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Das Gesundheitszentrum in Neuhof ist eine ebenso bekannte wie wichtige Einrichtung, wenn es im südlichen Landkreis Fulda um Themen rund um Gesundheit geht. Foto:Torsten Goßmann

Strukturen erhalten

am 18.03.2020

Neuhof soll als Gesundheitsstandort des Südens etabliert werden

NEUHOF (tg). Wenn es um den ländlichen Raum geht, sorgt bei Gemeindevertretern wie Bürgermeistern die immer geringer werdende Anzahl der niedergelassenen Ärzte bzw. fehlender Nachwuchs vor Ort für Bauchschmerzen. Um dem ein Stück weit entgegen zu wirken will die Gemeinde Neuhof ein Gesundheitsnetzwerk schaffen.

Damit soll die Kaligemeinde auch als der Gesundheitsstandort im südlichen Landkreis Fulda etabliert werden. Diese Vision teilte Bürgermeister Heiko Stolz in seinem Rückblick und Ausblick beim Neujahrsempfang von Gemeinde und Gewerbeverein mit. „Wir sind dem Gesundheitsnetzwerk Osthessen beigetreten. Unser Ziel ist hier ein Erhalt der bestehenden gesundheitlichen Struktur“, berichtetet Neuhofs Bürgermeister Heiko Stolz vom ersten Schritt im Gespräch mit dem Marktkorb.
Wie wichtig und dringend der Erhalt dieser bestehenden Strukturen ist, zeigte sich beispielhaft im Jahr 2017 bis 2018, als die Gemeinde Neuhof dafür kämpfte, dass eine Frauenärztin in Neuhof bleibt. Mit Erfolg: „Wir haben zwar keinen eigenen Sitz hier in Neuhof, aber eine Außenstelle des MVZ Münsterfeld. Das war sehr wichtig, denn der Gynäkologe versorgt den gesamten Südkreis und im Westen auch Hosenfeld“, so der Rathauschef weiter.
Nachfolge sichern
Aber es geht noch weiter:„Wir haben zwei Allgemeinmediziner in Neuhof, einer über 60 Jahre alt, der andere an die 60. Hier kämpfen wir darum, Nachfolger zu finden“, blickt Stolz leicht besorgt in die Zukunft. Deswegen wurde bereits begonnen, sich in Sachen Gesundheit ein Stück weit zu vernetzen und Kontakte aufzubauen. „Im GNO sind alle Player in Sachen Gesundheitsthemen der Region dabei, ebenso Parzeller und die Hochschule Fulda, die eine Kooperation mit Marburg eingegangen ist, um Medizinstudenten in die Region zu holen.“ Aber auch im Ort selbst fehlt Stolz noch ein bisschen das Netzwerk. „Wir haben fast in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Netzwerke (Gewerbeverein, Vereinsbeirat), im gesundheitlichen Bereich allerdings arbeitet jeder noch ein bisschen vor sich her“, weiß er.
Deswegen plane die Gemeinde jetzt, einen Gesundheitsstammtisch ins Leben zu rufen, an dem sich alle Akteure der Gesundheit treffen und austauschen können, um im Idealfall Synergien zu schaffen. Dazu zählen Ärzte, Physiotherapeuten, Apotheker, Zahnärzte und so weiter. Mit diesem Konstrukt der regionalen und überregionalen Vernetzung habe man dann auch eher die Chance, einen Nachfolger für bestimmte Bereiche zu finden, als wenn man autonom agiert wird. Dieses Projekt wird ehrenamtlich von Mattea Heil und Miriam Benkner von der Gesundheitsschmiede Neuhof betreut, die den Existenzgründerpreis der Gemeinde im Jahr 2018 gewonnen haben.
„Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und wir hoffen, auf große Resonanz stößt und sich im Idealfall Ärzte oder Therapeuten entschließen, sich im Dorf niederzulassen“, erklärt Physiotherapeutin Miriam Benkner. 

Erster Stammtisch

Der erste Gesundheitsstammtisch soll im September stattfinden. Der genaue Termin wird derzeit noch festgelegt. 
Wer sich bereits jetzt darüber informieren möchte, kann mit der Gesundheitsschmiede Neuhof per E-Mail unter physio@gesundheitsschmiede-neuhof.de in Kontakt treten.

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