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Vertreterinnen und Vertreter der Projekte und der Politik waren guter Laune angesichts der vielen guten Ideen. Foto: Leoni Rehnert

23 Ideen lassen die Region leuchten

am 12.04.2019

Abschluss des Projektes LandKulturPerlen / 18 Kommunen beteiligten sich

FULDA/EICHENZELL (lr). Passender hätte der Veranstaltungsort kaum gewählt sein können: In der Kulturscheune Eichenzell präsentierten sich 23 regionale Kulturprojekte aus 18 Städten und Gemeinden des Landkreises Fulda. Sie alle sind im vergangenen Jahr im  Modellprojekt LandKulturPerlen mit jeweils 1000 Euro gefördert worden. Mit dem Abschluss in Eichenzell ist das Projekt nun in die Landkreise Schwalm-Eder und Kassel gezogen.

Regional-Projektmanagerin Ann-Kathrin Schmidt hatte 2018 die Werbetrommel gerührt, damit sich möglichst viele kulturelle Bildungsprojekte beteiligen würden – mit Erfolg: Was Vereine, Gemeinden, Initiativen, Organisationen, Künstlerinnen und Künstler auf die Beine stellten, kann sich sehen lassen. Nahezu alle Genres und Altersgruppen waren vertreten.  Die Bandbreite reicht von generationenübergreifenden Chorprojekten über digitale Angebote für Denkmäler bis hin zu Foto- und Kunstausstellungen.
Das Projekt, das vor allem den ländlichen Raum in den Blick nimmt, will die vielen kulturellen Initiativen der lokalen Gemeinschaften sichtbar machen. Von der Unterschiedlichkeit der Projekte und der Individualität der Akteure  war Ministerialrätin Carolina Romahn vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst angetan. Sie alle schüfen damit Orte, wo sich Menschen begegnen, diese kreativ gestalten und damit der Tradition und der regionalen Identität Ausdruck verleihen. Ihr Dank ging an Ann-Kathrin Schmidt, der „guten Seele des Projektes“. 
Michael Friedrich, Leiter der Volkshochschule des Landkreises Fulda, dankte allen Kommunen, Vereinen, Netzwerken und Schulen, die sich beteiligt haben, und überbrachte die Grüße von Landrat Bernd Woide und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Dass sich so viele junge Menschen engagiert haben, wertete er als besonders gutes Zeichen. „Es ist gut, wenn die Lust auf Kunst und Kultur schon früh geweckt wird“, sagte er und verwies darauf, dass der Landkreis Fulda in Sachen Kultur ohnehin keine weiße Landkarte sei.
Das bestätigte auch Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb, der in diesem Zusammenhang vor allem das ehrenamtliche Tun der Bürgerinnen und Bürger lobte.
„Jede Landkulturperle ist wie eine kleine Taschenlampe, die die Region ein bisschen mehr zum Strahlen bringt“, beschrieb Lothar R. Behounek Ziel und Ergebnis des Modellprojektes. „Kultur ist das Grundnahrungsmittel für die Gesellschaft“, sagte der Vorsitzende der Landesvereinigung Kulturelle Bildung und leitete zum Projekt der Landsynagoge Heubach über. Der Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Zimmermann, und Henrike Frohnapfel, die an den Grundschulen in Uttrichhausen und Neuhof unterrichtet, erläuterten den „Seelenvogel“, ein philosophisch-künstlerisches Literaturprojekt  für Kinder und Jugendliche. Die Grundschüler erarbeiteten mit der Philosophie-AG des Marianums eine neuillustrierte Auflage des Buches von Michael Snunit, das in der Synagoge präsentiert worden war und beim Finale nun auch in Eichenzell mit einer stillen und eindringlichen Darbietung einige besondere Momente schuf. Die Grundschülerinnen und -schüler wurden am Klavier begleitet von Frederik Sauer.
Die Feier schloss mit einer Podiumsdiskussion zu „Chancen und Herausforderungen von kulturellem und künstlerischem Schaffen im ländlichen Raum“. Teilnehmer daran waren Stadträtin Martina Sauerbier (Hünfeld), Dr. Klaus Listmann, Studienleiter Arbeit, Beruf und Musikerziehung bei der Kreis-VHS,  Stefan Meyer, Vorsitzender des Jugendmusiknetzwerks im Hessischen Kegelspiel, und Dr. Birgit Wolf, Evaluatorin des Modelprojektes.