Menü Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Im Einsatz bei der Waldbrandübung. Foto: Leoni Rehnert

300 Einsatzkräfte üben für den Ernstfall

am 30.08.2019

Waldbrandübung des Landkreises Fulda in den Gemarkungen Nüsttal und Hofbieber

NÜSTTAL/HOFBIEBER (lr).  Zehn Hektar Wald in Flammen: In kürzester Zeit sind mehr als 300 Kräfte alarmiert, um die Gefahr in dem Areal zwischen Morles und Hofbieber zu bannen. Unter realistischen Bedingungen hatte der Fachdienst Gefahrenabwehr des Kreises Fulda diese Übung organisiert. Am Ende waren Fachdienstleiter Frank Reith und Kreisbrandinspektor Adrian Vogler sehr zufrieden: „Niemand kam zu Schaden, die Übungsziele wurden erreicht.“

Im Feuerwehrhaus  Nüsttal-Hofaschenbach hatte sich die 13-köpfige Übungsleitung zur Lagebesprechung zusammengefunden, um den Einsatz zu planen, abzustimmen  und aktuelle Lageänderungen einzuarbeiten. Um auch zu erfahren, wie die Informationen und Anweisungen an den jeweiligen Einsatzabschnitten umgesetzt werden, waren insgesamt sieben Beobachter beziehungsweise Schiedsrichter von Feuerwehren, dem Kreisfeuerwehrverband Fulda, dem THW und der DLRG vor Ort.
Im Einsatz waren neben zahlreichen Wehren aus dem Landkreis Fulda auch ein Polizeihubschrauber der Fliegerstaffel Egelsbach sowie drei Wasserwerfer der Bundespolizei aus Hünfeld. Diese hatten 30.000 Liter Wasser zur Verfügung, um etwa die Wege für den Pendelverkehr der Löschfahrzeuge freizuhalten. Von der Nüst im Ortsteil Morles war bis zum Waldrand eine rund ein Kilometer lange Versorgungsstrecke gebaut worden. Die Wasserwerfer hätten auch alternativ die Löschfahrzeuge mit Wasser versorgen oder selbst als Pumpfahrzeuge eingesetzt werden können. 
Nüsttals Bürgermeisterin Marion Frohnapfel und ihr Kollege Markus Röder aus Hofbieber begleiteten die Übung ebenso wie eine große Schar von Journalisten.
An der großangelegten Übung beteiligt waren außerdem der Brandschutzaufsichtsdienst, die Zentrale Leitstelle, die Informations- und Kommunikationsgruppe sowie die Versorgungsgruppe des zweiten  Betreuungszuges des Landkreises Fulda (DRK Fulda), außerdem Fachberater des THW und des Ortsverbandes Neuhof, Polizei, Revierförster und ein MHD-Rettungswagen.
Verantwortliche in der Leitung waren neben Frank Reith und Adrian Vogler auch die Gemeindebrandinspektoren aus Hofbieber und Nüsttal, Forstamtsleiter aus Hofbieber und Burghaun sowie Vertreter der Bundespolizei Hünfeld, der Polizei und des THW.
„Übungen unter realistischen Bedingungen sind für alle Beteiligten eine besondere logistische Herausforderung. Allerdings resultieren daraus wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung“, sagte Frank Reith, und Adrian Vogler ergänzte: „Zudem ist es uns und den Verantwortlichen der Feuerwehren und Organisationen dadurch möglich, die Konzepte zur Aus- und Fortbildung sowie Einsatz- und Alarmpläne anzupassen.“

Wehren im Einsatz

Großgemeinden Hofbieber und Nüsttal,  zwei Katastrophenschutz-Löschzüge aus Gersfeld und Künzell sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Tann, Tann-Neuschwambach, Hünfeld, Hünfeld-Mackenzell, Dipperz, Burghaun, Eiterfeld, Petersberg und Lauterbach.