das spanische Nationalgericht, das er beim Genussfestival anbot. Sehr zufrieden war er mit der Qualität der notwendigen Produkte, die sein Gastgeber Marc Zuspann für ihn besorgt hatte. Cajal bedaurte nur, dass er so wenig Zeit in Fulda habe: Schon am Samstagmorgen ging sein Flieger zurück. „Das war uns schon klar gewesen, dass es für die Kollegen nicht einfach sein würde, mitten in der Hochsaison ihre Firmen allein zu lassen und herzukommen“, sagte Carolin Zuspann, die die Gastbesuche gemeinsam mit der Stadt Fulda organisiert hatte. Umso mehr freue es sie, dass es geklappt habe. Auch OB Dr. Heiko Wingenfeld freute sich sehr, die drei Köche und ihre Begleiter begrüßen zu können. Es sei eine wunderbare Idee, die Partnerstädte auf diese Weise ins Genussfestival einzubinden. „Ich sehe das als ein weiteres Element, um internationale Partnerschaft lebendig und für die Bürgerinnen und Bürger erfahrbar zu machen“, betonte er.