„Literatur im Stadtschloss“ startet
Die Reihe „Literatur im Stadtschloss“ lädt vom 25. März bis zum 3. Juni zu sieben Veranstaltungen ab 19 Uhr ein. Zu Gast im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses sind Navid Kermani, Nadine Schneider, Bodo Kirchhoff, Lena Gorelik, Angela Steidele, Ronya Othmann und Anja Gmeinwieser, die am 3. Juni für ihren Debütroman „Wir Königinnen“ mit dem Fuldaer Literaturpreis gewürdigt wird.
„Wir haben wieder ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt und renommierte literarische Gäste verpflichten können, die im Fürstensaal ihre Neuerscheinungen präsentieren werden“, sagte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld im Fuldaer Stadtschloss. Der Besuch der Lesungen sei auch in diesem Jahr für alle Interessierten wieder kostenfrei möglich, unterstrich Wingenfeld. Er dankte der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Fulda, der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und Parzellers Buchverlag für ihre langjährige großzügige Förderung der traditionsreichen Literaturreihe.
Uwe Marohn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Fulda, sagte: „Wer schreibt, hilft uns die Welt durch die Augen anderer zu sehen. Literatur ist eine Einladung zum Perspektivwechsel. Das bereichert die Leserinnen und Leser nicht nur persönlich. Es ist auch ein wertvoller Impuls für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dazu trägt die
Jubiläumsstiftung der Sparkasse gerne bei.“
Navid Kermani wird die Reihe „Literatur im Stadtschloss“ 2026 am Mittwoch, 25. März, eröffnen. Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller, der unter anderem mit dem Kleist-Preis, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Hölderlin-Preis und dem Thomas-Mann-Preis geehrt wurde und für seine bemerkenswerten Beiträge zum Dialog zwischen Religionen und Kulturen 2023 den Winfried-Preis der Stadt Fulda erhielt, liest aus seinem Roman „Sommer 24“.
Für ihren Debütroman „Drei Kilometer“ wurde Nadine Schneider 2020 mit dem Literaturpreis Fulda gewürdigt. 2021 las die Autorin beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und veröffentlichte noch im selben Jahr ihr zweites Buch „Wohin ich immer gehe“. Ende Februar kommt nun „Das gute Leben“ in den Buchhandel. Mit ihrem dritten Roman ist Nadine Schneider am Mittwoch, 15. April, im Fürstensaal zu Gast.
Dort liest eine Woche später, am Dienstag, 21. April, Bodo Kirchhoff. Der Schriftsteller wurde nach seinen vielfach gefeierten Romanen „Die Liebe in groben Zügen“ und „Verlangen und Melancholie“ 2016 für seine Novelle „Widerfahrnis“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. 2019 erhielt er die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt. Bei seiner Fuldaer Lesung präsentiert er Auszüge aus seinem im Januar veröffentlichten Roman „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“.
Im März erhält Lena Gorelik auf der Leipziger Buchmesse den Preis der Literaturhäuser 2026. Am Mittwoch, 13. Mai, stellt die Autorin Passagen aus ihrem Mitte März erscheinenden Buch „Alle meine Mütter“ vor. Ihr Roman „Hochzeit in Jerusalem“ war für den Deutschen Buchpreis nominiert, „Mehr Schwarz als Lila“ für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Regelmäßig schreibt sie Essays zu gesellschaftlichen Themen und wurde 2024 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet.
Angela Steidele, die am Mittwoch, 20. Mai, aus ihrem Roman „Ins Dunkel“ liest, hat sich als Autorin von Sachbüchern und Romanen einen Namen gemacht. Für „Rosenstengel“ erhielt sie den Bayerischen Buchpreis, „Aufklärung. Ein Roman“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur gewürdigt.
Mit ihrem Buch „Rückkehr nach Syrien. Eine Reise durch ein ungewisses Land“ ist Ronya Othmann am Dienstag, 26. Mai, im Fürstensaal zu erleben. Für ihr bisheriges Schaffen erhielt die Autorin zahlreiche Ehrungen, unter anderem war ihr zweiter Roman „Vierundsiebzig“ für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde unter anderem mit dem Düsseldorfer Literaturpreis sowie dem Erich-Loest-Preis gewürdigt.
Den feierlichen Abschluss der Reihe „Literatur im Stadtschloss“ 2026 bildet am Mittwoch, 3. Juni, die Verleihung des Literaturpreises Fulda 2026 an Anja Gmeinwieser für ihr Romandebüt „Wir Königinnen“. Die Autorin, geboren 1989, hat Soziale Arbeit sowie Politik-, Theater- und Medienwissenschaften studiert, stand 2018/19 auf der Shortlist des Wortmeldungen-Förderpreises, war 2023/23 Teilnehmerin der Romanwerkstatt des Literaturhauses München und 2023 Finalistin beim open mike. Sie arbeitet als Sozialarbeiterin in der stationären Jugendhilfe.
Im Fürstensaal wird die Autorin den mit 10.000 Euro dotierten Literaturpreis Fulda 2026 entgegennehmen. Die Laudatio hält Jury-Mitglied und Literaturkritikerin Julia Schröder. Gmeinwieser wird darüber hinaus aus ihrem Buch „Wir Königinnen“ lesen.
