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Christoph und Michael Happ, Andree Literski, Rainer Sippel sowie Heiko Stolz (v. l.) bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Foto: Annika Vogel

Inklusion als Gemeindeprojekt

am 29.01.2020

Die Akteure des Inklusionsnetzwerks Neuhof schlossen Kooperationsvereinbarung

NEUHOF. Neuhof möchte seinen Mitbürgern mit Behinderungen ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben in der Gemeinde ermöglichen. Mit diesem Ziel vor Augen schlossen sich die Gemeinde Neuhof, der Verein Leben und Arbeiten in Neuhof und Antonius zu einem Inklusionsnetzwerk zusammen.

Mit einer Kooperationsvereinbarung legten die drei Partner ihre Aufgaben und Rollen im Inklusionsnetzwerk Neuhof fest. Zur Unterzeichnung der Vereinbarung trafen sich Andree Literski (Vorsitzender des Vereins Leben und Arbeiten in Neuhof), Heiko Stolz (Bürgermeister der Gemeinde Neuhof), Rainer Sippel (Geschäftsführer von Antonius) im Rathaus von Neuhof. Als erste Sozialpartner, die dem Netzwerk ihre Unterstützung zusicherten, unterzeichneten außerdem Christoph und Michael Happ (Geschäftsführer Bäckerei Happ) die Vereinbarung.

Die Gemeinde Neuhof als Weichensteller

„Es freut mich, dass wir heute gemeinsam den nächsten Schritt gehen und unsere Zusammenarbeit vertiefen“, sagte Heiko Stolz. Als Bürgermeister der Gemeinde Neuhof ist es laut Kooperationsvereinbarung seine Aufgabe, sich im Rahmen seiner kommunalen Zuständigkeit für die Verwirklichung der Inklusion in Neuhof einzusetzen.
Der Verein Leben & Arbeiten in Neuhof soll als Initiator und Netzwerker wirken. „Als Verein möchten wir unseren Ort mitgestalten“, sagte Andree Literski. „Ein Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen wertet das Gemeindeleben auf.“ Der Verein Leben und Arbeiten in Neuhof agiert als Initiator und Netzwerker. Innerhalb des Kooperationsvertrags klärt er sich bereit, das Inklusionsnetzwerk zu koordinieren und Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen. Damit Inklusion in Neuhof gelingen kann, bemüht sich der Verein außerdem um neue Mitglieder, die den Verein finanziell oder durch persönliches Engagement unterstützen.

So selbstbestimmt wie möglich leben

Als Kompetenzzentrum ist Antonius aktiv: „Es ist Teil unseres Stiftungsauftrags Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit zu geben, so selbstbestimmt wie möglich zu leben“, erklärt Rainer Sippel. „Dazu gehört auch die Entscheidung, wo sie leben möchten. Durch Inklusionsnetzwerke in verschiedenen Gemeinden des Landkreises Fuldas, kann das Wirklichkeit werden.“ Antonius unterstützt das Inklusionsnetzwerk weiterhin mit seinen Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und stellt künftig die notwendigen Assistenzleistungen bereit und übernimmt die anfallenden Verwaltungsaufgaben.
Christoph und Michael Happ als erste Sozialpartner Christoph und Michael Happ schlossen sich dem Netzwerk als Sozialpartner an und sicherten zu, barrierefreie Wohnungen zur Verfügung zu stellen, deren Mieten an die Mietpreise von Sozialwohnungen angepasst sind. Die jetzigen Akteure bilden eine Grundlage des Inklusionsnetzwerks, dem sich weitere Partner anschließen können.

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