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Anlässlich ihres Ausscheidens als Kreiselternbeiratsvorsitzende wurde Martina Gilbert von ihrem Stellvertreter Matthias Golbach für die Verleihung des Landesehrenbriefs vorgeschlagen. Foto: Franz-Josef Enders

Gehör für schulische Belange der Eltern

am 05.04.2019

Langjährige Kreiselternbeiratsvorsitzende Martina Gilbert ausgeschieden / Landrat überreicht Landesehrenbrief

HILDERS/FULDA (was). 25 Jahre war Martina Gilbert in der Elternarbeit aktiv – davon viele Jahre im Kreiselternbeirat des Landkreises Fulda, den sie mit einer kurzen Unterbrechung seit 2011 geleitet hat. Aus dieser Funktion ist die im Hilderser Ortsteil Batten beheimatete 47-Jährige mit dem Auslaufen der letzten Wahlperiode am 4. Februar 2019 ausgeschieden, nachdem das jüngste ihrer insgesamt fünf Kinder im letzten Jahr die Schulausbildung beendet hatte. 

Eine Nachfolgerin beziehungsweise ein Nachfolger konnte noch nicht gefunden werden. Die Wahl soll voraussichtlich im Herbst nachgeholt werden.
Auf Vorschlag des langjährigen stellvertretenden Kreiselternbeiratsvorsitzenden Matthias Golbach war das vielfältige ehrenamtliche Engagement von Martina Gilbert, das sich auch auf die Kultur- und Heimatpflege erstreckt – im Musikverein Simmershausen-Batten lernte sie ihren Ehemann kennen – für Landrat Bernd Woide Veranlassung, sich bei der Hessischen Staatskanzlei für die Verleihung des Landesehrenbriefs an die gebürtige Simmershausenerin einzusetzen. Vor kurzem konnte Landrat Woide die Auszeichnung mit einem kleinen Abschiedsgeschenk als Zeichen des Dankes und seiner auch persönlichen Wertschätzung an die langjährige Kreiselternbeiratsvorsitzende überreichen, die sich von der Ehrung sehr überrascht zeigte und versprach, der Elternarbeit in der Region gewogen zu bleiben – jedoch in anderer Form als bislang.
Ihr Engagement begann im Elternbeirat des katholischen Kindergartens in Hilders. Es folgte –  jeweils parallel zum Schulbesuch der Kinder – die Mitarbeit in Klasseneltern- und Schulelternbeiräten der Mittelpunktschule in Hilders sowie der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld und Hilders, wobei sie oft den Vorsitz hatte. Von 2006 bis 2011 gehörte sie der Schulkommission des Landkreises Fulda für allgemeinbildende Schulen und von 2011 bis heute der Schulkommission für berufsbildende Schulen an. Außerdem war sie Mitglied im Landeselternbeirat und in verschiedenen Fachausschüssen des Bundeselternbeirats. Weiter tätig bleiben wird Martina Gilbert als Multiplikatorin im Elan-Projekt des Hessischen Kultusministeriums zur Schulung von Elternbeiräten.
Wichtig ist ihr, dass das derzeit verwaiste Amt des/der Kreiselternbeiratsvorsitzenden wiederbesetzt wird, um die spezifischen Interessen und Sichtweisen der Elternschaft in die Gestaltung der hiesigen Schullandschaft einzubringen. Martina Gilbert, die Mitglied in allen Klassenelternbeiräten ihrer fünf Kinder war und sogar gleichzeitig in vier unterschiedlichen Klassenelternbeiräten mitgearbeitet hat, ist gerne bereit, potentielle Nachfolgern mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen zu unterstützen. Speziell die Kontakte zum Landkreis Fulda, der für eine hervorragende Ausstattung seiner Schulen sorge und dabei hessenweit ein Vorbildrolle einnehme, seien sehr gut. Landrat Woide habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Eltern.
Das von der bisherigen Kreiselternbeiratsvorsitzenden abgedeckte Themenfeld ist breitgefächert und reichte von Verbesserungsvorschlägen bei der Schülerbeförderung bis zum Eintreten für den Erhalt des neunjährigen Gymnasiums. Auch als neutrale Person bei Konflikten innerhalb der Schulgemeinde war Martina Gilbert schon gefragt. Als Highlights bewertet sie, dass es ihr gelungen ist, hochkarätige Referenten zu Bildungsfragen nach Fulda zu holen. Leitbild der Schule von morgen könnte für Martina Gilbert das an der Konrad-Zuse-Schule in Hünfeld realisierte Konzept der selbständigen Schule werden. Ebenfalls in guter Erinnerung ist ihr die Ulsterstalschule in Hilders geblieben, die sie im Anschluss an die frühere Dorfschule in ihrem Geburtsort besucht hat.