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Die großen, durchsichtigen Plastikboxen – zehn sind für Kindergärten bestimmt, weitere 13 für Grundschulen – enthalten themenbezogene Bücher, DVDs, aber auch Filme und anderes Material. Foto: Mathilde Lemesle

Von fröhlich bis traurig – mit bunten Büchern lesen lernen

am 25.02.2015

23 neue „Medienboxen“ für die Hochschul-, Landes und Stadtbibliothek

FULDA (mb). „Leselöwen Piratengeschichten“, „Käpt’n Sharky“ oder „Der kleine Prinz und die geheimnisvolle Schatzinsel“ – vielversprechend klingen die Titel der bunten, liebevoll gestalteten Kinderbücher, die die aufgeweckten Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Edelzell in ihren Händen halten.

Für ein Foto soll die fröhliche Schar in die Linse der Kamera blicken. Denn Fuldas Kulturdezernent Gerhard Möller und Bibliotheksdirektorin Dr. Marianne Riethmüller präsentieren  gemeinsam mit ihren jungen Gästen die insgesamt 23 neuen „Medienboxen“, die Interessierte ab sofort in der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek (HLSB) ausleihen können.

Lockerer Plausch

Offensichtlich fasziniert die Jüngsten aber der Inhalt der hübschen Bände mehr, als in Richtung des Fotografen zu schauen. Wie kleine Forscher verfolgen einige der künftigen „Leseratten“ lieber die Bildergeschichten. Seite um Seite blättern sie weiter um zu erfahren, wie es mit den Abenteuern ihrer Helden weitergeht. „Und genau das ist es, was mit dieser Aktion erreicht werden soll: Interesse wecken!“, freut sich Möller. Nach dem „Schnappschuss“ nimmt er sich noch Zeit für einen lockeren „Plausch“ mit den jüngsten Fuldaern. „Na, gibt es Prinzessinnen und Einhörner auch bei Euch in Edelzell?“ Schnell klären die Mädchen und Jungen den OB auf, erzählen ihm, welche Geschichten und Figuren sie am liebsten mögen. Von einer der Erzieherinnen erfährt er beiläufig auch noch: „Bei uns in Edelzell wird viel gelesen.“
Ein schöner Beleg dafür, dass die 12 500 Euro, die die Bibliothek über die Stadt aus Landesmitteln zum Medienerwerb für den Kinder- und Jugendbereich erhalten hat, gut angelegt sind. Die großen, durchsichtigen Plastikboxen – zehn sind für Kindergärten bestimmt, weitere 13 für Grundschulen – enthalten themenbezogen Bücher, DVDs, aber auch Filme und anderes Material. Gabriele Tölch, die für Inhalt und Ausleihe der Boxen verantwortlich ist, benennt einiges aus der breiten Auswahl: Themen wie „Feuerwehr“, „Piraten“ oder „Die Jahreszeiten“ gehören genauso dazu wie etwa „Tod und Trauer“ oder „Sprachförderung“. „So möchten wir Kinder schon früh an Sachthemen heranführen.“ Bei den Jüngsten im Kindergartenalter soll ihr Interesse am Lesen geweckt werden. Lesekompetenz zu fördern, das kommt laut Tölch bei Grundschulkindern als weiterer Aspekt noch hinzu.
Die Idee der „Medienbox“ ist zwar nicht neu, sie wird aber an der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek kontinuierlich ausgebaut. Wer Interesse an einer solchen Box hat, kann sich an den Bereich Kinder und Jugend innerhalb der HLSB wenden. Auf Wunsch werden auch individuelle Inhalte zusammengestellt. Aber aufgepasst: Nur Institutionen wie Schulen oder Kindertagesstätten können die attraktiven „Medienboxen“ ausleihen.

Anziehungsmagnet

Hinsichtlich der Zielsetzung des Projektes sind sich die Beteiligten Dr. Marianne Riethmüller, Gabriele Tölch und Fuldas OB einig: Die „Medienboxen“ dienen der „altersgemäßen Wissensvermittlung“.  Zugleich sollen sie ein „Anziehungsmagnet“ für Schulen und Kindertagesstätten sein, um die Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek noch besser kennenzulernen.