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Hitze, Hippies, Herzberg: Ein Festival der Generationen

BREITENBACH AM HERZBERG. Festivalliebhaber, gute Stimmung, Sonnenschein und viel Liebe gab es vergangenen Samstag am legendären Herzberg Festival. Dieses gilt als Mekka für Hippies.

Eine entspannte Atmosphäre, ein geregelter Ablauf und vor allem viel gute Laune erwartete vergangenen Samstag auf dem Herzberg Festival in Breitenbach die Besucher. In Hof Huhnstadt glitzerte und funkelte einem der silberverzierte Wohnwagen für Presse- und Gästelistentickets entgegen. Außerdem verlief hier auch der Fußweg zum Festivalgelände entlang. Langsam aber sicher fanden sich hier die ersten Künstler auf den Backstage Parkplätzen ein, ebenso hielten hier auch kurzzeitig Nachzügler, die erst am Samstag aufs Gelände anreisten.

Auch samstags reisten noch viele Besucher an

Zum eigentlichen Festivalgelände ging es gut fünf Kilometer über die Landstraße in einen Wald hinein – quasi wenn das Gefühl aufkommt, man sei daran vorbeigefahren, ist man am Ziel angelangt. Valerie und Julia waren bereits zum wiederholten Male als Einweiserinnen für die Parkplätze auf dem Zeltplatz-Areal „Neue Heimat“ tätig. Die beiden kommen immer gern wegen ihrer Freunde und den Besuchern zum Arbeiten wieder.

Der Duft von Dosen-Ravioli zum Frühstück, frisch geduschten Besuchern, Bier und Schweiß vermischten sich mit dem Staubgeruch auf dem Acker: Typisch Festival eben.

Eine alteingesessene Crew namens „Frieden ohne Geld“ hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Bei den alten Hasen des Herzbergs sind die Freunde bekannt. Ein Glücksrad haben sie schon in petto gehabt, bei dem es allerhand, „aber wirklich keinen Quatsch zu gewinnen gibt“, erzählt Ulli stolz. Er ist einer der Gründer, der mit seinem wunderschönen kaffeebraunen, alten VW-Bus schon seit Jahren aufs Festival kommt. „Wir wollen glückliche Leute sehen“, erzählt Ulli.

Es kann Stunden dauern, bis das offizielle Festivalgelände erreicht wird. Denn auf dem Weg dorthin begegnen einem unzählige liebe Menschen. Vom Camping und Parkgelände „Neue Heimat“ ging es einen schmalen Pfad hinunter zur Straße.

Auf der anderen Seite angekommen, ging es dort direkt zu „Freak City“. Auch hier gab es beispielsweise Pavillons, die zu kleinen inoffiziellen Bühnen umgewandelt wurden. Die einen saßen gemütlich zusammen und spielten Gitarre, andere hingegen genossen einfach die Atmosphäre, tanzten oder verkauften kleine selbstgemachte Dinge.

Eva kommt seit Jahren zum Herzberg und verschönert die Körper mit Henna. Meistens an Armen, Händen und Beinen. „Je nachdem, wie lange ich Lust drauf habe, dann räume ich mein Schild und die Decke in den Bus und gehe der Musik lauschen“, berichtet die kreative Besucherin. Wer mag, darf etwas spenden. Der Erlös geht zu Hundertprozent an den Tierschutzverein Help Broken Hearts.

Liebevolles Miteinander

Einige Schritte weiter stand man mitten in Freak City. Hier gab es neben dem legendären Wagen-Burger auch andere Essensstände und einiges an Getränken. Verschiedene Künstler hatten hier kleine Stände, andere verkauften Schmuck oder Klamotten. Außerdem fanden sich hier das Lesezelt, der Höllenschuppen, die Mental Stage sowie die Freak Stage.

Langsam aber sicher strömten die Menschen auf das Gelände. So auch Patricia und Michael: Das Paar aus dem Ruhrgebiet kommt immer wieder gern zurück. „Seitdem wir herkommen, ist es wie ein Zuhause“, sind sich beide einig. In Freak City trafen viele auf Luana, sie war gemeinsam mit ihrere Familie vertreten. Ihre Mama bastelt wiederverwendbare bunte Strähnen aus Federn für die Haare, ihr Papa hat eine kleine Auswahl an Schmuck dabei und ihr Opa als gelernter Optiker hat sich dank seiner Leidenschaft fürs Fotografieren etwas ganz besonderes ausgedacht. Er fotografiert die Iris und druckt diese anschließend auf die verschiedensten Huntergründe, natürlich auf Wunsch passend zur Augenfarbe.

Auch Joshua und Norman von der Band Malaka Hostel genießen das entspannte Festival Flair, bevor sie die Weiterreise zum nächsten Auftritt starten.

Regionale Künstler vertreten

Aber auch andere Künstler, wie David aus Fulda, trafen wir beim Herzberg. Er hatte „Die Bumbos“ im Gepäck. „Mit dem Comics und Zeichnungen möchte ich den Leuten naturwissenschaftliche Themen näherbringen“, sagte er. Derzeit läuft seine Ausstellung „Die Bumbos“ in der Kinder-Akademie in Fulda noch bis zum 31. Januar nächsten Jahres.

Die Besucher, Aussteller, Künstler und auch die Initiatoren der Veranstaltung waren begeistert, dass das Festival endlich wieder wie gewohnt stattfinden konnte.

Für Jung- und Althippies und alle, die es werden möchten, findet 2023 das familienfreundliche Festival vom 27. bis  30. Juli statt.

Der Marktkorb verlost zusammen mit der Kinder-Akademie Fulda für die Ausstellung und den Eintritt ins Museum „Die Bumbos“ 3 mal eine Familienkarte. In dieser ist der Eintritt in die Ausstellung inkludiert. Wer gewinnen möchte, kann online unter marktkorb.de/gewinnspiele teilnehmen und das Formular ausfüllen, Stichwort „Blumen“.  Die Karten erhalten die Gewinner gegen Vorlage des Personalausweises in der Geschäftstelle der Fuldaer Zeitung in der Frankfurter Straße 8. https://www.marktkorb.de/gewinnspiele/