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Der Verein „Welcome in“ hatte sich nicht mit einem konkreten Projekt, sondern mit seiner Vereinsidee insgesamt um den Integrationspreis beworben. Foto: Verein/Stadt Fulda

Filme fördern Annäherung

am 19.12.2018

Serie (Teil 4): „So machen wir’s!“ – gelungene Beispiele zur Integrationsarbeit in Fulda

FULDA (fd/rem). Für den diesjährigen Integrationspreis hatten sich zahlreiche Vereine und Initiativen beworben. Obwohl viele der eingegangenen Bewerber keinen Preis erhalten haben, leisten sie bedeutende Arbeit und sind wichtige Akteure in der Integrationsarbeit. Deshalb möchte die Stadt Fulda ihre Arbeit öffentlich vorstellen.

Das Projekt der Hochschule Fulda „Interkulturelle Begegnung durch Film“, das seit Sommersemester 2016 an jeweils fünf Abenden während des Semesters im Café Chaos auf dem Campus durchgeführt wird, soll den Austausch zwischen Geflüchteten und deutschen und internationalen Studierenden sowie Dozentinnen und Dozenten der Hochschule aller Fachbereiche dienen. Die Gespräche ergeben sich im Anschluss an die Vorführung von Filmen, zunächst informell während eines gemeinsamen Essens und werden danach im Rahmen einer moderierten Diskussion weitergeführt und vertieft. Es entsteht dadurch eine Atmosphäre der Annäherung und des Vertrauens, die eine angstfreie und offene Auseinandersetzung ermöglicht.
So ist das dezidierte Ziel des Projektes, transkulturelle politische Bildung zu schaffen: Dies geschieht bereits mit der Auswahl der Filme, welche sich mit gesellschaftspolitischen Problemen auseinandersetzen. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmenden auch die Gelegenheit, sich über Probleme in ihren Heimatländern zu äußern, welche innerhalb der dortigen Gesellschaften tabuisiert werden beziehungsweise der politischen Zensur unterliegen.
Durch die Filme sollen auch ein Bewusstsein für die konkrete Bedeutung von Demokratie im gesellschaftlichen und politischen Leben entwickelt werden. Die Notwendigkeit der Konfliktaustragung durch Kommunikation wird ebenfalls nahegebracht.
Bei Interesse können Sie die Koordinatorin des Projektes, Dr. Gisela Baumgratz-Gangl, unter (0661) 9640-482 erreichen.
Der Verein Welcome in! Fulda e.V. hatte nicht ein Projekt, sondern sich als großes Ganzes für den Fuldaer Integrationspreis beworben. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, sich für ein harmonisches Miteinander in Stadt und Landkreis Fulda zu engagieren. Das Konzept ist dabei einfach: Begegnung  von Menschen mit und ohne Fluchterfahrungen auf Augenhöhe. Mittlerweile sind bei Welcome In über 150 Menschen aus 18 Ländern in neun großen und zahlreichen kleineren Projekten ehrenamtlich aktiv. Mehr als die Hälfte der Aktiven haben selbst Fluchterfahrung und üben eine äußerst wichtige Funktion als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen geflüchteten und einheimischen Menschen aus der Region aus. Das Spektrum der Angebote ist dabei denkbar breit: von Sport- und Freizeitaktivitäten über Sprachkurse bis zur Asyl- und Sozialberatung oder Strickkurse.
Bei Interesse können Sie den Verein telefonisch unter (0661) 302 292 732 oder per E-Mail unter kontakt@welcome-in.org erreichen.

Serie:Integrationspreis 2018

In den vergangenen Monaten haben wir in loser Folge mehrere Initiativen vorgestellt, die sich um den Integrationspreis der Stadt Fulda beworben hatten. Erschienen sind folgende Beiträge: der Artikel „Gemeinsam lernen und essen“ zum Projekt „Intercafé Hallo Frauen“ des Kinderschutzbundes Fulda sowie zu den Projekten „Donnerstagsfrühstück“ und „Gruppenarbeit in den Ferien“ des Vereins Vaterhaus e.V. (erschienen: 2. Oktober); der Artikel „Die integrative Kraft des Sports“ zum Projekt „Integration durch/mit Fußball“ der Malteser-Jugend sowie zum Projekt „Mind4Body – Trainingskurse“ des Interkulturellen Forums Fulda (erschienen: 30. Oktober); der Artikel „Junge Geflüchtete im Fokus“ über das Projekt „Tandem des Katholischen Deutschen Frauenbunds Fulda sowie die „InteA“-Klassen der Richard-Müller-Schule (erschienen: 27. November).

Mit dem heutigen Artikel zu dem Hochschul-Projekt sowie zum Verein „Welcome in“ endet die kleine Serie.