Menü Button
mk Logo
Marktkorb Logo
Wohnen am Schlosspark: Diese 2012 entstandene Aufnahme zeigt das gegenwärtige Stadtbild. Foto: Rudolf Karpe

Zentralbad weicht Wohnpark

am 09.01.2019

Fulda Anders (13): Badevergnügen am Bibraplatz währte 37 Jahre

FULDA (kar). Der Uniplatz wird wohl kaum ausreichen, um alle Menschen aufzunehmen, die im ersten Fuldaer Hallenbad, dem Zentralbad, schwimmen gelernt haben. Ganzjährig bot es den Fuldaern den ersehnten Sport- und Badespaß. 1968 war es endlich soweit, dass in der Stadtmitte ein Hallenbad eröffnet wurde. Der Bau, auch Winterbad genannt, wurde von den Fuldaern emotional begleitet.

Um die Realisierung zu unterstützen, erwarb man sogenannte Bausteine, die neben den Spendengeldern aus der Wirtschaft die Finanzierung erleichterten. Die Bademeisterin Sigrid Achterling schwärmt noch heute von der freundschaftlichen und familiären Atmosphäre mit den Badegästen. Da wurde schon einmal bei einem runden Geburtstag eine Flasche Sekt geöffnet oder an Rosenmontag erschien man kostümiert. Es waren nicht nur die Senioren, die sie regelmäßig und gerne zu Gast hatte. Auch die Schülerinnen der Marienschule sind ihr unter den zahlreichen Schulschwimmgruppen noch in bester Erinnerung.

Vor dem Zentralbad stand an dieser Stelle ein Schulgebäude. Es war 1870 errichtet worden. Anfangs gab es hier die Höhere Bürgerschule, die ab 1903 den Status einer Oberrealschule erhielt. Von 1942 bis Kriegsende trug sie den Namen Wilhelm-Balthasar-Schule. Dann zog sie als Städtisches Realgymnasium in das alte Lehrerseminar (heute Neubau Winfriedschule) an der Leipziger Straße um. Die Schüler des Realgymnasiums erhielten 1959 einen Neubau im Schulviertel, und die Schule wurde in Freiherr-vom-Stein-Gymnasium umbenannt. Das alte Schulgebäude am Heinrich-von-Bibra-Platz beherbergte in den Nachkriegsjahren das Staatliche Aufbaugymnasium (Winfriedschule). Es wurde für den Hallenbadbau abgerissen. Nach dem Ende der Zentralbad-ära bebaute man die Fläche zum dritten Mal.
2009 war auf 5000 qm Fläche ein Gebäude in Terrassenform mit 55 Wohnungen, Büroflächen und einem Restaurant fertiggestellt worden. Der Gebäudekomplex in bester Lage enthält sogar eine Turnhalle für die Marienschule.