Menü Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Landrat Bernd Woide (r.) sowie Torsten Raab und Martin Kremer (1. und 2.v.l.) von der hessischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats mit den Rangern Joachim Walter (v.l.), Hubert Heger, Michael Müller, Hubert Stumpf, Arnold Will und Jan Knittel. (Es fehlt Ranger Georg Sauer.) Foto: Sebastian Mannnert

„Gesichter der Rhön“

am 02.08.2019

Seit 25 Jahren gibt es die Ranger im hessischen Biosphärenreservat

RHÖN (alb/red). Zahlreiche Besucher haben am Mittwoch, dem World Ranger Day, am Wanderparkplatz Schornhecke (Bayern) in der Nähe des Heidelsteins einen Einblick in die Arbeit der Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erhalten. Die sieben Mitarbeiter aus der hessischen Rhön konnten zudem ein Jubiläum gefeiert: Seit 25 Jahren gibt es die Naturschutzwarte in Hessen. Die Ranger seien „die Gesichter der Rhön”, sagte Landrat Bernd Woide.

Zu den Aufgaben der Rhön-Ranger gehören die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten und die Mitarbeit bei Artenschutz- und Monitoring-Projekten ebenso wie die Landschaftspflege, die Öffentlichkeitsarbeit und die Umweltbildung. Vier von den sieben Ranger waren bereits dabei, als am 22. Juli 1994 die hauptamtlichen Naturschutzwarte für den hessischen Teil des Biosphärenreservats  offiziell bestellt wurden. Als Bindeglied zwischen Natur und Mensch hätten es die Ranger in den vergangenen 25 Jahren verstanden, in der Bevölkerung Akzeptanz für die Belange des Biosphärenreservats und des Naturschutzes zu schaffen, betonte Landrat Woide.
„Ihr seid das Herz unserer Verwaltungsstelle“, sagte Torsten Raab, Fachdienstleiter Naturpark und Biosphärenreservat beim Landkreis. Viele Bewohner der Rhön hätten erst über die Ranger einen Zugang zum Biosphärenreservat und zum Naturschutz gefunden.
Schon am Morgen machten die ersten Wanderer an den Infoständen Halt, an denen die Ranger Projekte des Biosphärenreservats vorstellten. Die Junior Ranger aus Wüstensachsen hatten ihren selbst hergestellten Honig mitgebracht und zeigten, wie aus einem Stück Holz mit wenigen Bohrungen ein Insektenhotel werden kann. Zahlreiche Besucher schlossen sich einer Wanderung zum Steinkopf an, die von einem Ranger geführt wurde.

Info

Am World Ranger Day wird jedes Jahr auf der ganzen Welt auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur- und Kulturerbes aufmerksam gemacht. Sie sorgen in Naturreservaten für den Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur. Am 31. Juli wird vor allem auch jener Ranger gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden. Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Ranger im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich. Ein Hauptproblem sind Wilderer, deren illegalen Geschäften die Wildhüter im Weg stehen.