feed_ipster | Der ewige Krieg: Fachtagung zur Teilung der koreanischen Halbinsel

Gibt es noch Hoffnung auf Frieden?

Der Abriss eines südkoreanischen Wiedervereinigungsmahnmals durch Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un im Jahr 2024 ist einer der aktuellen Aufhänger einer Tagung, die die Gegenwartspolitik der koreanischen Halbinsel in den Blick nimmt. Am Freitag, 29. Mai, lädt die Point Alpha Stiftung gemeinsam mit dem Zukunftsforum für Korea unter dem Titel „Der ewige Krieg. Vom Koreakrieg zur Gegenwartspolitik der geteilten Halbinsel“ zu einer Fachtagung ins Haus auf der Grenze ein.

Während Deutschland die Teilung des Landes vor mehr als drei Jahrzehnten überwunden hat, bleibt der Schmerz der Teilung in Korea bis heute präsent. Als Ergebnis des Koreakrieges von 1950 bis 1953 entstand eine hermetisch gesicherte Grenze, die Nord- und Südkorea noch immer trennt. Parallelen zwischen der deutschen und der koreanischen Geschichte zeigten sich nicht nur an den jeweiligen Grenzanlagen, sondern auch in der politischen Entwicklung jener Jahre, wie die Point Alpha Stiftung mitteilt. Die Ereignisse in Fernost hätten in den frühen 1950er Jahren konkrete Auswirkungen auf die deutsche Politik gehabt und seien eng mit der ersten Zuspitzung des Kalten Krieges verbunden gewesen.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen laut Angaben der Veranstalter Fragen nach dem heutigen Blick der Menschen in Korea auf eine mögliche Wiedervereinigung – 73 Jahre nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsvertrags. Spielt der Gedanke an Wiedervereinigung jenseits symbolträchtiger Inszenierungen noch eine Rolle? Während in Nordkorea ein Mahnmal zur Wiedervereinigung abgerissen wurde, entwickeln Politikerinnen und Politiker in Südkorea immer wieder neue Ansätze zur Überwindung der Teilung. Häufig beziehen sie sich dabei auf die deutsche Wiedervereinigung nach der Friedlichen Revolution. Inwieweit sich daraus tragfähige Konzepte für Korea ableiten lassen, ist unter Expertinnen und Experten allerdings umstritten.

Die Tagung bietet nach Angaben der Point Alpha Stiftung ein vielschichtiges Programm mit mehreren Referentinnen und Referenten, das sowohl die historische Dimension als auch aktuelle politische Fragen sowie Bezüge zur deutschen Geschichte beleuchtet. Ein Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 29. Mai 2026, von 15 bis 20 Uhr im Haus auf der Grenze statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich. Interessierte können sich per E-Mail an service@pointalpha.com oder telefonisch unter 06651/919030 anmelden.