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Das Team mit (von rechts) Kreiswahlleiter Norbert Huder, Carolin Quinkler, Michael Schmitt und Johannes Groß wird am Wahlabend die Daten aus 313 Wahlbezirken prüfen und ein vorläufiges Ergebnis ermitteln. Foto: Lisa Laibach

Jetzt geht es um Europa

am 17.05.2019

170.000 Menschen im Landkreis zur Wahl des Europäischen Parlaments aufgerufen

LANDKREIS FULDA (lr). Vom 23. bis 26. Mai finden in 28 EU-Staaten die Wahlen zum neunten Europäischen Parlament statt. In Deutschland sind die Wählerinnen und Wähler am Sonntag, 26. Mai, aufgerufen, ihr Kreuz bei einer der 40 Parteien und sonstigen politischen Vereinigungen zu machen.

170.000 Wahlberechtigte sind es im Landkreis Fulda.  Zeitgleich werden an diesem Wahlsonntag die Bürgermeister in den Gemeinden    Ehrenberg, Poppenhausen und Hosenfeld gewählt. Die Ergebnisse der Europawahl können im Laufe des Wahlabends auf der Webseite des Landkreises abgerufen werden. 
Die rund 500 Millionen Wahlberechtigten der 28 Mitgliedsstaaten bestimmen über die Zusammensetzung des Parlamentes, das aus 751 Abgeordneten besteht. Die Zahl der nationalen Mandate richtet sich nach der Einwohnerzahl eines Landes. Deutschland stellt als einwohnerstärkstes Land mit 96 Sitzen die meisten Abgeordneten. Anders als ursprünglich geplant, tritt Großbritanien nicht vor der Wahl aus der Europäischen Union aus. Das bedeutet, dass nach Inkrafttreten des Brexit das EU-Parlament auf 705 Sitze verkleinert wird.
Wahlberechtigt sind in Deutschland alle Volljährigen mit deutscher Staatsbürgerschaft sowie alle Staatsangehörigen anderer EU-Staaten, die in Deutschland eine Wohnung haben oder sich gewöhnlich hier aufhalten. Sie müssen allerdings seit mindestens drei Monaten in Deutschland leben und in ihrer Heimatgemeinde im Wählerregister eingetragen sein. Insgesamt sind in Deutschland etwa 61 Millionen Menschen wahlberechtigt. Außerdem kommen etwa vier Millionen EU-Bürger hinzu, die in Deutschland leben. 
Anders als bei einer Bundes- oder Landtagswahl gibt es keine Sperrklausel, wie etwa die Fünf-Prozent-Hürde. Auch Wahlkreise gibt es nicht, stattdessen stellen die Parteien oder sonstigen politischen Vereinigungen Bundes- oder Landeslisten auf. Jeder Wähler hat eine Stimme.
Bei der Europawahl 2014  betrug die Wahlbeteiligung in Deutschland 48,1 Prozent. Im Landkreis Fulda war der Wert mit 39,1 Prozent noch niedriger. Auf die CDU entfielen 47,7  Prozent der gültigen Stimmen, bei der Wahl 2009 waren es 53,7 Prozent gewesen. Die SPD legte zu und kam auf 19,6 Prozent (2009: 15,0 Prozent). Die Grünen erhielten 9,4 Prozent (10,2%), die FDP lag bei 3,3 Prozent (10,8%), und die Stimmen für die Linke addierten sich auf 4,0 Prozent (2,7%).  Die AfD, die in 2009 nicht zur Wahl stand, kam 2014 auf 9,0 Prozent.
Bei der Europawahl gibt es im Landkreis 313 Wahlbezirke, davon sind 37 Briefwahlbezirke. Am Wahlabend melden die Städte und Gemeinden ihre Ergebnisse an das Kreiswahlbüro. Dort werden die Daten überprüft, zur  Veröffentlichung freigegeben und ein vorläufiges Kreisergebnis ermittelt. Der Kreiswahlleiter Norbert Huder wird unterstützt durch Johannes Groß, Carolin Quinkler und Michael Schmitt.
Eine Präsentation im Landratsamt findet nicht statt. Allerdings können die Ergebnisse mit Hilfe der Wahlapp „votemanager“ für iOS und Android oder im Internet unter www.landkreis-fulda.de abgerufen werden.
Wer am Wahltag verhindert ist, kann bis spätestens Freitag vor dem Wahltag bei der Gemeinde des Hauptwohnortes noch Briefwahlunterlagen beantragen. In besonderen Ausnahmefällen ist das sogar am Wahltag bis 15 Uhr möglich.