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Ehrende und Geehrte (von links): Zoltan Udvardy, Klaus Hahner, Christina Ritz, Lothar Helmer, OB Dr. Heiko Wingenfeld, Richard Thonius (Personalrat) sowie Haupt- und Personalamtsleiter Lothar Happ. Foto: fd

„Ein besonderer Erfahrungsschatz“

am 25.06.2019

Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung geehrt / Zwei Neu-Ruheständler

FULDA (jo). Wie vielfältig die Aufgaben einer Stadtverwaltung sind, wurde bei einem Termin im Grünen Zimmer des Stadtschlosses einmal mehr deutlich: Zwei Beschäftigte wurden für 25 Dienstjahre geehrt, zwei Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet, und ihre Tätigkeiten reichen von der Musik über den Brandschutz bis zum Personalwesen.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld stellte heraus, dass die Geehrten einen „besonderen Erfahrungsschatz“ verkörperten, von dem Stadt in vielerlei Hinsicht profitiere: „Wir leben als Stadt auch davon, dass es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die sich langfristig in den Dienst der Fuldaer Bürgerschaft stellen.“ Dies treffe auf die Dienstjubilare und die Neu-Ruheständler in besonderem Maße zu, so der OB.
Ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierte Christina Ritz. Sie kam nach dem Abitur am Fuldaer Marianum und dem Besuch der einjährigen Höheren Handelsschule im Jahr 1991 als Assistentenanwärterin zur Stadt Fulda. Ihre Beamtenkarriere startete sie dann zunächst im Wahlamt, bevor sie 1994 zum Personalamt kam, dem sie – mit Unterbrechungen durch Mutterschutz und Erziehungszeiten sowie einer kurzen Episode in der Ausländerbehörde – bis heute treu geblieben ist. Inzwischen bekleidet sie den Dienstrang einer Amtsinspektorin. Der OB wünschte ihr, dass sie auf Reisen weiterhin Kraft schöpfen könne für ihre Tätigkeit.
Ebenfalls für 25 Dienstjahre geehrt wurde Hauptbrandmeister Klaus Hahner. Er ist schon seit jungen Jahren der Feuerwehr verbunden, hatte jedoch zunächst eine Ausbildung als Sanitäter und Krankenpfleger gemacht. Nach beruflichen Stationen in Frankfurt und im Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda kam Hahner 1995 als Einsatzbearbeiter zum Brandschutzamt der Stadt Fulda. Er war später als Lagedienstführer eingesetzt und ist seit 2017 Wachabteilungsleiter. OB Wingenfeld lobte auch den ehrenamtlichen Einsatz Hahners als Ortsvorsteher in Niederbieber und Vereinsfunktionär in den örtlichen Vereinen.
In den Ruhestand verabschiedet wurde der Musiklehrer Zoltan Udvardy, der seit 1989 an der städtischen Musikschule tätig war. Er war zuvor aus Rumänien nach Deutschland übersiedelt. In seiner Heimat war er als Berufsgeiger an der Staatlichen Philharmonie „Banatul“ in Temeschburg sowie in einigen Kammermusik-Formationen tätig, zudem unterrichtete er als Geigenlehrer. „Es war ein Glücksfall, dass es Sie dann nach Fulda verschlagen hat“, sagte OB Wingenfeld, „Sie haben die musikalische Landschaft der Region mitgeprägt, nicht nur als Pädagoge an unserer Musikschule, sondern auch als Leiter des collegium musicum Fulda“.
Einer, der bereits bei unzähligen Ehrungen und Verabschiedungen zugegen war, stand nun selbst im Mittelpunkt einer Verabschiedung: Personal-Abteilungsleiter Lothar Helmer trat nach 45 Jahren im öffentlichen Dienst und 31 Jahren bei der Stadt Fulda in den Ruhestand. Sein Berufsweg hatte 1971 als Auszubildender bei der Firma Rhodius begonnen und führte ihn später zum Versorgungsamt in Fulda und dann acht Jahre zum Versorgungsamt Frankfurt. Bei der Stadt Fulda war er dann zunächst als Personalsachbearbeiter für die Angestellten des Städtischen Klinikums zuständig, bevor er zum stellvertretenden Personalamtsleiter und schließlich 2001 zum Leiter der Personal- und Organisationsabteilung ernannt wurde. „Er hat seinen nicht immer einfachen Beruf mit einem Talent zum Zuhören sowie mit Zuversicht und positiver Energie angepackt – und war stets jemand, der nicht nur beim Challengelauf für die Stadtverwaltung engagiert vorangegangen ist“, lobte der OB mit einem Augenzwinkern. Er dankte auch im Namen seiner Amtsvorgänger für das außerordentliche Engagement. Für den Ruhestand wünschte Wingenfeld dem passionierten Motorradfahrer Helmer spannende und unfallfreie Touren.
Personalratsvorsitzender Richard Thonius sprach mit Blick auf die 18-jährige Amtszeit Helmers als Personalchef von einer „Ära, die zu Ende geht“. In Kooperation mit der Personalvertretung sei es – auch in schwierigen Situationen – immer gelungen, eine gemeinsame Lösung zu finden.