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Eine zauberhafte Landschaft bietet der Comer See, an dem Fuldas Partnerstadt Como liegt. Fotos: Michael Schwab

„Wir fühlen uns hier wie zu Hause“

am 18.03.2015

Gäste aus Dokkum, Arles, Como sowie vom Minenjagdboot Fulda zu Besuch in der Partnerstadt

FULDA (mb). Wenn Städtepartnerschaften lebendig und aktiv sein sollen, dann müssen sie gelebt werden. Für Fuldas Verbindungen in alle Welt inklusive der Partnerschaft zur Mannschaft des Minenjagdbootes Fulda gilt dieser Grundsatz.

Während der jüngsten Begegnung der Verwaltungsspitze mit italienischen, französischen und niederländischen Vertretern im Kolpinghaus bringt Dokkums Bürgermeisterin Marga Waanders zum Ausdruck, was ihr dieser Dialog bedeutet: „Wenn wir nur eine oder zwei Stunden in Fulda sind, fühlen wir uns wie zu Hause.“

Schöne Wieder- und Neubegegnungen

Auch Fuldas Verwaltungs-chef ist viel am traditionellen Partnerschaftstreffen gelegen: „Ich freue mich sehr, dass wir immer wieder bekannte, aber auch neue Gesichter unter uns haben. Ganz besonders stolz sind wir, dass wir in unserer Runde Bürgermeisterin Waanders aus Dokkum sowie erstmals die Vizebürgermeisterin von Como, Silvia Magni mit Ehemann begrüßen dürfen.“ Erstmals ist auch Fuldas Partnerstadt Arles mit dem Ehepaar Paris vertreten. Neue Gesichter gibt es laut Gerhard Möller jedoch nicht nur unter den Vertretern aus den Partnerstädten und Patenschaften. Im vergangenen Jahr seien sowohl Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel als auch Stadtbaurätin Cornelia Zuschke in neue Aufgabenfelder nach Wiesbaden und Darmstadt gewechselt. Für sie komplettieren  Bürgermeister Dag Wehner und Stadtbaurat Daniel Schreiner den hauptamtlichen Magistrat. Für Möller ist das 2015er Partnerschaftstreffen zugleich sein letztes: „Meine Amtszeit geht im August zu Ende.“ Ab Mitte August, „werden wir an der Spitze der Stadt auch wieder einen neuen Oberbürgermeister haben.“ Dann werde die Spitze der Verwaltung innerhalb nur eines Jahres aus einem komplett neuen Trio bestehen. Unabhängig von den Personen sei die Partnerschaft zwischen den Städten und ihren Bewohnern langfristig angelegt. Die Gegenbesuche werden weitergehen, verspricht Möller seinen Gästen. „Ihnen allen wünsche ich für die Zukunft schöne Wieder- und Neubegegnungen.“

Möllers Endspurt

Auch wenn es für „Abschiedsworte“ noch zu früh sei, unterstreicht Bürgermeisterin Waanders – nicht zuletzt für das Freundschaftskomittee um Focko Visser, Tjeerd Jorna und Wolter Kleine – die guten Beziehungen zu Fulda, die OB Möller in den letzten Jahren mit Herz maßgeblich mitgeprägt habe. Zwar werde er im August  sein Amt übergeben. Bis dahin wird auf „Möllers Endspurt“ aber noch tüchtig gearbeitet. Erwartungsvoll blickt Bürgermeisterin Waanders dem Besuch der „Brunnenzeche“ an den Admiralitätstagen in Dokkum entgegen. An den Festtagen wollen die Veranstalter außerdem das größte Blasorchester der Niederlande zusammenbekommen.
„Schön wäre es, wenn wir zu diesem Anlass auch das Niesiger Blasorchester mit  seinen 40 Musikern mit einbinden könnten“, hofft Waanders, für die „die Partnerschaft immer noch enger und schöner“ wird.

55 Jahre Partnerschaft

2015 bestehe die Städtepartnerschaft zwischen Fulda und Como bereits seit 55 Jahren. „Wir wollten die viel gelobte Gemeinschaft selbst erleben und sehen, wie schön Fulda ist“, betont Comos  stellvertretende Bürgermeisterin. Als „Zeichen für die Zukunft“, wertet Magni, wie die Städtepartnerschaft zwischen Fulda und Como zustande gekommen ist. Seinerzeit waren es Gewerkschaftler, die zu einer internationalen Begegnung zusammengekommen waren und so eine erfolgreiche Partnerschaft begründeten. Jenseits der offiziellen Begegnungen ist es laut Silvia Magni jedoch notwendig, dass die Bewohner beider Städte die Partnerschaft erleben können. „Ich halte es deshalb für besonders wichtig, dass die Jugend einander begegnet und den internationalen Austausch über Städtepartnerschaften pflegt.“ Magni hofft, dass die Bürger beider Städte diese Verbindung in Zukunft weiterhin mit Leidenschaft fortführen.