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Polizeidirektor Bernhard Jäger, Innenminister Peter Beuth, Polizeihelferin Emily Mazur, Bürgermeister Matthias Kübel und Erster Beigeordneter Karl Schüler in Bad Salzschlirf vor dem Rathaus. Fotos: Carolin Hartmann

Beobachten und melden

am 10.02.2020

Freiwilliger Polizeidienst nun auch in Bad Salzschlirf und Schlitz

BAD SALZSCHLIRF/SCHLITZ (cle). Eine Uniform schafft Respekt. Unter dem Motto „Präsenz zeigen, beobachten, melden“ sorgen ehrenamtliche Helfer zusätzlich zu den Polizeibeamten für Sicherheit und Ordnung und sind Ansprechpartner für Bürger. 37 Freiwillige Polizeihelfer sind in Osthessen unterwegs. Nun können auch sechs Helfer in Bad Salzschlirf und Schlitz auf „Streife“ gehen.

Denn diese Woche wurde dort der Freiwillige Polizeidienst eingeführt. Zur Vertragsunterzeichung kam Hessens Innenminister Peter Beuth persönlich nach Bad Salzschlirf.
Der Freiwillige Polizeidienst ist ein Angebot des Hessischen Ministeriums des Inneren und des Sports an die Kommunen, in die Sicherheit ihrer Bürger zu investieren. Die Ehrenamtler sind Bürger in Uniform – keine klassischen Polizeibeamten. Sie unterstützen aber die Polizeibehörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben (siehe Infokasten).
„Für Bad Salzschlirf ist der Freiwillige Polizeidienst ein wichtiges Thema“, sagte Bürgermeister Matthias Kübel und erläuterte, warum sie das Angebot in Anspruch nehmen. Es gebe zwar keine Angsträume oder No-Go-Areas, aber immer wieder Vandalismus und Sachbeschädigungen. Bad Salzschlirf sei ein großer und langjähriger Kurstandort mit sechseinhalb Hektar Kurpark. Die Gemeinde zähle über 200.000 Übernachtungen im Jahr (Standesbeamte, Rehapatienten, Touristen). „Für diese Menschen ist es wichtig, ein intaktes und von der Sicherheitslage her ordentliches Umfeld zu bieten.“ Das Gleiche gelte auch für die 3.300 Einwohner. „Es ist nicht so, dass wir ein Sicherheitsproblem haben, so dass wir dringend polizeiliche Unterstützung bräuchten. Aber wir haben schon gewisse Veränderungen in unseren Strukturen, die immer wieder zu Vandalismus geführt haben.“ Um das Sicherheitsempfinden zu stärken und Vandalismus besser begegnen zu können, sei  der Freiwillige Polizeidienst ein gutes Instrument. Bad Salzschlirf  schließt sich bei dem Kooperationsvertrag mit Schlitz zusammen.
Innenminister Peter Beuth bescheinigte zwar, dass die Sicherheitslage im Landkreis Fulda und in der Gemeinde Bad Salzschlirf geordnet sei. „Aber uns reicht nicht, dass die Bürger objektiv sicher sind, sondern sie sollen sich auch sicher fühlen. Es nutzt niemandem, dass er sicher ist, sich aber nicht sicher fühlt, und dann nicht das Haus verlässt und am Gemeindeleben teilnimmt“, meint Beuth. Deshalb sei es wichtig, dass das Land Hessen und die Polizei das Sicherheitsgefühl der Bürger bestmöglich bedienen.  Eine Maßnahme sei  der Freiwillige Polizeidienst. „Das ist kein Ersatz für Vollzugsbeamte. Das können sie auch gar nicht sein. Aber sie sind wichtige Unterstützer in Zusammenhang mit dem Sicherheitsgefühl, weil sie in Uniform Präsenz draußen zeigen und Bürger das wahrnehmen.“ Die Ausbildung, die die hessische Polizei organisiert, dauert 50 Stunden. „Dabei werden unter anderem Rechtsgrundlagen vermittelt“, erläutert Polizeidirektor Bernhard Jäger. „Mit dem Gedanken des Beobachtens, Meldens und Präsenz zeigen  verkörpern sie die Kommune und die Polizei gleichermaßen.“
Eine der freiwilligen Helfer ist Emily Mazur aus Mittelrode. Einsätze hatte sie bereits in Fuldas Innenstadt oder in Künzell. Nun wird sie auch in Schlitz und Bad Salzschlirf eingesetzt – im Kurpark oder zum Lichterfest. Die 18-Jährige erhofft sich von ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit einen Einblick in die Polizeiarbeit. „Als Kind wollte ich zur Polizei.“ Nun macht sie eine Ausbildung als Mediengestalterin und den Polizeidienst einfach ehrenamtlich. „So kann ich mich für Sicherheit in Ost-hessen einsetzen.“

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