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Ein offenes Ohr für Kritik und Anregungen psychisch kranker Menschen haben die Ehrenamtlichen der neuen unabhängige Beschwerdestelle. Foto: Fotolia/Photographee.eu

Ehrenamtliche Profis und Betroffene gesucht

am 16.04.2018

Beschwerdestelle für psychisch kranke Menschen

FULDA (lr). Unterstützung für psychisch kranke Menschen:  Das hessische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz, das im August 2017 in Kraft getreten ist, fordert von den Landkreisen und kreisfreien Städten die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Menschen mit ihren Sorgen, Anregungen und Beschwerden rasch ein offenes Ohr und tatkräftige Hilfe finden. Der Landkreis Fulda sucht dafür insgesamt zehn ehrenamtliche Frauen und Männer, zwei sind bereits gefunden.

Die Fäden dafür liefen beim Sozialpsychiatrischen Dienst zusammen, erklärt Petra Sander, die dort mit sieben Kolleginnen tätig ist. Das neue Gesetz wolle dafür Sorge tragen, dass sich Menschen, die durch ihre psychische Erkrankung meist schon viele belastende Situationen und Krisen erlebt hätten, mit ihren Sorgen nicht zurückzögen, erklärt sie. Das bedeutet konkret: Sie können bei der neuen Beschwerdestelle ihre Kritik über psychiatrische Krankenhäuser und Unterbringungen, über andere Hilfeerbringer, ehrenamtliche Helfer und auch über den Sozialpsychiatrischen Dienst äußern und Anregungen vorbringen. „Wir sind seit geraumer Zeit dabei, dieses niedrigschwellige Angebot zu organisieren“, sagt Petra Sander und ergänzt: „Die Beschwerdestelle arbeitet unabhängig, neutral, vertraulich und kostenfrei – die Helferinnen und Helfer entsprechend ehrenamtlich.“
Zehn Personen sind vonnöten, um einen funktionierenden Jahresplan erstellen zu können, bei dem immer zwei Ehrenamtliche eine Woche Dienst übernehmen. Dazu gehört zunächst nicht viel: Es geht darum, regelmäßig den geschalteten Anrufbeantworter abzuhören, Mails zu lesen – und die jeweiligen Anrufer und Schreiber zu informieren, dass ihre Beschwerde angekommen ist. In der Folge werden Termine vereinbart, bei denen die Beschwerden mit den Hilfesuchenden besprochen werden und das weitere Vorgehen geklärt wird. „Ob dann mit Ämtern oder Krankenhäusern Kontakt aufgenommen wird, wie Lösungen erarbeitet werden, ob Angehörige einbezogen werden oder ob die betroffenen Person letztendlich anwaltlichen Beistand benötigt – all das kann und wird auch im Team geklärt“, sagt Petra Sander.
Gesucht werden Frauen und Männer – Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige oder Fachkräfte der psychiatrischen Versorgung –,  die bereit sind, ehrenamtlich in einem solchen Team mitzuarbeiten.

Kontakt

Interessierte können sich bei den Mitarbeiterinnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes informieren – telefonisch unter (0661) 6006-6063 oder per E-Mail sozpsychdienst@landkreis.fulda.de

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