Menü Button Login Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Der historische Bau der Domschule wird derzeit in Etappen generalsaniert – bei laufendem Schulbetrieb eine logistische Herausforderung. Fotos: Stadt Fulda

Investitionsoffensive an Schulen läuft

am 20.11.2018

Zahlreiche Projekte derzeit in der Umsetzung / Stadt Fulda nutzt Förderprogramme und setzt erhebliche Eigenmittel ein

FULDA (jo). Es tut sich was an Fuldas Schulen: Im Zuge verschiedener Förderprogramme wie „KIP II“ sowie mit erheblichen Eigenmitteln investiert die Stadt Fulda derzeit kräftig in ihre Bildungseinrichtungen. Dabei reicht die Spanne von Millionenprojekten bis zu kleineren Arbeiten im Außenbereich oder in der Schulküche, die jedoch allesamt für das Lernklima und die Funktionalität an der jeweiligen Schule eine wichtige Rolle spielen.

Hier eine Auswahl an Maßnahmen, die derzeit laufen beziehungsweise vor Kurzem abgeschlossen wurden:
An der Bardoschule wurde im Zuge des inklusiven Ausbaus eine behindertengerechte Toilette eingebaut. Gleichzeitig stand auch eine Sanierung der Lehrertoiletten an. Im Grundschulbereich gab es in diesem Jahr zudem neue Bodenbeläge (inklusive Estrichschicht) für drei Klassenräume, drei weitere Räume sollen 2019 folgen. Seit dem Sommer neu ist an der Bardoschule auch ein Zeltdachpavillon auf dem Pausenhof.
Technisch durchaus kniffelig sind die Baumaßnahmen an der Domschule, zumal an dem historischen Gebäude (gebaut 1913-16) auch Denkmalschutz-Vorgaben zu beachten sind. Die Arbeiten haben in diesem Jahr begonnen und werden voraussichtlich erst 2020 abgeschlossen sein. Konkret geht es um eine Innensanierung, Brandschutzmaßnahmen und den Einbau eines Aufzugs. Mit dem Aufzug können dann alle Geschosse des Altbaus einschließlich der tiefer liegenden Schulküchenebene barrierefrei erreicht werden. Zusätzlich entsteht ein Behinderten-WC in der Nähe des Aufzugs. Die Innensanierung umfasst unter anderem den Einbau von Akustikdecken und Sonnenschutzrollos in den Klassenräumen, neue Bodenbeläge und erhöhte Treppengeländer.
An der Ferdinand-Braun-Schule steht mit dem Automatisierungszentrum ein Millionenprojekt an, das sich bis ins Jahr 2020 erstrecken wird. Gleichzeitig wird der Werkstattbereich umgebaut, weshalb mehrere Werkstattbereiche für zwei Schuljahre ausgelagert werden müssen, damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann. Insofern sind im Moment schon umfangreiche Vorarbeiten geleistet worden, die erst auf den zweiten Blick sichtbar sind. So wurde für die Metallwerkstatt eine leerstehende Industrie-Immobilie im Industriepark West angemietet und hergerichtet. Ähnliche Ausweichquartiere wurden für den Kfz- und den Elektrobereich geschaffen. Und auch an anderer Stelle war die Braunschule zuletzt eine Baustelle: Das mehr als 30 Jahre alte Flachdach über dem Umkleiden- und Duschbereich der Sporthalle war undicht. Der gesamte Trakt wurde daher im Sommer saniert.
Über vier Jahre hinweg werden sich die Arbeiten an der Heinrich-von-Bibra-Schule erstrecken. Hier werden insgesamt mehr als eine halbe Million Euro investiert. Schwerpunkt ist die Barrierefreiheit. Dazu wird ein Aufzug eingebaut, verschiedene Gebäudeteile werden durch Rampen rollstuhlgerecht erschlossen. Weiter stehen auf der To-do-Liste: der Einbau von behindertengerechten WC-/Sanitäranlagen sowie die Umgestaltung von Klassenräumen zu Pflege- und Rückzugsbereichen für inklusive Schüler.
Die Lehrküche der Pestalozzischule wurde in den Sommerferien von Grund auf saniert. In der jetzt barrierefreien Küche mit einer unterfahrbaren, höhenverstellbaren Kücheninsel kann die Arbeits- und Bedienhöhe individuell an jeden Schüler angepasst werden.
Last but not least: die Sturmiusschule: Das Grundschulgebäude aus dem Jahr 1962 wird derzeit energetisch saniert, Außenwände und Dach werden wärmegedämmt. Im Zuge der Erneuerung der Fenster in den Klassenräumen wird eine Sonnenschutzanlage nachgerüstet, damit sich die Räume im Sommer nicht zu stark aufheizen. Als nächstes größeres Teilprojekt steht dann die Innensanierung der Turnhalle an.
Ähnlich große Summen wie an der Ferdinand-Braun-Schule werden in den kommenden Jahren an der Bonifatiusschule in Horas bewegt. Doch damit die Bauarbeiten überhaupt starten können, sind auch hier komplexe Vorarbeiten nötig. So müssen zum Beispiel zunächst Ausweichquartiere beschafft und hergerichtet werden, unter anderem dient die ehemalige Poeschel-Klinik als Interimslösung während der Bauzeit.