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Dank Hollow Skai wissen wir jetzt, wie all die Pop- und Rockstars zu Tode gekommen sind. Foto: T. Goßmann

Wenn’s am schönsten ist, kommt Gevatter Tod

am 04.04.2018

„tatort fulda“: Memoiren eines Rockstar-Mörders

FULDA (flü). Jimi Hendrix, Michael Jackson, Kurt Cobain, Bessie Smith, John Lennon und sogar Elvis:Sie alle gehören einer illustren Runde an Rock- und Popstars an, die ein frühzeitiges Ableben ereilte. Und sie alle wurden Opfer eines perfiden Serienkillers – zumindest, wenn man Hollow Skai und seinem Buch „Samuel Hieronymus Hellborn: Die Memoiren eines Rockstar-Mörders“ Glauben schenken darf.

Der Autor und Musikjournalist Hollow Skai war zusammen mit Marius del Mestre im Kreuz, um die rund 200 Besucher mit seinem mörderischen Protagonisten Samuel Hieronymus Hellborn vorzustellen. Die Lesung war Teil des Krimifestivals „tatort fulda“.
75 Jahre lang mordet sich Hellborn durch die Musikgeschichte. Sein Motiv ist dabei alles andere als niederträchtig – im Gegenteil, will er seinen Opfern damit doch „helfen“. Schließlich soll sie der Tod auf dem Höhepunkt ihrer Karriere vor dem langsamen und qualvollen Absturz in die Bedeutungslosigkeit bewahren. Immerhin schnellen bei keinem anderen Ereignis  die Tonträger-Verkaufszahlen dermaßen in die Höhe, wie wenn der Künstler von uns scheidet. Und außerdem:Wer vermutet schon, dass ein Mörder am Werk ist in einer Szene, wo immenser Drogenkonsum gang und gäbe ist?
Skais ebenso trocken-humorvolle Lesung rund um Mord und Musik bereicherte Marius del Mestre, der mit Gesang und Gitarre ein paar Lieder zwischen den Kapiteln auf der Klampfe anstimmte.
Nicht unerwähnt soll hier übrigens der Tontechniker vom Kreuz bleiben, der blitzschnell quer durch den Saal eilte, um Skais Mikrophon zu reparieren.