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Freudestrahlend bei der symbolischen Scheckübergabe zwischen den neu gepflanzten Weißtannen: Praktikantin Annabell Richardt (von links), Heiko Unger (Forstwirtschaftsmeister), Forstamtsleiter Florian Wilshusen, Volker Döpfler (Leiter Maklervertrieb Hevetia) und sein Hund Barneby. Fotos: Julia Hess

6.000 Weißtannen für die Rhön

Artikel von Von Julia Hess am 12.04.2019

Helvetia- Versicherungen sponsert Bäume für den hessischen Forst

HOFBIEBER. Die Weißtanne ist ein stabiler Nadelbaum mit tiefen Wurzeln, der als schadstoffempfindlich gilt. 6.000 dieser Bäume werden nun im Revier Findlos gepflanzt – gesponsert von Helvetia-Versicherungen.

Auf circa zwei Hektar im Revier Findlos – oberhalb des Parkplatzes Spinne – werden die 6.000 Tannen gepflanzt. Damit soll der Nadelholzanteil im Wald gewährleistet werden, die neuen Pflanzen dienen der Aufforstung.
Eine vierjährige Tannenpflanze kostet ungefähr 1,20 Euro. Dazu addieren sich die Kosten für den Schutz (rund vier Euro pro Tanne) und die Personalkosten. „Insgesamt sind das deutlich mehr als 50.000 Euro“, erklärt Florian Wilshusen, Leiter des Forstamts Hofbieber. Diese Kosten werden größtenteils von dem Unternehmen Helvetia übernommen. „Wir haben mit dem Projekt in der Schweiz und in Österreich angefangen“, erklärt Volker Döpfler, Leiter des Maklerbetriebs bei Helvetia. „Damit wollen wir die Umwelt unterstützen.“
Forstwirtschaftsmeister Heiko Unger demonstriert mit dem Spaten, wie die Tannen gepflanzt werden. „Die Wurzeln dürfen natürlich nicht nach oben stehen“, betont der Forstwirtschaftsmeister. „Außerdem sollen die Bäume mindestens 150 Jahre im Wald stehen, deswegen ist eine sorgfältige Vorgehensweise bei der Bepflanzung wichtig.“
Weißtannen haben tiefe, kräftige Wurzeln. Dennoch sieht eine vierjährige Tanne noch recht mickrig aus, ist bloß um die 30 Zentimeter groß. „Sobald die Wurzeln ausgebildet sind, wächst eine Weißtanne 30 bis 40 Zentimeter pro Jahr“, so der Forstamtsleiter. „Vorausgesetzt die Rehe finden die Pflanzen nicht vorher.“ Um sie vor hungrigen Wildtieren zu schützen, werden die Pflanzen eingezäunt.
Wegen ihres tiefen Wurzelsystems kann die Weißtanne sogar auf schweren Böden Halt finden. Für Trockenheit sei sie weniger anfällig. Außerdem sei sie sturmfester als beispielsweise eine Fichte. „Das haben sie während des Sturms Eberhard 2019 und Friederike 2018 bewiesen“, so Wilshusen. Deswegen sei die Weißtanne für die Zukunft mit den sich ändernden Klimaverhältnissen (hoffentlich) geeignet.
Übrigens war die Weißtanne 2004 Baum des Jahres. Dieses Jahr ist es die Flatterulme. Über diesen Baum berichten wir in der kommenden Ausgabe.