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Das aktuelle Projekt der GWH-Bauprojekte GmbH am Bahnhof/Ecke Am Schützenhaus wird noch über das alte städtische Förderprogramm für den Sozialwohnungsbau gefördert. Inzwischen wurden die Konditionen für Bauherren noch einmal verbessert. Fotos: Stadt Fulda

Förderkulisse deutlich verbessert

am 16.04.2019

Städtisches Programm für den Sozialen Wohnungsbau jetzt noch attraktiver

FULDA (jo). Da der soziale Wohnungsbau für die Stadt Fulda ein wichtiges Anliegen ist, wurde im Dezember 2015 nach dem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung ein eigenes städtisches Programm aufgelegt, das die Schaffung von Sozialwohnraum mit bis zu 25 000 Euro pro Wohneinheit förderte. Jetzt wurde die Förderkulisse noch einmal deutlich erhöht.

Bereits über das bisherige Programm sind in den vergangenen drei Jahren zahlreiche neue Sozialwohnungen gefördert worden: So wurden in der vergangenen Förderperiode (Januar 2016 bis Januar 2019) insgesamt 103 Wohneinheiten durch städtische Fördersummen in Höhe von insgesamt 2,1 Millionen Euro gefördert, davon sind bereits 40 Wohneinheiten fertiggestellt, 52 im Bau und 11 in Planung. Im Programmjahr 2018 wurden zudem noch drei weitere Projekte angemeldet, die sich derzeit noch in unterschiedlichen Stadien der Prüfung befinden.
Die kommunalen Richtlinien zur Förderung des Neubaus und der Modernisierung sozial gebundener Mietwohnungen aus dem Jahre 2015 waren befristet für drei Jahre und wurden nun anhand gesammelter Erfahrungen und unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen am Wohnungsmarkt, der Baukosten und der Grundstückspreise fortgeschrieben und angepasst.
Der allgemeinen Mietpreissteigerung folgend wurde darin eine Erhöhung der Sozialmiete von 5,40 auf 5,90 Euro/Quadratmeter als maximale Einstiegmiete vorgenommen. Analog zu den Richtlinien des Landes Hessen besteht nun die Wahlmöglichkeit zwischen einer 20-jährigen oder 25-jährigen Mietpreis- und Belegungsbindung. Wichtige Neuerung: Die Förderung für kleinere Objekte (bis 20 Wohneinheiten) kann zukünftig auch ohne die WI-Bank (Landesförderung) vollzogen werden, was eine Erleichterung für die Bauherren in Sachen bürokratischem Aufwand und Verfahrensdauer bedeutet.
Zudem wurden die Zuschusshöhen entsprechend angepasst: Bei Inanspruchnahme der 20-jährigen Bindung besteht die Förderung aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von:
 30 000 Euro je Wohneinheit für 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen
· 35 000 Euro je Wohneinheit für 4- oder 5-Zimmer-Wohnungen
Bei Inanspruchnahme der 25-jährigen Bindung besteht die Förderung aus einem einmaligen Zuschuss in Höhe von:
· 35 000 Euro je Wohneinheit für 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen
· 40 000 Euro je Wohneinheit für 4- oder 5-Zimmer-Wohnungen
Wie aus den Zahlen hervorgeht, ist die Zuschusshöhe im Hinblick auf die fehlenden Wohnungen für größere Familien für 4- oder 5-Zimmer-Wohnungen entsprechend erhöht worden, um einen Schwerpunkt auf Wohnungen für kinderreiche Familien zu setzen.
Wer eine weitere Förderung ausschöpfen will, baut behindertengerecht: Zur Schaffung von barrierefreien/rollstuhlgerechten Wohnungen ist der bestehende städtische Zuschuss auf 2500 bzw. 5000 Euro erhöht worden.
Die Richtlinie zur Förderung durch Modernisierung wurde ebenfalls angepasst und durch Erhöhung der prozentualen Förderung attraktiver gestaltet worden.
„Das GWH-Projekt am Bahnhof ist ein schönes Beispiel dafür, dass unser Förderprogramm bereits früher gewirkt hat und die Anreize, sozialen Wohnraum zu schaffen, bei Bauherren auf fruchtbaren Boden fallen“, sagt OB Dr. Heiko Wingenfeld. Durch die weitere Verbesserung der Konditionen hoffe man auf weitere solche Vorzeigeprojekte, so der OB. Unter anderem sei man mit der GWH bereits in Gesprächen über mögliche weitere Projekte im Bereich Ziehers Süd.

Weitere Details zum Förderprogramm finden Sie hier: www.fulda.de/bauen-wirtschaft/planen-bauen-wohnen/wohnungsbaufoerderung/