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„Ich bin dankbar, dass ich Ihre Nummer acht sein durfte“, sagte Bürgermeister Dag Wehner (links) bei der Verabschiedung von Helma Müller. Auch OB Dr. Heiko Wingenfeld wünschte für den Ruhestand alles Gute. Foto: Stadt Fulda

Wertvolle Stütze und Ratgeberin

am 05.02.2019

Helma Müller wirkte in den Vorzimmern von sieben Bürgermeistern und einer Bürgermeisterin

FULDA (jo). Ihre Berufskarriere war innerhalb der Stadtverwaltung Fulda wohl einmalig: Für sage und schreibe sieben Bürgermeister und eine Bürgermeisterin war Helma Müller im jeweiligen Vorzimmer tätig. Insgesamt war sie mehr als 45 Jahre in Diensten der Stadtverwaltung tätig. Nun wurde die 64-Jährige in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Sie wollte keine große Verabschiedungsfeier, doch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Bürgermeister Dag Wehner und Stadtbaurat Daniel Schreiner ließen es sich nicht nehmen, ihr persönlich Lebewohl zu sagen und für die langjährigen Dienste zu danken.
Insbesondere Müllers letzter direkter Vorgesetzter, Bürgermeister Wehner, blickte noch einmal in launigen Worten auf seinen Start im Stadtschloss vor viereinhalb Jahren zurück und schilderte, wie ihn Helma Müller charmant, aber bestimmt mit den Gepflogenheiten vertraut machte. „Einen eigenen Locher und Hefter musste ich mir hart erkämpfen“, scherzte Wehner. Gleichzeitig sei Helma Müller mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem sachlichen Blick auf die Dinge gerade in der Anfangszeit eine „wichtige Stütze und Ratgeberin“ mit Blick auf Termine und Gesprächspartner gewesen.
„Ich weiß gar nicht, wie es anders hätte funktionieren können“, bekannte Wehner. Auch im Namen seiner Vorgängerin und seiner Vorgänger sowie im Namen aller Kolleginnen und Kollegen dankte er herzlich für das Engagement und die Loyalität, die Ruhe und Übersicht in der Terminhektik und nicht zuletzt die „beinahe seelsorgliche Begleitung“.

Nach 45 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

OB Wingenfeld blickte auf die Anfänge von Müllers Dienstzeit bei der Stadt zurück: „Als Sie am 1. März 1973 beim Jugendamt anfingen, war ich noch nicht einmal geboren“, merkte der OB mit einem Augenzwinkern an. Vor ihrem Start bei der Stadtverwaltung hatte Helma Müller eine Ausbildung als Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin in Fulda absolviert. Dann kam sie zum Jugendamt, das damals noch in der Langenbrückenstraße beheimatet war, bevor sie später als Schreib- und Bürokraft ins Hauptamt wechselte.
Im Dezember 1977 trat sie dann den Posten im Bürgermeister-Vorzimmer an, den sie bis zum Eintritt in den Ruhestand nicht mehr verlassen sollte – wobei natürlich nicht nur die Vorgesetzten, sondern auch die Büros mehrfach wechselten.
Im Durchschnitt alle 5,6 Jahre gab es einen neuen Bürgermeister – und einmal auch eine Bürgermeisterin (siehe Kasten). Für Müller war dies jeweils wie ein Neustart, erzählt sie: „Manche haben mich gefragt: Helma, willst Du nicht mal was anderes machen, aber ich hab dann immer geantwortet: Jeder neue Chef ist doch auch für mich fast wie ein neuer Job.“

Helma Müller und „ihre“ Bürgermeister
Sie war tätig für:
Dr. Tilman Pünder (1977-1980)
Lutz von Pufendorf (1981-1984)
Dr. Alois Rhiel (1984-1989)
Josef H. Mayer (1990-1995)
Oda Scheibelhuber (1995-1999)
Bernd Woide (1999-2003)
Dr. Wolfgang Dippel (2004-2014)
Dag Wehner (seit 2014)