Menü Button
mk Logo
Marktkorb Logo
In Aktion: Der Pastoralreferent Björn Hirsch bei einem der bekannten „B.A.S.E.“-Jugendgottesdiensten. Foto: All for One e.V., Viktor Wall

Von der City in die Rhön

am 05.02.2020

Pastoralreferent Björn Hirsch übernimmt das neue Start-Up „Touristenpastoral Rhön“

FULDA/HILDERS (jh). Von derCity in die Rhön: Der 36-jährige Pastoralreferent Björn Hirsch übernimmt ein neues pastorales Start-Up. Seit Januar baut er die „Touristenpastoral Rhön“ auf.

Björn Hirsch hat Theologie und Religionspädagogik studiert und promoviert derzeit. „Ich habe dieselbe akademische Ausbildung wie ein Pfarrer, habe aber eine andere Berufung verspürt. Als Pastoralreferent kann ich genauso für die Menschen und meinen Glauben arbeiten. Außerdem war mir schon immer wichtig, eine Familie und Kinder zu haben.“ Mit seiner Frau und seinen drei Töchtern wohnt der 36-Jährige in Großenlüder-Bimbach.
Der Pastoralreferent baut seit 2015 die Citypastoral Fulda auf. Dort hat er Formate wie „Blamieren und Kassieren – Sternsingen für Erwachsene“, „KiK – Kirche in der Kneipe“ und „Glaubenskurse im Löwen“ ins Leben gerufen und das überkonfessionelle Netzwerk „All for One“ mit den „B.A.S.E.“- Jugendgottesdiensten und dem „Light Up The Dom“-Festival gegründet.
„Ich will Kirche für Menschen machen, die nicht die typischen Sonntags-Kirchengänger sind“, erklärt der 36-Jährige. „Die Ästhetik spielt dabei eine große Rolle und wie attraktiv sich die katholische Kirche präsentiert. Deswegen finden solche Gottesdienste beispielsweise im S-Club oder im Esperanto statt.“ So möchte Hirsch vor allem junge Menschen ansprechen.
Seit Januar 2019 war er für ein Jahr in Elternzeit, nun kehrt der Pastoralreferent des Bistums Fulda in den Arbeitsalltag zurück. Mit einem neuen Auftrag in der Rhön: Aufbau der Tourismuspastoral Rhön. Als solcher ist er für die Seelsorge der Touristen in der Rhön verantwortlich. Aber was genau ist damit gemeint? „Ich habe ein offenes Ohr für Urlauber. Verschiedene Statistiken haben aufgezeigt, dass sich Menschen während ihres Urlaubs vermehrt mit Spiritualität beziehungsweise mit ihrem Glauben beschäftigen“, erklärt Hirsch. Er fährt fort: „Touristen haben dafür mehr Zeit, freie Zeit. Sie sind offener. Ich bin dann ihre Ansprechperson.“
Das Bistum Fulda möchte also eine neue Zielgruppe – die Touristen – erreichen. Der 36-Jährige leitet in der Rhön erneut ein pastorales Start-Up, wie schon bei der Citypastoral. „Ich bin gerne für neue Projekte verantwortlich“, sagt Hirsch und grinst. „Einige Tourismus-pastorale gibt es bereits. Besonders im Ausland, beispielsweise in Österreich. Aber hier in der Region ist es etwas ganz Neues.“
Büro in Hilders
Eine ähnliche Vorreiter Funktion habe auch der Verein „All for one“ Fulda, bei dem Björn Hirsch trotz seiner neuen Aufgabe weiterhin aktiv ist. „Von dem Verein gibt es inzwischen Ableger in Hamburg, Kassel und im Ruhrgebiet.“ Der Familienvater würde oft reisen und beim Aufbau anderer Vereine helfen und Tipps geben.
Hirsch wird in seinem Büro im Rathaus in Hilders arbeiten. Dort wird er auch Sprechstunden anbieten. „Es ist toll, dass uns der Bürgermeister Hubert Blum ein Büro zur Verfügung stellt“, lobt der Pastoralreferent. Gemeinsam mit der Tourist-Information in Hilders will der Bimbacher die Tages- und Übernachtungsgäste in der Rhön in den Blick nehmen und unter dem Motto „himmlisch erholen“ religiöse Angebote schaffen, von denen sich Menschen in ihrem Urlaub oder ihrer Freizeit ansprechen lassen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir Gottesdienste auf der Wasserkuppe veranstalten, Klostertage auf dem Kreuzberg und spirituelle Wanderungen anbieten“, zählt Björn Hirsch auf. „Wir wollen aber auch neue Zweige erschließen. Deswegen wären biblische Weinproben und klösterliche Bierabende weitere Möglichkeiten, die ich mir gut vorstellen könnte.“ Wichtig sei der neuen Rhöner Tourismuspastoral, dass man alle diese Dinge im ersten Moment nicht mit der Kirche verbindet. „Es soll religiös und spirituell sein, aber keiner soll zu etwas gezwungen werden. Erlebnisse und Begegnungen stehen im Vordergrund“, betont Hirsch, „denn nur so spürt man Gott.“ Die nächsten Schritte für die Tourismus-pastoral Rhön bestehen darin, ein Konzept zu erarbeiten und eine Marke aufzubauen, zu der neben einem Logo auch eine Homepage, Social-Media-Auftritte und Infobroschüren zählen. Außerdem plant er ein erstes Halbjahresprogramm, welches dann von Oktober bis März gilt.

Aufruf

Wer Ideen oder Vorschläge für Aktivitäten, Veranstaltungen, das Konzept und allgemein für das Programm des Tourismuspastoral Rhön hat, der kann sich gerne direkt an Björn Hirsch wenden. Er ist per Mail unter bjoern.hirsch@bistum-fulda.de oder telefonisch unter der (06681) 9672727 zu erreichen.
www.citypastoral-fulda.de

Veranstaltung

Der nächste „B.A.S.E.“-Jugendgottesdienst des Vereins „All for one“ unter dem Motto „Bestimmung“ findet am Samstag, 15. Februar, im Esperanto in Fulda statt. Input gibt es von Mia Friesen, Musik kommt von DMMK und One Collective. Einlass ist um 17.30 und Beginn um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
www.allforone-fulda.de

Social Button Facebook Social Button Facebook - Wide
Social Button Google+ Social Button Google+ - Wide
Social Button Twitter Social Button Twitter - Wide