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Die Eheleute Elisabeth und Alfred Dehler erhielten Glückwünsche von Stadtrat Wolfgang Arnold und Bezirksvorsteher Erich Stenzel (von rechts). Foto: Stadt Fulda

Im Borgward zur Brautmesse

am 26.02.2019

Ehepaar Dehler in Ziehers-Nord feierte Eiserne Hochzeit

FULDA (jo). Das Fest der Eisernen Hochzeit konnten in der vergangenen Woche die Eheleute Elisabeth und Alfred Dehler in der Bonhoefferstraße in Ziehers-Nord feiern. Für den Magistrat der Stadt gratulierte Stadtrat Wolfgang Arnold.

Seit 65 Jahren verheiratet zu sein  – dies ist nur wenigen Ehepaaren vergönnt. Elisabeth und Alfred Dehler haben es geschafft und konnten jetzt ihre Eiserne Hochzeit feiern. Kennen tun sich die beiden gebürtigen Fuldaer sogar noch viel länger: „Ich stamme aus der Sebastianstraße im Nordend, mein Mann aus der ehemaligen Wollweberstraße im Südend“, erzählt Elisabeth Dehler (geborene Pausinger) und muss schmunzeln: „Als wir uns kennenlernten, war ich gerade mal 14 und mein Mann 18 – da war ich ihm zu jung.“
Doch Alfred Dehler (Jahrgang 1931) hat das „Mädchen mit den kohlschwarzen Haaren“ nicht aus den Augen verloren. Und so wurde 1954 geheiratet, am 20. Februar standesamtlich im Stadtschloss und fünf Tage drauf auf dem Frauenberg. Zur Kirche chauffiert wurde das junge Paar übrigens in einem todschicken Borgward, den ein Bekannter organisiert hatte – „da haben die Fulder aber vielleicht geguckt“, erinnert sich Dehler.
Nach der Hochzeit wurden im Zweijahres-Rhythmus drei Töchter geboren, später kam noch eine vierte Tochter dazu, und 1971 schließlich auch noch ein Sohn. Die Familie lebte zu diesem Zeitpunkt schon in Ziehers-Nord, wo die Dehlers seit inzwischen 55 Jahren heimisch sind.
Elisabeth Dehler, deren Eltern eine Schneiderei hatten, arbeitete nach der Schule in der Kerzenfabrik Eika und lernte in der sogenannten Verzierstube die Technik des Kerzenverzierens – eine Tätigkeit, die sie noch viele Jahre in Heimarbeit ausübte. Noch heute gestaltet sie zu besonderen Anlässen – etwa zur Eisernen Hochzeit – individuelle Kerzen.
Ihr Mann lernte zunächst das Schuhmacherhandwerk, bevor er in den 50er Jahren zunächst als Einwinker auf dem Frankfurter Flughafen und dann als Reifenbauer bei den Gummiwerken Fulda arbeitete. Nebenbei machte er abends und an den Wochenenden eine Fortbildung und bekam dadurch die Gelegenheit, als vermessungstechnischer Angestellter in den Landesdienst zu wechseln. In Zeiten der Gebietsreformen und großangelegter Flurbereinigungsverfahren gab es dort alle Hände voll zu tun: „Es gibt kaum eine Ortschaft in Osthessen, wo ich nicht gemessen habe“, erzählt Dehler.
Seine große Leidenschaft ist die Fischerei, seitdem er im Alter von sechs Jahren eine Forelle mit der bloßen Hand gefangen hat: 14 Jahre lang war Alfred Dehler Vorsitzender des Angelsportvereins Fulda, sogar 38 Jahre lang war er amtlicher Fischereiaufseher. 
Zum Jubeltag gratulierten vier Kinder (eine Tochter ist bereits verstorben), sechs Enkel und vier Urenkel.