Menü Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Die Mitarbeiter der Anlaufstelle unterstützen geflüchtete Menschen in Krisensituationen, bei Anträgen und alltäglichen Dingen. Foto: lassedesignen/Fotolia

Hilfe bei Krisen, Anträgen und Fragen

am 05.04.2019

Anlaufstelle für Flüchtlinge in Hünfeld, Bad Salzschlirf und Gersfeld

REGION (lai). Der Landkreis Fulda hat Anlaufstellen für geflüchtete Menschen, die in einer eigenen Wohnung leben, ins Leben gerufen. Die Ansprechpartner befinden sich in Hünfeld, Gersfeld und Bad Salzschlirf und sollen bei Problemen und alltäglichen Fragen zur Verfügung stehen.

Einige der Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis Fulda wurden in den vergangenen Monaten geschlossen. Damit fiel für viele Flüchtlinge der Ansprechpartner vor Ort weg. Denn die Sozialbetreuung wurde mit der Gemeinschaftsunterkunft aufgelöst. „Aber auch anerkannte Flüchtlinge, die bereits in einer eignen Wohnung leben, meiden erfahrungsgemäß die Gemeinschaftsunterkünfte, in denen sie zuvor gelebt haben“, erklärt Thomas Orf, Fachdienstleiter Zuwanderung beim Landkreis Fulda.
Mit dem Projekt „Zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Fluchthintergrund“ will der Landkreis Fulda Menschen mit Fluchthintergrund eine Anlaufstelle bieten. Dazu hat der Landkreis den DRK Kreisverband Hünfeld, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und die Grümel gGmbH mit der personellen Besetzung für zwei Jahre beauftragt. Jeder der Träger stellt eine Vollzeitstelle für das Projekt. Das DRK ist dabei in Hünfeld, die Grümel in Bad Salzschlirf und die AWO in Gersfeld und Ebersburg tätig. Vorerst wird es zunächst diese drei Anlaufstellen geben.
„Unser erster Eindruck ist, dass viele Menschen mit Fragen zu Anträgen, Handyverträgen oder der Steuer kommen“, sagt Jürgen Stelzer, der federführend das Projekt betreut. Er erklärt, dass die Ansprechpartner vor Ort die Flüchtlinge gegebenenfalls weitervermitteln können – sei es an die Verbraucherzentrale, den weißen Ring oder eine andere offizielle Stelle. „Die Flüchtlinge können alle Fragen aus ihrem Alltag an die Mitarbeiter vor Ort herantragen“, sind sich Orf und Stelzer einig. Es gebe beispielsweise Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen, Beratungen und Vermittlungen in Krisensituationen, Hilfe und Vermittlung bei der Suche nach Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen oder Vermittlungen zu Schulen und Vereinen.
Thomas Orf betont, dass die Anlaufstelle für Menschen mit Fluchthintergrund vor allem der Integration dient: „Mit dem Auszug aus der Gemeinschaftsunterkunft oder der Auflösung dieser ist es für den Landkreis nicht getan. Wir stellen uns der Herausforderung und helfen den Menschen, die in der Region bleiben, hier zu leben und zu arbeiten.“